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Noh Vae – Double Standards [TTE 005]

Weiter geht es mit dem vierten Track der EP von Noh Vae für mein Through These Eyes Label. Auf Double Standards, dem Closer der EP, regiert eine mysteriöse Melodie, die von moody 808 Kicks getragen wird und mich aufgrund ihrer Experimentierfreudigkeit so begeistert. Nach dem Clubtrack Flow mutierte sie dann schnell zu meinem nächsten Favoriten, einfach weil Noh Vae hier eine perfekte Kombination aus Stimmung und Catchiness hinlegt.

Schmeichel – Alteration EP [DICA 006]

Nach Exkursionen in die weltweite Drum & Bass- und Footwork-Szene und der Suche nach Einflüssen der B-Boy Kultur in heutigen Produktionen von Artists wie Digital, Fanu oder Sinistarr, kehrt das Defrostatica Label wieder in seine Homebase zurück. Und die liegt ja bekanntermaßen in Leipzig. Dort ist nämlich auch Schmeichel beheimatet, der für die nächste EP auf dem Label von TINA und Booga verantwortlich ist. Wenn man sich aufgrund der Studionähe oder im Lieblingsplattenladen (wo heute auch das Release gefeiert wird) öfters über den Weg läuft ist das anscheinend kein Nachteil und so war ein Release auf Defrostatica unausweichlich.

Auf seinen fünf Tracks fusioniert Schmeichel Einflüsse aus Footwork, Electro und Ghetto House genauso wie breakbeatgeschwängerte UK Tracks oder cleane Ambient Nummern.
Letzteres wird besonders auf dem Opener Evidence deutlich, der sich ganz viel Raum und Zeit nimmt und von einer wunderbaren Melodie getragen wird. Immer mal wieder nimmt er Anlauf und es wird ein wenig hektischer, nur um dann wieder langsam runterzufahren und eine entspannte Grundstimmung aufrecht zu halten. Bei IKillWantU wird ganz genretypisch ein Vocal Sample zerhackstückelt, durch Filter gejagt und welches uns durch die ganzen sieben Minuten des Tracks begleitet. Zusammengehalten wird das ganze durch zischende Hihats und einen taktegebeneden Rimshot. Bei Talkin und Uhhhwheeee (das Om Unit bereits als Intro seines Minirig Mixtapes diente) gilt mal wieder die alte Faustformel: Weniger ist mehr. Schmeichel verlässt sich auf die gezielte Wirkung einiger Samples und erschafft damit Tracks, die eine Geschichte erzählen. DoInIt passt perfekt ans Ende der EP, ist es doch quasi die musikalische Vertonung einer durchfeierten Clubnacht. Ganz dumpf und düster rollt der Bass direkt von Anfang an los, nur um sich dann ein paar Noten höher zu schrauben und von sonnendurchtränkten Pads abgelöst zu werden.

Irgendwo hatte ich was von “throwaway titles” gelesen, ich finde Schmeichel integriert hier perfekt die Footwork-Ästhetik (in der schon immer die Regel Sample=Tracktitel galt) in seine modernen Tracks und schafft somit perfekt eine Brücke zwischen abstrakten Chicago Sounds und (eventuell) leichter zugänglicheren Klängen aus dem Rest der Welt. Ich musste beim Durchhören unweigerlich an die DICA002 von Kator denken. Auch dort war so viel Raum und Platz und trotzdem funktionieren die Teile im Club. Kein Wunder eigentlich, war die EP doch der Auslöser für Schmeichel auch selbst 160 BPM Tracks für Defrostatica zu produzieren. Schön, dass wir sie das Ergebnis nun anhören dürfen!

Noh Vae – Shaka [TTE 005]

Und da kommt auch schon der nächste Track vom nächsten Release auf Through These Eyes. Shaka ist für mich die beste Kombination aus Dub (der Name ist Programm) und Hip Hop. Mit seinem fetten, stampfenden Bass und der agressiven Synth Line ist er der perfekte Soundsystem Tune, bringt aber auch sicherlich eure Heimanlage gut zum Wackeln. Wer etwas französisch versteht, kann mal checken was Aurélien bei SeekSickSound zu dem Tune zu sagen hat, der Rest hört einfach hier rein. Nächste Woche folgt dann der dritte Track der EP.

Om Unit & Sam Binga – BUNIT004

Nachdem die beiden Lieblingsproduzenten mit ihren drei EPs die Länder- und Wassergrenzen überschritten haben, konzentrieren sie sich mit dem Artwork der neuen Kollabo EP auf ihrem BUNIT Label ganz auf die namen der Tracks. Man hört den vier Nummern mal wieder ganz deutlich den Spaß an, den die beiden in ihren Studios in Bristol hatten und wie sehr sie es genießen ohne Restriktionen oder Rücksicht auf die Clubtauglichkeit zu produzieren. Was jetzt überhaupt nicht heißt, dass man die vier Tracks nicht in DJ Sets spielen könnte – ganz im Gegenteil. Gerade der Opener Shut The Window ist die reinste Halfstep Bombe, voller Energie und Enthusiasmus reißt er alles mit sich. Self Triggered genauso, bei dem die beiden auf eine starke Bassline und Jungle Breaks setzen. Never Been To Berghain kommt dann etwas ruhiger und melodiöser um die Ecke. Klar, erzählt er doch die traurige Geschichte der vielen Briten, die an der Tür des Berliner Clubs scheitern. Natürlich darf die gesunde Dosis Acid nicht fehlen, die uns die beiden dann auf dem letzten Track der EP kredenzen.

Tja, was soll man sagen. Sam Binga und Om Unit setzen Maßstäbe und laufen nicht Trends hinterher. Schön zu sehen und vor allem zu hören, wenn die beiden wirklich frei und mit Spaß einfach im Studio zusammen jammen und dann sowas geniales dabei rumkommt. Release Date ist der 4. Mai und den Pre-order gibt’s bei Bandcamp.

Noh Vae – Flow [TTE 005]

Endlich kann ich euch den ersten Track vom nächsten Release auf meinem Label präsentieren! Schon vor längerer Zeit hatte der Londoner Produzent Noh Vae mir einige Tracks zugeschickt, bei Flow hat es sofort “Klick!” gemacht und ich musste das Teil auf Through These Eyes haben. Diese Old School Rave Referenzen, ein wenig Jungle Anleihen und das alles über einen fetten Halfstep Beat – ich wusste sofort, das musste der Titeltrack werden. Und weil er noch mehr solcher Banger auf Lager hatte (und “nur ein Track pro Seite Verschwendung von Rohstoffen ist” – LXC) war schnell klar, dass Noh Vae die erste EP auf TTE bestreiten wird.

DnBDojo hat die exklusive Premiere am Start, der Rest der EP folgt dann bald! Solange erstmal viel Spaß mit Flow. Wenn ihr die EP vorbestellen wollt, ab heute kann man das bei Bandcamp tun: https://throughtheseeyesrecords.bandcamp.com/album/tte005-noh-vae-the-flow-ep

Subtle Mind – Ambitions EP [SUBALT 015]

Genau passend zum Wetter gerade kommen Subtle Mind mit frühlingshaften und sonnigen Vibes aus Kalifornien um die Ecke und servieren uns vier frische Tracks auf dem Subaltern Label. Die beweisen mal wieder wie vielseitig und spannend Dubstep sein kann und lassen sich und ihren Sound auf keinen Fall in eine Nische pressen.

Die vier Nummern bestechen durch schöne Melodien und Einflüsse aus Trap oder Downbeats und teilweise kommen jazzige Pianos oder bleepige Melodien zum Einsatz. Saule bringt mit seinem Feature dann wieder klar den Dancefloor in den Mittelpunkt und rundet damit das Release perfekt ab. Digital gibt es noch einen Bonus Track mit Sean Fong, der sich bestens an die drei anderen Nummern anschmiegt.

Release Date ist nächste Woche Freitag (13.04.), ich habe mir aber sagen lassen, dass die Vinyl wohl jetzt schon in Berlin eingetroffen ist und die ersten Platten schon verschickt wurden. Kaufen könnt ihr das Release wie immer bei Subaltern im Shop.

Noclu – Travelling [free]

Noclu hat bald ein Album auf KikujiRecs draussen und schickt als Vorboten schon mal diesen Free Download namens Travelling auf Soundcloud los. Der Name ist Programm, der Track nimmt einen tatsächlich drei Minuten lang auf eine Reise durch sphärische Klänge, interessante Drumsets und eine Menge Basswellen. Das Album Folding Shadows kann auf Vinyl hier supportet werden.