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Lewis James – Featherstone EP [RUA 005]

Am 2. März erscheint das nächste Release auf Rua Sound , diesmal konnten die Jungs vier Tracks von Lewis James ergattern. Sein Sounddesign und die Ideen sind für mich im Nischenbereich “Halfstep” einzigartig, so dass es mir manchmal schwer fällt Tunes zu finden, die sich mit seinen Produktionen mixen lassen ohne das danach die Energie und der Vibe komplett flöten gehen. Schon der Opener Nutso ist so eine Nummer, fängt ganz unbedarft mit einer schönen Melodie an, nur um dann Sekunden später in eine böse und treibende Bassline zu droppen, die einen sofort mit auf die Welle nimmt. Eben ein “mechanised tech-noir future hip-hop cut”, wie es beim DJ Mag heißt. Auch auf dem Rest der EP darf sich Lewis James froh austoben, sei es im fast schon klassischen Hip Hop Terrain mit dem Rapper 18andCounting oder einer sanften Vocal Nummer mit Alison White.

Rua Sound macht für mich wieder alles richtig. Sie bleiben nicht stehen und wiederholen das was bereits in der Vergangenheit funktioniert hat, sondern gucken in die Zukunft und verbinden Musik über verschiedene Genregrenzen hinaus. Trotzdem bleibt der Fokus auf dem einen Detail bestehen, dass sie alle miteinander verbindet: Bass.

Man kann die EP bereits ab jetzt vorbestellen, bevor sie dann digital und als Vinyl am 2. März erscheint.

WavWavWav – Ad Astra / Inner Train [RBC001]

Nachdem Penelope mit ihrem Royal Beat Club bereits seit über 10 Jahren in Düsseldorf als Veranstalterin und DJ aktiv ist und damit auch schon aktiv den Nachwuchs in ihrer Stadt gefördert hat (der jetzt bei ihr auflegen darf), kommt nun das eigene Label. Vinyl only versteht sich, so wie es beim RBC seit jeher die Regel gewesen ist. Die Katalognummer 001 von WavWavWav (natürlich auch aus Düsseldorf) kann man unten anhören. Der hat für RBC zwei deepe und dubbige Tracks mit viel Fokus auf Bass und Melodien im Gepaäck. So wie Dubstep eben sein muss. Augen zu und zum Bass meditieren. ein Release Datum gibt es glaube ich noch nicht. Ich halte euch aber auf dem Laufenden.

Bisweed – Into the Weald EP [SUBALT 014]

Die nächste EP auf Subaltern kommt von Bisweed, der diesen düsteren und treibenden Dubstep Vibe von Subaltern perfekt aufgreift und ihn in vier Tracks sehr schön zur Schau stellt. Meditative Basssequenzen treffen auf dicke Snares, die dem Titel der EP wirklich gerecht werden. Spätestens bei Dolment oder Chase kommt dann dieses “Nachts allein im Wald”-Gefühl perfekt rüber. Die EP erscheint diesen Freitag und man kann sie bereits jetzt bei Subaltern im Shop vorbestellen.

Blackdown über das Pro und Contra von Vinyl im Jahr 2018

DVS1 und seine Plattensammlung. Bild via RA.

Neulich machte ein etwas komischer Blog Artikel von The Flashbulb die Runde, in dem er auf die negativen Eigenschaften von Vinyl auf die Umwelt aufmerksam machen wollte. Seine Kritik wollte bei mir allerdings nicht so ganz ankommen, endete er seinen Artikel doch mit den Worten: Naja, und ich schreibe diesen Artikel aus einer Wohnung mit Klimaanlage und fahre einen SUV, der ordentlich Benzin schluckt. Vinyl bleibt im Gegensatz zu Benzin erstmal als Produkt erhalten (und verpestet nach der Umwandlung der Energie nicht die Luft) und man schmeißt es nicht sofort nach einmaliger Benutzung weg. Ganz unrecht hatte er natürlich nicht, PVC besteht nun mal aus Öl und besonders das Plastik der Schallplatten lässt sich schlecht bis gar nicht recyclen, was besonders bei Fehlpressungen ärgerlich ist. Darüber gab es hier neulich einen Artikel von The Vinyl Factory.

Blackdown, Chef des Keysound Labels aus London und Dubstep Pionier seit Tag 1, hat sich nun seine eigenen Gedanken zum Thema Vinyl im Jahre 2018 gemacht. Ich verfolge seine Diskussion schon länger auf Twitter und finde es sehr interessant, dass er öfter mal die Zahlen auf den Tisch legt, die zeigen mit welchem Medium er am meisten an seiner Musik verdient. Ganz vorne standen dabei in 2017 Streaming Dienste wie Spotify oder Apple Music. Auch wenn die einzelnen Streams dort nur Cent Beträge abwerfen, summiert sich das anscheinend recht schnell, wenn die Musik oft gehört und geklickt wird. Und die Produktionskosten sind natürlich gering bzw. gehen gen Null. Anders als bei Vinyl, wo man heutzutage schon schnell 1500 € für 300 Platten auf den Tisch legen muss. Und die muss man dann auch erstmal noch verkaufen. Denn wie Blackdown richtig schreibt: 90% der Künstler auf seinem Label wollen ein Vinyl-Release, allerdings ist es fraglich ob ihre Fans das auch kaufen wollen. Und am Ende kommt man dann bei +/- 0 raus, wo bei Downloads oder Streaming im Gegenzug tatsächlich Geld an Label und Künstler zurückfließen. Plastician hat mit seinem Terrorhythm Label ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, ebenso Blu Mar Ten.

Ich selbst verweigere mich (bisher) noch Streaming Diensten, anscheinend bin ich dann doch zu old school. Aber wenn jetzt selbst Om Unit, Fracture oder Last Japan Playlisten kuratieren gibt’s bald wohl kein Entkommen mehr.

In einem langen Blogpost widmet sich Blackdown nun dem Thema Vinyl releasen oder nicht und spricht dabei wichtige Punkte wie Übersichtlichkeit, Minimalismus, Selektion durch Algorithmen oder das DJing an sich an.

http://blackdownsoundboy.blogspot.de/2018/01/the-case-for-and-against-vinyl-in-2018.html

Bhed – Girl & Parrot / I Grow Leaves In The Colours Of Dawn [HED 001]

Ich mag die Musik von Bhed sehr gerne, irgendwo zwischen Dubstep, Ambient und Techno angesiedelt, trifft er immer genau die richtigen Töne, die mich jedes Mal zum träumen anregen und mich für seinen tiefen Sound begeistern. Genau aus diesem Grund war er auch schon häufiger hier im Blog vertreten.

Nun hat er mit einem Freund zusammen sein eigenes Label am Start, auf dem er direkt mit einer eigenen 12″ loslegt. Organischer Dubstep, wie man ihn in letzter Zeit leider weniger hört, trifft auf atmosphärische Klangwelten, die sich super schön und langsam minutenlang entfalten können. Wirklich super Einstand, den er da mit der Katalognummer 001 abliefert, ich bin gespannt wie es weiter geht. Anhören könnt ihr beide Tracks unten bei soundcloud, kaufen kann man die Platte dann (bald) über die Bandcamp Seite von Hedonism Recordings.

Fixate – Rumours [Exit]

Fixate hat gerade sein nächstes Release auf Exit angekündigt, für das er diesmal sechs Tracks zu einer Mini LP zusammengefasst hat. Highlight ist für mich Rumours, welches bereits seit einiger Zeit durch Sets von dBridge, Tim Parker und Fixate selbst seine Runden drehte und nun endlich erhältlich ist. Der Rest ist mal wieder der Fixate Wahnsinn für den wir ihn so lieben. Sein Sound passt wirklich in keine feste Kategorie, es ist einfach seine ganz eigene Definition von UK Bassmusik. Und wem dieser Sound gefällt: Am 16.12. spiele ich zusammen mit Fixate im about blank!

ILL_K – Herb Dub [TTE004]

Endlich ist es an der Zeit das vierte Release von meinem Label zu veröffentlichen! Neben Umzug, Kind, Auflegen und Uni habe ich doch immer noch ein wenig Zeit mich um Through These Eyes zu kümmern und Tracks zu hören/zu signen. Mit Klaas war ich schon seit Beginn des Labels im Gespräch weil ich unbedingt zwei Tracks von ihm auf meinem Label haben sollte. Keiner macht so einen detaillierten und abgefahrenen Sound wie er. Recht schnell hatten wir auch zwei Tunes beisammen, die auf TTE rauskommen sollten. Aus diversen Gründen ging das dann doch nicht und als Klaas dann meinte: “Moment, ich hab da noch so einen Sketch rumliegen” war ich direkt begeistert. Wenig später wurde daraus dann Herb Dub, der von der Ästhetik und vom Sound perfekt zu Through These Eyes passt. Bisher gab es Support von Noisia, Anna Morgan und JonnyDub und auch von diversen DJs kam bisher sehr gutes Feedback, worüber ich mich sehr gefreut habe. Unten könnt ihr in einen Clip der A-Seite reinhören, den Pre-order gibt’s bereits bei Bandcamp.