Tagged: Vinyl

Touchy Subject – The General EP [RUA 008]

Touchy Subject meldet sich auf Rua Sound mit einer neuen EP zurück, mit der er nahtlos an sein letztes Release auf dem irischen Jungle / Drum & Bass Label anknüpft. Nach seiner Skyward EP ‎ hat man release-technisch nicht sehr viel von ihm gehört, auch wenn sein Sound und Releases auf Astrophonica durchaus vielversprechend waren.

Auf der neuen EP für Rua greift er nun auf die Zutaten zurück, die für seine Musik bisher immer gut funktioniert haben. Dub und Roots im Herzen, aber 160 BPM in den Füßen. So entstehen dann Jungle Hybrid Nummern wie der Titeltrack, bei dem ein eingängiges Vocal auf eine fette Reece und dicken Bass treffen. Genauso in Seek & Find, welches sogar noch ein bisschen mehr auf die Soundsystems dieser Welt ausgelegt sein dürfte. Obendrauf gibt es dann noch eine wobbelnde, stotternde Nummer namens Turnt Up und auf Shudder lässt Touchy Subject dann seinen Hip Hop Einflüssen komplett freien Lauf und holt einmal Boom Bap zackig in’s Jahr 2019!

Wieder einmal beweist Rua ein sehr gutes Händchen was den Trademark Sound des Labels, sowie qualitativ hochwertigen Output angeht. Vinyl sowie Download Version der EP bekommt ihr bei Bandcamp.

TMSV – Ego Death EP [EARTHBASE01]

Om Unit splittet sein Cosmic Bridge Label ein wenig auf, Cosmic Bridge als Hauptlabel wird weiterhin experimentelle Bassmusik veröffentlichen, dazu gibt es dann jetzt aber noch die Earthbase Serie, wo mehr cluborientierte Musik erscheinen soll. Den Anfang für Earthbase macht TMSV, der auf vier Tracks zeigt, wie gut er seinen Dubstep Sound nach 160 bzw. 85 BPM transportieren kann. Wir hören Einflüsse aus Dancehall, Jungle und Footwork, aber eben alles auf diese unaufgeregte Art, die trotzdem im Club funktioniert. Getragen werden die basslastigen Nummern (wie so oft bei TMSV) von wirklich guten Synth Lines,  die die Tracks zu etwas wirklich besonderen machen. Unten könnt ihr Nobody Asks streamen, den Rest gibt es dann ab dem 8. März bei Bandcamp, wo man auch die Vinyl oder den digitalen Download kaufen kann.

HomeSick – DBHQ Guest Mix 214 (März 2019)

HomeSick aus Calgary veröffentlicht bald eine grandiose EP auf dem Leipziger Defrostatica Label und mischt sich vorab durch einen Haufen basslastiger Tracks für DNBHQ aus London. Er lässt Genrekategorien dabei vollends hinter sich und mischt trotzdem gekonnt Stile zusammen, ohne das es zu wirr wird. So gibt es dann Hip Hop von A$AP Ferg, Footwork von Traxman oder Halfstep von Lewis James auf die Ohren, alles zusammengewoben zu einem energiegeladenen Mix mit der Extraportion Bass.

Tracklist:

1. BADBADNOTGOOD – Structure No. 3
2. HomeSick – Inside Looking Out (160 mix)
3. Doctor Jeep – Vault Of Glass (Sinistarr Remix)
4. Fracture – Soundboy Get Nervous
5. Traxman – Lady Dro
6. Fixate – What Goes Around
7. HomeSick – Inna Dis
8. HomeSick – Burnout 2099 (forthcoming vinyl out March 22)
9. Fixate – Rumors
10. Tory Lane – Talk tO Me
11. Msymiakos – Countdown Jungle
12. HomeSick – HomeSick89 (soundclash jungle mix)
13. Itoa – You’re the One For Me
14. Send – Hardcore Vibes (DJ Rokah diddim)
15. Skan – Not Sorry
16. A$AP Ferg – What do u do (feat. Nav)
17. FZPZ – Afford
18. Fracture & Neptune – Chai Dub
19. HomeSick – Get Back Up (forthcoming vinyl out March 22)
20. Oakk – GO
21. Lynx – Lights Out
22. Richie Brains – Tantrum
23. Taal Mala – Mark Of The Lion
24. alllone x APLOT – FRACTURE
25. HomeSick – War Talk Dub
26. Kabuki x HomeSick – Impala
27. HomeSick – Give It To Em (forthcoming vinyl out March 22)
28. Woulg x HomeSick – What Did You Think Would Happen?
29. Lewis James – Nutso
30. HomeSick – Nobody Likes the Records That You Play
31. HomeSick – Our Storm
32. HomeSick – Afronta
33. MNDSGN – Ya Own Way

Bulu – Fiyah EP [BTG 005]

Das Bun The Grid Label startet mit der ersten EP des Co-founders Bulu in’s Jahr 2019, der uns hier seine Fiyah EP vorstellt. Sein Sound pendelt sich irgendwo zwischen Jungle und Halfstep ein, der Titeltrack kommt mit einem allseits bekannten Vocal Sample daher, die Kollaboration mit Etch dann ein wenig zerstückelter und jungliger um die Ecke. Change Places ist dann ein wobbelnder Dubstep Tune, bevor dann J-Shadow auf der B-Seite Fiyah in eine dubbige Grime Nummer verwandelt. Wunderkind Itoa flippt Collide dann einmal auf den Kopf und produziert einfach mal Bassline House auf 160 BPM mit Jungle Breaks und Energie für drei Tage.

Die Remixe sind exklusiv auf der Vinyl zu haben, die drei Original Tracks bekommt ihr auch digital.

Om Unit x Kid Drama – Untitled Works EP [AMB 1905]

Für mich kam das Release hier relativ überraschend, hatte Kid Drama in letzter Zeit mit Releases auf Metalheadz oder seinem eigenen CNVX Label im klassischen Techstep operiert und Om Unit macht ja nun immer schon sein eigenes Ding, immer weiter abseits vom Drum & Bass. 2013 zeigten uns die beiden auf Exit aber bereits schon, was man erwarten kann, wenn sie ihre Kräfte kombinieren, als Om Unit mit einem Feature auf der In Mind EP auftauchte. Anscheinend haben die beiden sich im ruhigeren Autonomic Sound komplett getroffen und über Jahre hinweg dann vier fantastisch entspannte Tracks produziert. Diese haben nun auf dem legendären Apollo Label ein Zuhause gefunden, was wirklich gut zu den Nummern passt. Namen sind Schall und Rauch, deshalb rückt auf dieser EP dann auch die Musik ganz klar in den Fokus.

In ihrem Rucksack aus Einflüssen bringen die beiden natürlich exzellente Voraussetzungen für eine EP auf 170 BPM mit und so hört man wunderschöne Melodien, (fast) keine Snares, viel Echo/Hall und eben den ganz großen Klangteppich, der entsteht, wenn zwei Ausnahmetalente kollaborieren. Die Lieber der beiden zu ausgefeilten Synthie Melodien kommt genauso zum Tragen wie die Liebe zu alten Jungle Sounds oder IDM Beats. Über den obligatorischen “the tracks will cause dancefloor damage” Satz in der Pressemitteilung konnte ich nur schmunzeln, aber die beiden haben ja ihre loyale Fanbase so dass sich die Platte gut verkauft. Eben so gut, dass sie so gut wie ausverkauft ist, aber es gibt ja noch die digitale Version des Releases.

Silk Road Assassins – State Of Ruin [Planet Mu]

Seit ihrem ersten Release auf Coyote Records bin ich ein riesen Fan von den Silk Road Assassins. Sie nehmen Einflüsse aus aktuellen (UK-) Sounds wie Grime, Dubstep, Trap oder Hip Hop und haben sich damit über die Jahre einen sehr eigenen Stil erarbeitet. Klar, bei einem Trio wo alle Akteure auch als Solo Artists unterwegs sind ist der Output oft nicht so hoch, aber die fast drei Jahre Wartezeit auf State of Ruin haben sich definitiv gelohnt. Chemist, Tom E. Vercetti und Lovedr0id explorieren dabei die oben genannten Genres, lassen sie aber immer in einem Schmelztiegel aus Bass versinken. Und dabei legen sie immer einen großen Fokus auf (melancholische) Melodien, welche sich durch die komplette LP ziehen und ihm einen ganz eigenen Sound geben. Das Feature von Kuedo passt da perfekt in’s Bild, der ja selbst ein Meister dieses Fachs ist. Mal wird es ein wenig noisy, wenn WWWINGS auf ein Feature vorbeischwingen, mal deutlich in Richtung Grime, auch wenn das Feature von UK Drill MC K9 dem Instrumental gewichen ist. Passt aber meiner Meinung auch perfekt auf ein Album, welches sich komplett mit instrumentalen Beats beschäftigt. Lieblinge sind Split Matter, Saint (!) und Feeling Blu, auch wenn ich hier dazu sagen muss, das mir wirklich jeder einzelene Track auf State of Ruin gefällt. Das Album ist damit jetzt schon heißer Anwärter auf den Titel Album des Jahres, ich werde die 14 Tracks auf jeden Fall sehr häufig hören.

Beim Self Titled Mag erzählt Lovedr0id übrigens eine Menge über den Entstehungsprozess des Albums und der Tracks.