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Sinistarr – Everything On Time EP [DICA 011]

Ab morgen steht die neue Defrostatica 12″ in den Plattenläden und wir können uns über vier Tracks aus Detroit vom nie still stehenden Sinistarr freuen. Auf seiner Everything On Time EP unterstreicht er abermals seine Vielseitigkeit und den großartigen Effekt von gelungenen Kollaborationen.

KNS 2019 ist eine Zusammenarbeit mit Kiat, den wir ja auch schon von Defrostatica kennen. Stampfende Halftime Beats treffen auf Jungle Breaks und eine eiskalte Melodie, die perfekt zu den Breakbeats passt. Emo ist dann “Detroit in full effect”, die Claps sitzen gerade auf der eins, Agzilla übernimmt für die düstere Message und das Teil stampft einfach perfekt durch den Club. Garden lockert die Stimmung dann wieder angenehm auf, ein zerstückeltes Vocal Sample gesellt sich zu Footwork Breaks und trotzdem wirkt alles locker und klingt wirklich nach barfuß im Sommer. Liegt vielleicht mal wieder an der exzellenten Melodie, die Sinistarr da gezaubert hat. Torpor schließt die EP dann ganz subtil ab, eine flirrende Melodie liegt über einem brodelndem Bass und der Track nimmt sich schön viel Zeit im Aufbau und für die Stimmung.

Die Zahl 2019 hinter KNS hat es ja vielleicht schon verraten, das Teil ist quasi eine VIP Version vom Original. Und Robert und Tina machen ihr Ding bei den Artists anscheinend so gut, dass sie Sinistarr und Kiat überzeugen konnten, das Teil nach 10 nach Jahren ohne Stems oder ähnliches noch einmal neu anzugehen. Bei Bandcamp bekommt ihr das Original als digitalen Bonus noch obendrauf und es ist wirklich interessant zu hören, was sich da in einer Dekade verändert bzw. getan hat. Ich fühlte mich direkt ein wenig an AFX erinnert mit den Glitches und den rohen Breakbeats, ist auf jeden Fall eine sehr geile Nummer.

Und wenn euch das alles noch nicht überzeugt hat, schaut euch einfach mal dieses wunderschöne und vor allem passende Artwork von Matthew Smith aka mueseum und die marbled Vinyl an.

Release ist wie gesagt morgen, 14.06.2019 und kaufen tut ihr ja sowieso nur bei Bandcamp, oder?

Deeper Access – dpr_xs_podcast_84 (Juni 2019)

Nummer 84 des Deeper Access Podcasts stammt diesmal von Mitglied nsphere und ist mal wieder ein Meisterstück in Sachen tiefer Drum & Bass. Allein wie er das Teil langsam in Sachen Lautstärke, Tempo und Beats aufbaut ist schön genial, die Tracklist mit einer Auswahl aus neueren Tracks, Autonomic Klassikern und etwas unbekannteren Nummern setzt dem Mix dann die Krone auf. Bessere Sonntagsmusik gibt es heute nicht.

Tracklist:

01 – Kiyoko – Something To Think About [Samurai Horo]
02 – Ena – Dirt [Samurai Horo]
03 – Synkro – Luminous [Synkro Musik]
04 – Akuratyde – Complications [Blu Mar Ten Music]
05 – Consequence – Fog [Exit Records]
06 – Synkro – Gagaku [Synkro Musik]
07 – Consequence – Untitled Dream [Exit Records]
08 – Theme – Theme 4 [Samurai Horo]
09 – Blocks – Moon & Stars [Narratives Music]
10 – Commix – Fragile State [Metalheadz]
11 – ASC – Sympathy [Halo Cyan Records]
12 – Commix – Cherry [Metalheadz]
13 – Triad – Crooked [Nu-Directions]
14 – Thing – Keep On Running [Warm Communications]
15 – ASC – Heliocentric [Narratives Music]
16 – Ill_k & Owl – Loss Of Gravity [re:st]
17 – Hysee – Silver Lichens [Alpha Cutauri]

Champion Sound – Through The Roots [TTE007]

Das hat jetzt aus diversen Gründen schon wieder länger gedauert als geplant, aber hier ist sie nun endlich: Katalognummer 007 meines kleinen Labels Through These Eyes. Das Champion Sound Trio aus Moskau hatte ich schon länger auf dem Radar, ihre Mischung aus Dub, Jungle und Drum & Bass passte mir sehr gut in’s Soundspektrum und so war ein Release auf Through These Eyes eigentlich unausweichlich.

Als erstes bekommt ihr die B- Seite ihrer 12″ zu hören, die sich mit einem eingängigen Lead Synth, tiefem Bass und unterschwelligen Breaks in eure Gehörgänge schraubt. Mir gefällt dieser subtile Ansatz sehr gut, der Tune entfaltet dabei seine ganz eigene Energie und ist für mich die typische B-Seite, die erst einen Moment braucht und eben nicht direkt “in your face” ist, danach aber voll und ganz zündet.

Pre-order ist bereits jetzt bei Bandcamp freigeschaltet, Release Datum ist der 28.6.2019.

 

Phaeleh – Calibre Mix (Mai 2019)

Phaeleh ist anscheinend (wie wir alle?) ein großer Fan von Calibre und hat sich seine Lieblingstracks des Bassmusikproduzenten geschnappt und diesen Mix zusammengebastelt. Ist mit 48 Minuten recht kurz und hat auch eher “nur” den Drum & Bass Output im Fokus, trotzdem natürlich eine super Mische!

Tracklist:

Calibre – Steptoe
Calibre – Thirst Dub
Calibre – Stay High
Calibre – Shades
Calibre – Into The Groove
Calibre – Rose
Calibre – Overreaction (feat. Lariman)
Calibre – Drop It Down (feat. Singing Fats)
Calibre & High Contrast – Mr Majestic
STCal – STCal Roller
Calibre – Silence
Calibre – Peace Of Mind (feat. Lariman)
Calibre – All You Got
Calibre – Second Sun
Calibre – Suddenly
Calibre – Section Dub
Calibre – Venus and Mars
Calibre – Ugly Duckling
Calibre – Schlager
Calibre – Free
Calibre – Mirage
Calibre – No More
Calibre – Blackhole Dub

Bop – Untitled_Party DJ Set at Aaja, London (24.09.2018)

Bop hat dieses DJ Set letztes Jahr in London gespielt, bei dem er Einflüsse und Tracks seiner Untitled Patterns Reihe gespielt hat, die auf Med School erschienen ist. Er kreuzt in seinen Tracks erfolgreich autonomen Drum & Bass mit Elementen aus Dub Techno, und auch wenn er nicht der erste ist, dem diese Idee kam, ist das Ergebnis sehr gelungen.

Er startet demnach auch mit (Dub) Techno, hangelt sich zu (Post) Dubstep Klassikern hoch und spielt dann eben viele Tracks der Untitled Patterns EPs. Gefällt mir wie gesagt sehr gut sein Style und macht auch auf Mixlänge Spaß.

Tracklist:

Influences:
00:00 Skee Mask – Routine
03:54 Cromie & Sage Caswell – Vines (Kyle Hall Remix)
05:56 Substance & Vainqueur – Reverberate
09:20 Grad_U – Holdback
11:39 Wax – 30003a
14:12 Wax – 20002a
15:44 Grad_U – Decay
18:02 Voiski – Ad Infinitum
21:50 Substance – Relish (Bonus)
22:54 WK7 – Higher Power
25:55 G-man – Quo Vadis
27:24 Quantec – Ray Of Hope (A Made Up Sound Remix)
30:17 Pangaea – Router
33:12 Martyn – Vancouver
35:46 Headhunter – Your Say

Untitled Patterns Mix:
37:30 Bop – Song About My Dog (Subwave Remix)
41:32 Bop – Untitled Pattern 63
44:10 Bop – Untitled Pattern 52
47:11 Bop – Untitled Pattern 64
49:26 Bop – Untitled Pattern 47
50:34 Marcus Intalex – Step Forward
53:13 Dissident – Pleuromeia
56:16 Bop – Zakoulki Soznaniya
58:53 Bop – Untitled Pattern 56
1:01:08 Eastcolors – Dubby
1:04:09 Nether – True Believer (Marcus Intalex Dancehall Remix)
1:06:02 Bop – Untitled Pattern 60
1:09:25 Bop – Untitled Pattern 55
1:10:55 Bop – Untitled Pattern 54
1:12:48 Bop – Untitled Pattern 51
1:13:57 Bop – Untitled Pattern 68
1:17:42 Martsman – Static
1:20:43 Bop – Untitled Pattern 65
1:24:28 Subwave – Deadhead
1:26:21 Abstract Elements & Subwave – Posthuman
1:29:00 Bop – Untitled Pattern 66
1:32:00 Bop – Untitled Pattern 62
1:34:16 Bop – Untitled Pattern 61
1:36:09 Chris Inperspective – Each Twin Unique
1:39:32 Bop – Untitled Pattern 48

Dead Man’s Chest – DJ Set at Saintklet Night, Brüssel (20.04.2019)

Wenn aus einem geplanten 90 Minuten Set auf einmal drei Stunden werden scheint der Vibe wohl zu stimmen und der DJ sich wohl zu fühlen. So passierte es Dead Man’s Chest bei seinem Gig in Brüssel letzten Monat, wo dann auch dieses Set aufgenommen wurde. Er startet wie so häufig in letzter Zeit auf 140 BPM und arbeitet sich dann via Toasty und Tracks seiner Dead Man’s Chest & Posse EP auf 160 bzw. 170 BPM hoch. Wenn ihr auf der Suche nach einem exzellenten Jungle Set seid, welches sich nicht auf ausgenudelte Klassiker beschränkt: here you go.

P.S.: Hier gibt es noch das Set von J.Robinson vom selben Abend.

 

French II – Graveyard Shift [free]

Als hätten sie nicht gerade erst eine Compilation mit 21 Tracks rausgehauen, machen Samsara Beats einfach weiter und spendieren uns einen gratis Download von French II aus den Niederlanden. Der hat früher mal bei der Truppe mit dem unausprechlichem Namen BANGANAGANGBANGERS mitproduziert, wandert aber jetzt schon länger auf Solo Pfaden. Graveyard Shift macht direkt von Anfang an klar, worum es geht: Treibende Halftime Beats, düstere Grundstimmung und eine Menge Bass sind die Zutaten aus denen French II seinen Stomper zusammensetzt. Schön, wie sich der Tune langsam aufbaut und nach und nach immer mehr Elemente einsetzen.