Tagged: 12″

Sun People – Stumble & Grow EP [TTE008]

Heute ist sie nun endlich draußen, ich höre die Tracks aus Gründen in letzter Zeit in Dauerschleife und sie werden einfach nicht langweilig oder abgenutzt. Oben noch ein kleiner visueller Gegenpart zur Musik, hört rein, kauft, liked, teilt. Alle Pre-orders von Bandcamp habe ich bereits verschickt, es gibt die 12″ aber immer noch in vielen anderen Shops wie Unearthed, Redeye und sogar im Hardwax!

Sun People feiert das Release heute bereits unter anderem mit Yorobi in Graz, wir sehen uns dann am 7.2. im Burg Schnabel.

Sun People – All Good [TTE008]

Hier kommt nun auch endlich der finale Track der Stumble & Grow EP von Sun People. All Good ist die perfekte Melange aus Jungle, Footwork und Hardcore mit einer gewissen Portion cheesyness und Möwenkreischen. Ich habe den Tune unzählige Male bei offenem Fenster / Balkon und untergehender Sonne gehört und mich einfach am Leben erfreut, der Titel passt einfach so unglaublich gut zu den Emotionen, die diese Nummer triggert. Ich mag ihn sogar so sehr, dass ich die ganze EP nach ihm benennen wollte und auch schon ein cheesy Artwork designt hatte, aber es soll ja auch nicht zu viel des Guten sein oder wie Sun People es formulieren würde: “ist ja eben auch nicht alles “all good” gerade da draußen”. Und recht hat er leider. Aber in dem Tune ist die Welt halt für vier Minuten perfekt.

Kauft gerne noch eine 12″ bei Bandcamp, viele sind nämlich nicht mehr da! Und kommt natürlich am 7.2. ins Burg Schnabel und feiert mit uns!

Kodama – A Secret Cvlture LP [UPLP001]

Ich weiß das ein Vinyl Release bei Urban Poetry schon länger in Planung und in der Mache war, umso mehr freue ich mich nun, dass es nun endlich da ist. Logischerweise ist es dann auch ein besonderes Herzensprojekt geworden, welches hier auf Vinyl gepresst wurde. Auf der A Secret Cvlture LP präsentiert uns Kodama seinen vielseitigen Sound auf acht Tracks. Sein Soundspektrum reicht ja soweit, dass ihm ein Alias schon lange nicht mehr ausreicht, aber gerade bei Kodama wird immer klar, dass er auf Genregrenzen oder Regeln keinen Wert legt und man gespannt sein darf was einen erwartet.

Und so klingt seine LP für Urban Poetry dann auch. Kodama liefert alle Farben seiner Soundpalette ab und die LP startet zunächst mysteriös und rauschend mit (Drone) Ambient auf Anchor und steigert sich langsam zu tiefem, emotionalen Garage (Pale Blue Dot, Haul), die perfekt zu einer nächtlichen Busfahrt passen. ;) Auf Silent Stream stoßen dann tiefe Kicks auf dubbige Atmosphären und klickende Drums und wir erreichen das für Urban Poetry bereits bekannte Terrain um die 170 BPM. Mit STS 71 starten wir dann in den Kosmos, die rauschende, unendlich wirkende Atmosphäre und die Samples passen perfekt zum Titel und zeigen erneut, dass die LP wunderbar zu Hause auf der Couch, aber eben auch im Club funktionieren kann. Der Titeltrack vereint dieses Setting auch wunderbar und schafft einen warmen Bassteppich aus Jungle Breaks und einer zeitlosen, wunderschönen Melodie. Fya mit seinen wabernden Synthie Lines und einem tiefem Sub unterstreicht die mysteriöse Grundstimmung der LP perfekt, die sich auch oben im Video wiederspiegelt. Empty Valley bildet dann das Outro des Albums und ist mit seiner melancholischen Piano Melodie und den Streichern auch bestens dafür geeignet.

Digital und analog auf Vinyl bekommt ihr A Secret Cvlture ab heute auf Bandcamp.

Helktram – Recoil EP [SUBALT 023]

Helktram ist kein unbekannter Künstler bei Subaltern Records, so steuerte der Dubstep Produzent aus Japan doch bereits für die Kaleidoscope Vol.1 einen Tune bei. Nun darf er noch einmal mit einer kompletten EP nachlegen, die heute auf Subaltern Records erschienen ist. Die EP startet recht grimig mit angedeuteten Streicher Samples und einer steppenden Bassline und klirrenden Percussions bei Recoil. Mineral mit seiner verzerrten Bassline und den drückenden Kicks schlägt dann maximaler ein, der pushende Sub erledigt dann den Rest! Beware ist auch so ein Brett, was mit wenigen Zutaten ein maximales Ergebnis erzielt. Hier sitzt jeder Sound am richtigen Fleck und Helktram erzeugt eine düstere und spannende Stimmung, was den Tune zu meinem Liebling auf der EP macht. Als digitalen Bonus gibt es Air, eine entspannte Nummer, bei der sich Subbass und Melodie perfekt umgarnen und eine wunderbare, warme Einheit bilden. Helktram gelingt hier es hier (und auch bei einigen der anderen Tracks) perfekt Old School Sounds aus der Anfangs- und Blütezeit von Dubstep neu zu interpretieren und sie in seinen Trademarksound einzuflechten. Gerade Air klingt auf eine ganz besondere Weise wie eine Melange aus bekannten “Hits” von DMZ, Deep Medi oder Tectonic und ist dabei doch eigenständig genug um keine bloße Kopie zu sein.

Kaufen könnt ihr das Release wie immer bei Subaltern direkt im Shop.

Bhed – Apatheia EP [TRSK 009]

Ich verfolge Bhed und seinen vom Ambient und Dub beeinflussten Sound schon länger, neulich hatte er schon eine großartige 12″ selbst veröffentlicht, nun erscheint eine EP mit drei seiner Tracks beim Trusik Label. Bhed ist jemand, der seinem Sound und der Klangwelt viel Raum lässt, was sich häufig auch in der Spiellänge der Tracks wiederspiegelt. Eighteenhundred, die A-Seite der Vinyl, ist fast 16 Minuten lang, eine gute und interessante Geschichte erzählt man eben nicht mal eben in drei Minuten. Aber auch bei nicht so monumentalen Längen ist Bhed ein Garant für exquisite Bassmusik, so hört man auf dem Titeltrack Apatheia doch deutliche Einflüsse von Hessle Audio oder Punch Drunk heraus, aber eben nicht ohne die für Bhed typischen Einflüsse aus Dub oder Techno. Erstere kommen dann in East noch deutlicher zum Vorschein, ein zunächst zurückhaltender Dub Tune, der sich wunderbar hypnotisch steigert und seinen ganz eigenen Klangteppich ausrollt. Super interessant, wie Bhed es schafft Lieder jenseits der dancefloor-üblichen Standards zu produzieren und so atmosphärische, rollende und nie langweilig werdende Gesamtkunstwerke erschafft.

Das Release erscheint morgen, am 6.12.2019, die Vinyl Version bekommt ihr bei unearthed, die digitale Version bei Bandcamp.

Sun People – These Days EP [RUA 009]

Wie könnte ich diese EP nicht lieben? Sun People zelebriert seinen umfassenden Sound auf vier Tracks für das Rua Sound Label und macht mal wieder alles richtig. Die EP startet mit Give It Up, eine jazzige Drum & Bass Nummer, bei der durch ein cleveres Drum Arrangement und viele detaillierte Sounds ein treibender Dancefloor Track entsteht. Wie immer wird es bei Sun People nicht langweilig, der Break in der Mitte greift das Jazz Thema noch einmal gekonnt auf, bevor es dann nach dem zweiten Drop nochmal ordentlich zur Sache geht. Tackle It besticht durch interessante Samples, die durch verzerrte Vocals noch mehr das Kopfkino anregen. Wirklich super, wie er es schafft, hier ganz neue Einflüsse unterzubringen und einen trotzdem durch gewisse Trademark Samples/Sounds sofort wissen zu lassen, dass es sich hier um eine Sun People Produktion handelt. Fun Fact: der Track wäre auch fast auf meinem Label gelandet, aber auf diese EP passt er auch ganz wunderbar! Die titelgebende Nummer startet zunächst mit ruhigen Pads und zurückhaltenden Percussions, wie so oft bei Sun People klingt aber unterschwellig schon ein gewisser Drive mit, der dann perfekt von den Jungle Breaks in Kombination mit der Piano Melodie aufgegriffen wird. Black Sphere eröffnet dann noch eine neue Soundwelt für uns, es klingt für mich wie Sun People’s Interpretation des Autonomic Sounds. Aber er geht die Sache wieder ganz eigen an und kopiert nicht wahllos eine Idee, die schon einmal da war. Wieder wirkt der Tune auf den ersten Blick zurückhaltend und minimal, ist dabei aber trotzdem maximal im Erschaffen von Klangwelten. Black Sphere nimmt sich die Zeit erst einmal langsam zu starten und die Hörer*innen mitzunehmen, ohne direkt mit der Tür in’s Haus zu fallen und steht damit in perfekter Harmonie zu den anderen drei Tracks der These Days EP.

Kaufen kann man das Release ab heute digital und analog auf Vinyl bei Bandcamp.

Dub​-​Stuy presents Santa Muerte Riddim [DS-RS004]

Das Dub-Stuy Label aus Brooklyn beweist das das jamaikanische Riddim Konzept auch 2019 noch Sinn macht. Vorausgesetzt, man hat so einen Producer wie Jonah Freed am Start, der mal eben einen schwingenden, kopfnickenden und tiefgründigen Hip Hop Beat auf 80 BPM produziert, über den dann drei Hochkaräter an MCs aus der ganzen Welt rappen dürfen. Das Original funktioniert auch ohne Vocals prima, was ja immer schon ein gutes Zeichen ist. Rider Shafique vertritt Bristol und serviert uns eine von seinen reflektierten, laid back Nummern, die perfekt auf diese Art von Beat passt. Jahdan Blakkamoore aus New York City bringt dann ein wenig mehr Reggae mit, was dem Track aber auch gut steht. Pupajim von Stand High Patrol ist dann der dritte MC im Bunde und durch seine Vocals bekommt der Santa Muerte Riddim fast schon etwas leichtes und fröhliches. Drei wirklich unterschiedliche Tracks, obwohl ja alle auf demselben Riddim beruhen, so soll es sein! Und so reflektiert diese 12″ auch wirklich gut die Geschichte und die Vielseitigkeit der weltweiten Soundsystem Kultur.

Das digitale Release ist anscheinend seit heute erhältlich, die Vinyl kann man schon vorbestellen, muss sich dann aber noch bis November gedulden.