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TMSV – Ego Death EP [EARTHBASE01]

Om Unit splittet sein Cosmic Bridge Label ein wenig auf, Cosmic Bridge als Hauptlabel wird weiterhin experimentelle Bassmusik veröffentlichen, dazu gibt es dann jetzt aber noch die Earthbase Serie, wo mehr cluborientierte Musik erscheinen soll. Den Anfang für Earthbase macht TMSV, der auf vier Tracks zeigt, wie gut er seinen Dubstep Sound nach 160 bzw. 85 BPM transportieren kann. Wir hören Einflüsse aus Dancehall, Jungle und Footwork, aber eben alles auf diese unaufgeregte Art, die trotzdem im Club funktioniert. Getragen werden die basslastigen Nummern (wie so oft bei TMSV) von wirklich guten Synth Lines,  die die Tracks zu etwas wirklich besonderen machen. Unten könnt ihr Nobody Asks streamen, den Rest gibt es dann ab dem 8. März bei Bandcamp, wo man auch die Vinyl oder den digitalen Download kaufen kann.

Om Unit x Kid Drama – Untitled Works EP [AMB 1905]

Für mich kam das Release hier relativ überraschend, hatte Kid Drama in letzter Zeit mit Releases auf Metalheadz oder seinem eigenen CNVX Label im klassischen Techstep operiert und Om Unit macht ja nun immer schon sein eigenes Ding, immer weiter abseits vom Drum & Bass. 2013 zeigten uns die beiden auf Exit aber bereits schon, was man erwarten kann, wenn sie ihre Kräfte kombinieren, als Om Unit mit einem Feature auf der In Mind EP auftauchte. Anscheinend haben die beiden sich im ruhigeren Autonomic Sound komplett getroffen und über Jahre hinweg dann vier fantastisch entspannte Tracks produziert. Diese haben nun auf dem legendären Apollo Label ein Zuhause gefunden, was wirklich gut zu den Nummern passt. Namen sind Schall und Rauch, deshalb rückt auf dieser EP dann auch die Musik ganz klar in den Fokus.

In ihrem Rucksack aus Einflüssen bringen die beiden natürlich exzellente Voraussetzungen für eine EP auf 170 BPM mit und so hört man wunderschöne Melodien, (fast) keine Snares, viel Echo/Hall und eben den ganz großen Klangteppich, der entsteht, wenn zwei Ausnahmetalente kollaborieren. Die Lieber der beiden zu ausgefeilten Synthie Melodien kommt genauso zum Tragen wie die Liebe zu alten Jungle Sounds oder IDM Beats. Über den obligatorischen “the tracks will cause dancefloor damage” Satz in der Pressemitteilung konnte ich nur schmunzeln, aber die beiden haben ja ihre loyale Fanbase so dass sich die Platte gut verkauft. Eben so gut, dass sie so gut wie ausverkauft ist, aber es gibt ja noch die digitale Version des Releases.

Beatport Podcast: Om Unit (Februar 2019)

Om Unit ist nicht nur ein begnadeter Produzent und DJ sondern einfach auch immer ein guter Gesprächspartner, weshalb ich jedes Interview/jeden Podcast mit ihm gerne lese/höre. Mit HighClassFilter hat er sich nun über seine Reise in der Musik und das Clubsterben unterhalten, welches sich mittlerweile auch in seiner Heimatstadt Bristol deutlich bemerkbar macht.

Om Unit – Violet EP [VIOLET 01]

Ich schrieb es bereits in meinem Best of 2018 Jahresbericht, Om Unit war und ist einer der produktivsten Menschen in dieser Nische der Bassmusik, und das der Output dann auch noch qualitativ so hochwertig ist zeugt schon von einem sehr hohen Level an Kreativität. So kommt es auch, dass ihm seine Cosmic Bridge und Mahakala Labels nicht mehr ausreichen, sondern er einfach mal so eine EP selbst auf Vinyl und als Download veröffentlicht.

Das Teil hört auf den Namen Violet und das sehr stimmige Artwork ließ sich Om Unit dabei mal direkt von Labelkollege Oliver Yorke anfertigen.

Zu hören gibt es eine gelungene Mischung aus Dubtechno und Drum & Bass auf 160 BPM mit viiiiel Raum zum Atmen, vom Halfstep inspirierte Jungle Nummern und allgemein entspannte Sounds mit klaren Strukturen, die leicht an sein Album auf Civil Music erinnern. Es macht also total Sinn, dass Om Unit diese EP eben nicht auf Cosmic Bridge bringt, ist sie doch wirklich ein wenig “anders” als der bisherige Output auf seinem Label. Klar, in jedem Track hört man seinen Stil sehr deutlich raus, es sind aber eben auch vier Nummern die zu Hause auch wunderbar funktionieren und nicht zu 100% für den Dancefloor gepimpt wurden. Om Unit’s Klangteppich nimmt einen somit mal wieder auf eine gedankliche Reise, auf die man sich nur zu gern einlässt.

Die 2×10″ Vinyl Version ist bei Bandcamp bereits ausverkauft, ihr findet aber sicherlich noch einen Online Shop der die Vinyl anbietet, ansonsten bleibt ja noch der Download.

Om Unit – Frameworks Mix (Dezember 2018)

Kurz bevor das Jahr sich dem Ende neigt, gewährt uns Om Unit bereits einen Blick in die Zukunft. In seinem Frameworks Mix für The Operatives mixt er sich durch einen Haufen neuer Tunes, von denen die wenigsten bisher released sind. Mit dabei natürlich viel Material, das wir dann 2019 auf seinem Label Cosmic Bridge hören werden und natürlich seine gerade angekündigte neue EP Violet hat es auch in den Mix geschafft.

Ihr wisst das die Mixe von Om Unit immer eine ganz besondere Reise sind, auch diese 75 Minuten schicken wieder ganz schön ordentlich. Er selbst schreibt zum Konzept des Mixes:

“I’ve been thinking a lot lately about the journey myself and some peers have been on, travelling around the Earth as DJ’s and what I feel we have contributed in some small way to the world of beats/bass/dnb etc.. It’s been such an amazing ride so far, but speaking for myself, I think somehow some years ago I got a little lost amongst the ‘career’ aspect, and in a way let the external forces that come with a relative degree of success in a sense dictate some of my relationship with myself as an artist.

This mix is something of a diagram of the landscape of current music that is important to me both as a DJ and artist, but also a heads up to anyone looking for inspiration, I feel there are nuggets of inspiration in here for potential futures that might be autonomous from any given scene. It is also a showcase of what is to come in 2019 from both myself and the label, in a way a set of ‘frameworks’ for inspiring and forward thinking producers.

Tracklist:

1. Om Unit – The Lake (Samba Remix) (forthcoming Cosmic Bridge)
2. TMSV – Ominous (forthcoming Cosmic Bridge)
3. Krome and Type – New Era (dub)
4. Crypticz – Pathfinder (dub)
5. Om Unit – Righteousness (forthcoming self-release)
6. Fracture – Soundboy Get Nervous (Exit)
7. TMSV – Ego Death (forthcoming Cosmic Bridge)
8. Biome – Yoof (Subp Yao edit) (dub)
9. Om Unit – Shackup (forthcoming self-release)
10. Om Unit – City Lights (forthcoming self-release)
11. OM Unit – Sleeping Dragon (forthcoming self-release)
12. Om Unit – Open Palms Dub (dub)
13. A Fruit – Deep Insight (dub)
14. DJ Fultono – Rogan man (forthcoming Exit)
15. DJ Fultono – Melt Into The Floor (forthcoming Exit)
16. Instra:mental – Vicodin (160 edit)
17. Deep Blue – Oceans Above Live (Partisan)
18. Cold Mission – Sound Bizness (Reinforced)
20. Dub Phizix & Fixate – Hotfoot (dub)
21. TMSV – Nobody Asks (forthcoming Cosmic Bridge)
22. Subp Yao – Let Em down (dub)
23. Kusp – Ritual (feat. Rider Shafique) (Detail Recordings)
24. Margari’s Kid – Challenger (forthcoming Cosmic Bridge)
25. Vromm – Decentralized (forthcoming Cosmic Bridge)
26. J:Kenzo – Dub For Bashenga (forthcoming Cosmic Bridge)
27. Rude Operator – Broken Sky (forthcoming Cosmic Bridge)
28. Bop – Untitled Pattern 48 (Med School)
29. Shiken Hanzo – Spiritual Protection (dub)

Om Unit – Dreadcomms [free]

Om Unit mal wieder in Spendierlaune, mit einem tiefen Track in Richtung Drum & Bass. Ist für mich irgendwie die Quintessenz “seines” Sounds, wenn es dann eher in Richtung Dancefloor gehen soll. Ich höre Referenzen an seinen Shadow Boxing Remix, die Torchlight Reihe und Governer’s Bay. Ist quasi der perfekte Mashup seiner eigenen Musik, aber trotzdem ein Tune, der für sich alleine stehen kann.

Om Unit – Tahatan (O$VMV$M Redux) [Cosmic Bridge]

Das Self Album von Om Unit war ja nicht gerade gefüllt mit Dancefloor Smashern, was ich aber ehrlich gesagt auch nicht erwartet hatte und was auch ein Grund ist, warum ich es immer mal wieder einfach durchlaufen lassen kann. Der einzige wirklich Dancefloor taugliche Track war eigentlich nur die Jungle Nummer Twilight. Irgendwie hatte ich jetzt aber dementsprechend erwartet, dass Om Unit für die Remix EP Künstler aussuchen würden, die das Album ein wenig mehr in die Clubs zurückholen. Tja, Pustekuchen. Om Unit wäre nicht Om Unit wenn er mich als Hörer und Fan nicht hin und wieder überraschen würde. Und so hat er Artists ausgewählt, die vier Stücke seiner LP noch weiter weg von der Tanzfläche holen, als sie es vorher bereits waren.

Einen ganz großartigen Job machen hier Neek und Jabu vom Young Echo Kollektiv, die hier unter ihrem Pseudonym O$VMV$M den Track Tahatan noch weiter reduzieren. Und dabei schaffen die beiden eine so intensive und dichte Stimmung, dass ich mir den Track in Dauerschleife anhöre um annäherend drauf klarzukommen. Wirklich einzigartiger Sound irgendwo zwischen Ambient und Downbeats angesiedelt, mit ganz viel Seele und Sounds die direkt das innere Auge stimulieren.

 

Vorbestellen könnt ihr die EP ab sofort auf der Cosmic Bridge Bandcamp Seite, die anderen drei Remixe stammen von dBridge, SKRS und Sorrow.