Kode9 for Maharishi – Hyperdub 2014-2019 Drive By (Dezember 2019)

Kode9 lässt die letzten fünf Jahre seines Labels Hyperdub Revue passieren und da war wirklich eine Menge los. Ich habe in letzter Zeit viel Lobeshymnen auf Hyperdub gelesen und war ein bisschen so “meh…” aber habe mich dann doch noch mal intensiver mit den letzten Releases auseinandergesetzt und da war wirklich viel Neues, Gewagtes und Gutes dabei. Aber das geht eben manchmal bei Reissues von Burial Singles, Kollaborationen mit Adult Swim oder limitierten Sega Mega Drives unter. Nebenbei veröffentlich Kode9 dann aber eben auch Alben wie dieses, dieses oder dieses hier und pusht damit Genregrenzen oder hilft komplett neuen Musikrichtungen zu einer Plattform. So klingt dann auch sein retrospektiver Mix, eine sehr eklektische Mischung aus allen Ecken und Enden der Bassmusik, bei dem man aber immer wieder Konstanten wie Burial, Cooly G, DJ Rashad oder Kode9 himself trifft.

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Sully – Promo Mix Rupture in Amsterdam (Dezember 2019)

Ende diesen Jahres trifft sich ein Teil der Rupture Crew in Amsterdam um dort zusammen mit Host Yorobi das Melkweg auseinanderzunehmen. Sully ist auch mit von der Partie und war so frei einen Promo Mix dafür aufzunehmen. Prall gefüllt mit allen neuen Tracks in Sachen modern jungle ist der so ziemlich das frischeste was hier die Woche aus den Boxen gepustet kam. Allein das Intro!

Tracklist:

  1. Shell – Untitled [Circadian Rhythms]
  2. Proc Fiskal – Iconoclast [Unreleased]
  3. Outer Heaven Feat. Jesta & Gremlinz – All Headz VIP [Unreleased]
  4. Kiljoy – Ruff Temple [Unreleased]
  5. Kloke – Big Trouble [Fresh 86]
  6. Thugwidow – Hard Rave Aesthetic [Western Lore]
  7. Baransu – IS (Pessimist Remix) [Beat Machine]
  8. Mind Of A Dragon – Dangerous [Dragon Dubs]
  9. Pete Cannon – It’s Like Ecstasy [Unreleased]
  10. Special Request – Vortex 164 (Sully Remix) [Houndstooth]
  11. Blocks & Escher – From The Ashes [Narratives]
  12. Thing – LDN Jungle [Dubthing]
  13. Phineus II – Sheg [Green Bay Wax]
  14. dgoHn – Dolorous Dick’ead [Astrophonica]
  15. X Nation – Something Borrowed Something Screw [Unreleased]
  16. The Meditator – I Wanna Know [Unreleased]
  17. Pixl – Tubby’s Innovation [Unreleased]
  18. Dwarde – What Must I Do [Amenizer]
  19. TMSV – 2094 [TMSV]

Desmond Denker – Candy Shop [DP02]

Desmond Denker kommt hier mit einem Remix Paket von seinem And The Vague Theories Album um die Ecke des Candy Shops gebogen. Drei enge Freunde dürfen Tracks, der auf Modularfield veröffentlichten LP in ihren eigenen Kontext rücken und ihre persönlichen Einflüsse deutlich miteinfließen lassen. Obendrauf kommt dann noch ein Bassador Remix, der von der 10 Jahre Basspräsidium Compilation stammt. Death Trap verwandelt Over The Mountain in eine bleepige Grime Nummer, die mit den genau den richtigen, minimalen Elementen ein Gunfinger Gefühl erzeugt. Gearlad Mandl exploriert dann mit uns das Universum des Digidub Sounds und trifft auch hier genau die richtigen Töne. Bassador’s Version von Strawman liegt irgendwo zwischen den beiden, neigt mit seinem tiefen Bass und der verspielten Melodie doch eher Richtung Dubstep. Der No Insects Mix von Bassador’s Regenwald ist mein Favorit, kombiniert er doch perfekt organische, analoge Sounds mit runtergepitchten Jungle Breaks und rollendem Bass. Das komplette Release bekommt ihr digital via Bandcamp:

rktic – Take it slow – or don’t (Dezember 2019)

rktic mit einem ganz besonderen Mix für Ronny’s Adventskalender. Der Dubtechno DJ aus Hamburg zieht hier einen roten Faden des Dub durch aktuelle Produktionen der Bassmusik und verbindet damit dann klassischen, ruhigen Dubtechno mit dem minimalistischen, technoiden Footwork von DJ Fulltono, Techno der anderen Art von Andrea oder Skee Mask oder Drum & Bass von DB1, Abstract Elements, dBridge, Homemade Weapons oder Shed unter seinem Hoover Alias. Ein wunderbarer Mix, den ich so nie gemixt hätte, der aber trotzdem (oder gerade deshalb) ganz toll funktioniert.

Tracklist:

Tilliander – Respect Existence
Irradial – .04
Silent Harbour – Fusiformis
Claudia Anderson – Momentum
Second Woman – Apart I
(CN)2 Untitled
DB1 – Zukr
Andrea – TP
DJ Fulltono – Melt In To The Floor
Sraunus – Grazuoliu Vasara
Ron Morelli – FXK Ripper
Jon Fay – DS Track
Grad_U – Mars Odyssey
Echologist – Restoration
Ahmad – Metabolism
Skee Mask – Session Add
Brendon Moeller – The Hike
Luigi Tozzi & BLNDR – Dawn
Synkro – Hollow
Jonas Palzer – Human Scale
Abstract Elements – Why?
Hoover1 – Hoover1A
Ninos Du Brasil – Algo Ou Alguém Entre As Àrvores
D104 – Dope
RQ – MCMXCVI
Raam – 32
Homemade Weapons – Shujinko
dBridge – Syncofated
Martsman – Human Error
DeWalta – Lyra p

Various – Forever Ø

Im Juni diesen Jahres verstarb der Wave Produzent Øfdream aus Frankreich, ich hatte ihn gerade mal ein Jahr vorher durch die Anthology Pt. 1 EP entdeckt und mich schwer in seinen Sound verliebt. Nun haben befreundete Produzent*innen eine Compilation zusammengestellt um einerseits einen Tribut für Øfdream und seinen Sound herzustellen und andererseits geht der komplette Erlös der Einnahmen von Bandcamp an die Pierre Deniker Foundation, die sich um die Erforschung und Prävention von Problemen der psychischen Gesundheit kümmert. Auf der Tracklist finden sich logischerweise viele bekannte Namen aus der Wave Szene, aber auch ein exklusiver Track von Lorn ist dabei, mit dem Øfdream auch schon einmal zusammen auf der Bühne stand. Die Musik ist klasse, der Spendenerlös sowieso, lasst also ruhig mal ein bisschen Geld da.