Category: Kaufempfehlung

Mahakala – Tomahawk / The Realms [Mahakala02]

Om Unit reaktiviert erneut sein Mahakala Alias um noch tiefer in die Welt der Jungle Sounds einzutauchen. Seit dem Interview mit DJ Mag wissen wir nun auch, dass es sich bei den Releases um eine Trilogie handelt, wer alle drei haben will, sollte auch diesmal wieder schnell zugreifen.

Tomahawk ist für mich die beste Fusion aus Techstep und Jungle, die ich seit langem gehört habe, die perfekte A-Seite mit klarem Blick auf den Dancefloor. The Realms ist dann wiederum die perfekte B-Seite, die die Energie ein wenig rausnimmt und viel Raum öffnet. Erinnert mich stark an alte Bassbin Nummern erinnert. Wunderbarer Vibe!

HomeSick – 1800AREYOUSLAPPIN [Worst Behavior]

Nach zwei Compilations veröffentlicht das Worst Behavior Label aus New York nun seine erste Single. Die stammt von HomeSick aus Kanada, der eine sehr clubtaugliche Bassnummer abliefert, die gekonnt Elemente aus Ghetto House, Baltimore Club und Jungle mit einem fetten Drive auf 160 BPM vereint. Kurz noch die Ansage nach der Durchwahl abwarten und ab geht’s. Wer könnte bei der oben genannten Mischung also besser als Remixer geeignet sein als Sinistarr? Kaum zu glauben, aber er zieht die Schraube noch ein wenig fester und verwandelt 1800AREYOUSLAPPIN in eine von seinen brodelnden “Chicago meets Detroit” Nummern. Unten gibt’s die Preview für das Original, beide Tracks dann ab dem 31.7. bei Bandcamp.

Yoofee – Nova / Pandadub [SGDN023]

Yoofee limitiert seinen künstlerischen Output ja niemals nur auf ein Genre, wer ihn kennt weiß das sicherlich nur zu gut. Heute gibt es zwei innovative, frische Dubstep Tracks von ihm, die über das Sub Garden Label veröffentlicht wurden. Nova ist die düstere, leicht apokalyptische Nummer, Pandadub kommt dann etwas verspielter und lässiger daher. Zu kaufen wie immer bei Bandcamp.

Roel Funcken – Semtinal Convex EP [MethLab]

Ich bin derzeit eher auf der Suche nach animierender Hintergrundmusik, die man auch beim Schreiben einer Masterarbeit praktisch einsetzen kann. Meine sonstigen Vorlieben fallen da aufgrund von Hektik / Ablenkung schon mal raus, da fiel mir diese EP von Roel Funcken in die (digitalen) Hände. Seine Version von IDM mag ich eigentlich immer sehr gerne, oft verspielt und melodiös, nicht so anstrengend oder verkopft / artsy. Aber eben gleichzeitig doch komplex und interessant. Gefällt mir gerade wahnsinnig gut der Sound. Und beim Blick auf das Label musste ich dann zwei mal hinschauen, aber dicken Respekt an MethLab, dass sie sich auch so einem Sound öffnen und neue Wege gehen!

 

Client_03 – Hope Repeater [APHA018]

Fracture präsentiert uns auf seinem Astrophonica Label vier (schnelle) Electro Tracks vom mysteriösen Client_03 Account. Der kommt als anonyme KI Chatbot/ Programmoberfläche daher und impliziert menschliche Gefühle wie Hoffnung, Interesse oder Wohlstand und “sucht einfach seinen Platz hier”.

Die Spekulationsmaschinen laufen mal wieder auf Hochtouren, ich tippe auf eine Solo Nummer von Fracture himself oder in Kombination mit Lewis James.

Aber wie immer gilt bei mir die Devise das der/die Künstler*in hinter dem Namen nicht so wichtig ist, hauptsache die Musik ist gut. Und das ist sie in diesem Fall hundertprozentig. Die Einflüsse aus Detroit bzw. Düsseldorf sind klar erkennbar und das Tempo passt halt einfach mega gut, um es mit aktuellen Sachen von Sinistarr oder Sun People zu mixen. Die EP erscheint diesen Freitag, unten gibt’s alle vier Tracks im Powerplay. Kaufen wie immer über Bandcamp wo es auch wieder zahlreiche Bundles (T-Shirt, Poster…) zu erwerben gibt.

Ivy Lab – When I Go (official video)

youtube

Interessante Richtung, die Ivy Lab da mit ihrer neuen EP einschlagen. Mehr Dilla, weniger Trap. Mehr Sommer auf dem Festival als düstere Warehouse Raves. Natürlich hört man dann bei den “soulful” Nummern auch eher einen Link zu ihren Liquid DnB Sachen raus, ich fühle da auch eine starke Connection zu den Stray Hip Hop EPs auf Exit (insbesondere Paradise). Gefallen mir sehr gut die vier Tracks, nicht nur weil sie gerade so herrlich zur Jahreszeit passen.

Various – None of the Above [NSY035]

Mit so Compilations ist das ja immer so eine Sache. Oftmals hat man als Konsument das Gefühl sich erstmal durch eine Menge Beiwerk hören zu müssen, bevor man an die wahren Perlen gelangt nur um sich dann am Ende die Frage zu stellen, ob eine EP nicht vielleicht auch ausgereicht hätte.

Silent Dust treten zum Gegenbeweis an und präsentieren uns 13 Tracks, die ihr None60 Label repräsentieren. So gibt es also “emotive, daring, intricate and sometimes challenging music” von bereits bekannten Namen des None60 Rosters auf die Ohren. Lewis James visiert gleich mal wieder die Kopfkino Leinwand an und präsentiert uns ein wunderbar verträumtes Stück Musik, aber auch Hathor, Dissident oder Altitude halten sich mit tiefgehenden, emotionalen Melodien nicht zurück. Teilweise gibt es Ausflüge in Richtung Jungle (Dominic Ridgway) oder Halfstep (Quentin Hiatus), aber nie ohne diesen gewissen Touch, den None60 eben ausmacht.
Mein Highlight ist der Track von Jaskin & Uneven, der sich wunderbar hypnotisch entfaltet und Elemente aus Autonomic und düsteren Steppern zu einem grandiosem Klangteppich verwebt. Genau in der Nummer findet sich dieser von mir beschriebene Vibe perfekt wieder, sie funktioniert auf Kopfhörern zu Hause ebenso gut wie auf dem Dancefloor im Club.

Wer keine Lust auf ein reines Digital Release hat kann sich bei Bandcamp noch eine von 50 Dubplates gönnen, auf der die Tracks von Lewis James und Oliver Yorke zu finden sind.