Category: Kaufempfehlung

Dakin – Skylarking / The Walker [REFORM007]

Dakin mit zwei wunderbaren Tracks für das Reform Music Label aus Portsmouth. Skylarking auf der A-Seite ist ganz klar mein Favorit, eine uplifting Jungle Nummer mit wiedererkennbaren Vocal, das aber noch nicht in tausend anderen Tracks ausgelutscht wurde. Dakin nutzt den Raum des Tracks und setzt an genau den richtigen Stellen neue Elemente wie dubbige Gitarren Riffs, die den Vibe des Tunes komplettieren. The Walker setzt dann eher auf eine leicht trancige Melodie, die von einem treibenden Beat und schnell klickernden Drums getragen wird. Auch hier tut sich wieder viel Platz für atmosphärische Stimmungen auf, die von Dakin dann auch gleich wieder mit den passenden Vocal Samples untermalt werden.

GREAZUS – Golden Hour [AUFLP001]

Wahnsinn, was GREAZUS da derzeit schon wieder über Aufect / Aufect Platinum raushauen. Ich komme mit dem Schreiben gar nicht hinterher, ich denke sie wollten aber auch einige EPs noch vor ihrem Album veröffentlichen. Das ist seit heute via allen gängigen Download und Streaming Portalen erhältlich und enthält eine wirklich gelungene Mischung an allen Genres mit viel Bass, die mir viel Freude bereiten.

Ihre tief verwurzelte Liebe zu Hip Hop kommt sehr gut in Boom Bap / Kopfnicker Tracks wie Smooj, Tearz oder IKC rüber aber auch moderne Hip Hop Einflüsse gibt es in Halfstep Bangern wie Gap The Mind VIP, Fuck Em oder der Kollaboration mit Shield zu hören. Apropos Kollabos. GREAZUS schwören auf die gemeinsame Arbeit mit befreundeten Produzenten und deshalb gibt es auf Golden Hour auch gleich mal 9 Feature Tracks mit 7 verschiedenen Artists zu hören. Die Philosophie geht voll auf, bringt doch jeder der Künstler seine eigene Soundpalette mit und lässt das Album so sehr interessant und divers klingen. GREAZUS gelingt es mit ihrer Debüt LP ihren Hybrid Sound auf 16 Tracks zu manifestieren, ohne sich dabei strikt auf ein Genre festlegen zu müssen bzw. zu wollen. So muss das sein, finde ich!

HØST – Constellations EP [AUFP007]

HØST hat gerade eine wirklich gute EP auf Aufect Platinum veröffentlicht, die voller Hip Hop Mutanten zum Kopfnicken ist. Der Titeltrack startet smooth und elegant, schöne Melodien und weit entfernt verhallte Vocals gehen eine schöne Symbiose ein, der Bass schlummert schön tief unter allem – Hängemattensound. Auf Watch It geht es dann schon etwas direkter zur Sache, der Beat stampft, die Vocal Samples kommen auch ein wenig druckvoller, der hier wandert direkt in die Dancefloor Playlist. Kein Wunder, dass sich Thelem genau diesen Track dann für seinen Remix ausgesucht hat, er packt nochmal 25% an Energie auf das Original obendrauf und präsentiert einen clubbigen und drückenden Halfstep Track. Amsterdam mit seinem sich ewig wiederholenden Vocal und leichten Jazz Anleihen schlägt dann wieder in eine ähnliche Kerbe wie Constellations, alles dope Beats auf ganz hohem Niveau. Zum Abschluss wird es mit Give Me More dann noch ein wenig knarziger, aber ohne nervig zu werden. HØST liefert dazu einfach immer interessante Drum Patterns und genug Abwechslung, so dass hinter jeder Ecke immer etwas neues wartet. Unten könnt ihr die EP streamen, kaufen wie immer bei Bandcamp!

Champion Sound – Warn Dem / Halcyonic & G Roots ft. Vale Remix [DUBCOM005V]

Das russische Trio Champion Sound veröffentlicht dieser Tage ihr erstes Vinyl Release auf dem Dub Communication Label aus Rotterdam. Da ihre Vision von Dub in der modernen Welt der Bassmusik angesiedelt ist, trifft sie auch meinen Geschmack, die bekannten Elemente aus organischen Drums und Samples klingen nach Soundsystems und Open Airs und passen perfekt zum nahenden Frühling. Auf der B-Seite gibt es dann noch einen gelungenen Remix von Halcyonic & G Roots und Vale an der Trompete!

13.04.: 5 Jahre Eat The Bass, Berlin

Die Eat The Bass Crew feiert ihren fünften Geburtstag und ich freue mich sehr Teil ihres Geburtstags Line Ups zu sein! Wirklich wahnsinn was die Crew da seit fünf Jahren auf die Beine stellt und wie dort jedes mal auf’s neue der Untergrund zelebriert wird. Der Rest des Line Ups ist auch ziemlich magisch, sollte wirklich für jede/n Bassliebhaber/in etwas dabei sein. Und die Anlage vor Ort weiß ja auch jedes mal wieder zu überzeugen.

Wer mit der Ortsangabe auf dem Flyer nichts anfangen kann, checkt mal das Event bei facebook oder schickt mir hier ‘ne Nachricht, dann helfe ich gerne weiter! ;) Denn auch wenn die Location nicht ganz einfach zu finden ist, will man so schnell nicht wieder weg wenn man erst einmal dort ist.

Kabuki – Stush / Alkaline [HM 018]

Das Halogen Music Label aus Belgien meldet sich mit zwei dicken Nummern von Kabuki zurück. Stush entstand aus der Inspiration der New Forms Parties in Japan komplett im Flugzeug auf dem Heimflug nach Frankfurt, ich finde man hört dem Track diesen Vibe auch deutlich an. Wie immer bei Kabuki gibt es einen Hybrid zwischen Autonomic, Halfstep und Drum & Bass, so auch bei Stush, wo zunächst die Melodie in den Track hineinführt und sich zu dem steppenden Beat dann immer mehr (Rhythmus-) Elemente gesellen. Der Track baut so einen schönen Spannungsbogen und wird nie langweilig.

Auch Alkaline nimmt sich viel Zeit mit dem Aufbau, droppt dann nach zwei Minuten in einen tiefen, drückenden Bass und überrascht dann durch ein clever gesetztes E-Gitarren Sample (?). Unten könnt ihr in beide Tracks reinhören, das Release kauft ihr wie immer am besten direkt bei Bandcamp.

Dolenz feat. Guilty Simpson- Pull [EXIT 084]

Dolenz mit seiner zweiten EP für Exit, diesmal mit lyrischer Unterstützung von Rapper Guilty Simpson aus Detroit. Der Original Beat klingt bedrückend düster und organisch, was sicherlich auch daran liegt, dass Dolenz alle Sounds für den Track selbst bei einem “model making workshop” aufgenommen hat. Ihr hört ihn also an der Kreissäge oder am Laser Cutter herumhantieren, die Snare ist ziemlich eindeutig irgendwas das auf Metall haut, alles natürlich gefiltert und processed, bis es am Ende dann so im Song landet. Das Ergebnis ist auf jeden Fall beeindruckend klaustrophobisch und dicht von der Stimmung. Guilty Simpson greift den Vibe gut auf und passt auch mit seinem Flow ansonsten perfekt auf den Beat. Remixe kommen einerseits von der Darkhouse Family, die ja mit ihrer EP perfekt bewiesen haben wie moderner Hip Hop geht. Hier flippen sie den Vibe einmal komplett und kommen mit entspannten Synths und neuen Drums daher. Steht dem Track auch ganz gut und ist mal wirklich ein guter Gegenpart zum Original. Exit Boss dBridge ist ja nicht erst seit der EP von Stray ein Hip Hop Fan und schnappt sich den Track dann auch gleich mal selbst zum remixen. Er bleibt nah am Ausgangsmaterial und konzentriert sich eher darauf die organischen und rauen Samples noch weiter zu verfeinern. Man kommt also etwas schneller in den Kopfnicker Modus und es fließt alles ein bisschen flüssiger. Abgerundet wird die EP durch einen zusätzlichen Beat von Dolenz und die Instrumental Versionen des Originals und von dBridge’s Remix.