Category: News

Barclay Crenshaw ft. Cam & China – The Baddest (official video)

youtube

Der mysteriöse Produzent Barclay Crenshaw mit einer neuen single inklusive den rappenden Zwillingen Cam & China. Obwohl der glaube ich gar nicht mehr so mysteriös ist und mittlerweile viele seinen Namen kennen. ;) Macht auf jeden Fall Laune der Track, auch wenn es eine Spielart von Hip Hop ist, die ich mir nicht jeden Tag geben könnte.

Lewis James – Featherstone EP [RUA 005]

Am 2. März erscheint das nächste Release auf Rua Sound , diesmal konnten die Jungs vier Tracks von Lewis James ergattern. Sein Sounddesign und die Ideen sind für mich im Nischenbereich “Halfstep” einzigartig, so dass es mir manchmal schwer fällt Tunes zu finden, die sich mit seinen Produktionen mixen lassen ohne das danach die Energie und der Vibe komplett flöten gehen. Schon der Opener Nutso ist so eine Nummer, fängt ganz unbedarft mit einer schönen Melodie an, nur um dann Sekunden später in eine böse und treibende Bassline zu droppen, die einen sofort mit auf die Welle nimmt. Eben ein “mechanised tech-noir future hip-hop cut”, wie es beim DJ Mag heißt. Auch auf dem Rest der EP darf sich Lewis James froh austoben, sei es im fast schon klassischen Hip Hop Terrain mit dem Rapper 18andCounting oder einer sanften Vocal Nummer mit Alison White.

Rua Sound macht für mich wieder alles richtig. Sie bleiben nicht stehen und wiederholen das was bereits in der Vergangenheit funktioniert hat, sondern gucken in die Zukunft und verbinden Musik über verschiedene Genregrenzen hinaus. Trotzdem bleibt der Fokus auf dem einen Detail bestehen, dass sie alle miteinander verbindet: Bass.

Man kann die EP bereits ab jetzt vorbestellen, bevor sie dann digital und als Vinyl am 2. März erscheint.

WavWavWav – Ad Astra / Inner Train [RBC001]

Nachdem Penelope mit ihrem Royal Beat Club bereits seit über 10 Jahren in Düsseldorf als Veranstalterin und DJ aktiv ist und damit auch schon aktiv den Nachwuchs in ihrer Stadt gefördert hat (der jetzt bei ihr auflegen darf), kommt nun das eigene Label. Vinyl only versteht sich, so wie es beim RBC seit jeher die Regel gewesen ist. Die Katalognummer 001 von WavWavWav (natürlich auch aus Düsseldorf) kann man unten anhören. Der hat für RBC zwei deepe und dubbige Tracks mit viel Fokus auf Bass und Melodien im Gepaäck. So wie Dubstep eben sein muss. Augen zu und zum Bass meditieren. ein Release Datum gibt es glaube ich noch nicht. Ich halte euch aber auf dem Laufenden.

Various – The Insurrectionists EP [OTHCDSUB 002]

Wahnsinnig gute EP auf dem Othercide Label, bei der sich Posij, Glÿph & Survey, Ak:Hash und Høst die Klinke in die Hand geben. Besonders El Conquistador und Mad City sind instant favourites! Zu kaufen gibt es die EP digital bei Bandcamp.

 

Blackdown über das Pro und Contra von Vinyl im Jahr 2018

DVS1 und seine Plattensammlung. Bild via RA.

Neulich machte ein etwas komischer Blog Artikel von The Flashbulb die Runde, in dem er auf die negativen Eigenschaften von Vinyl auf die Umwelt aufmerksam machen wollte. Seine Kritik wollte bei mir allerdings nicht so ganz ankommen, endete er seinen Artikel doch mit den Worten: Naja, und ich schreibe diesen Artikel aus einer Wohnung mit Klimaanlage und fahre einen SUV, der ordentlich Benzin schluckt. Vinyl bleibt im Gegensatz zu Benzin erstmal als Produkt erhalten (und verpestet nach der Umwandlung der Energie nicht die Luft) und man schmeißt es nicht sofort nach einmaliger Benutzung weg. Ganz unrecht hatte er natürlich nicht, PVC besteht nun mal aus Öl und besonders das Plastik der Schallplatten lässt sich schlecht bis gar nicht recyclen, was besonders bei Fehlpressungen ärgerlich ist. Darüber gab es hier neulich einen Artikel von The Vinyl Factory.

Blackdown, Chef des Keysound Labels aus London und Dubstep Pionier seit Tag 1, hat sich nun seine eigenen Gedanken zum Thema Vinyl im Jahre 2018 gemacht. Ich verfolge seine Diskussion schon länger auf Twitter und finde es sehr interessant, dass er öfter mal die Zahlen auf den Tisch legt, die zeigen mit welchem Medium er am meisten an seiner Musik verdient. Ganz vorne standen dabei in 2017 Streaming Dienste wie Spotify oder Apple Music. Auch wenn die einzelnen Streams dort nur Cent Beträge abwerfen, summiert sich das anscheinend recht schnell, wenn die Musik oft gehört und geklickt wird. Und die Produktionskosten sind natürlich gering bzw. gehen gen Null. Anders als bei Vinyl, wo man heutzutage schon schnell 1500 € für 300 Platten auf den Tisch legen muss. Und die muss man dann auch erstmal noch verkaufen. Denn wie Blackdown richtig schreibt: 90% der Künstler auf seinem Label wollen ein Vinyl-Release, allerdings ist es fraglich ob ihre Fans das auch kaufen wollen. Und am Ende kommt man dann bei +/- 0 raus, wo bei Downloads oder Streaming im Gegenzug tatsächlich Geld an Label und Künstler zurückfließen. Plastician hat mit seinem Terrorhythm Label ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, ebenso Blu Mar Ten.

Ich selbst verweigere mich (bisher) noch Streaming Diensten, anscheinend bin ich dann doch zu old school. Aber wenn jetzt selbst Om Unit, Fracture oder Last Japan Playlisten kuratieren gibt’s bald wohl kein Entkommen mehr.

In einem langen Blogpost widmet sich Blackdown nun dem Thema Vinyl releasen oder nicht und spricht dabei wichtige Punkte wie Übersichtlichkeit, Minimalismus, Selektion durch Algorithmen oder das DJing an sich an.

http://blackdownsoundboy.blogspot.de/2018/01/the-case-for-and-against-vinyl-in-2018.html