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Comma / A.Fruit – Gasworks / Gonman EP [RUA 007]

Auch auf ihrem siebten Release kann die Rua Sound Crew mich auf’s Neue begeistern, diesmal kommen sie mit einem doppelten A-Seiten Release an den Start, bei dem Comma aus Oakland und A.Fruit aus Moskau sich die Klinke in die Hand geben. Auch wenn die beiden Tracks auf den ersten Blick einen recht unterschiedlichen Ansatz haben, passen beide doch perfekt zu Rua und dem Trademark Sound des Labels. Comma bedient mit seinem Track Gasworks eher die glitchige Halftime Schiene, der dann alllerdings in einem Remix von Wunderkind Itoa gleich mal in ein fetziges 4/4 Percussion Monster verwandelt wird.

A.Fruit mit drückendem Drum & Bass und Reggae Vocals, die dann sehr passend von TMSV in ein neues Remix Gewand gepresst wird. Der lässt es sich nicht nehmen seine unterschwelligen Jungle Breaks auszupacken und dem Original so noch ein wenig mehr Drive zu verpassen.

Release Date ist Freitag, der 12. Oktober und vorbestellen könnt ihr die 12″ und den Download via Bandcamp.

EAN & Jon1st – Volume I

Ich freue mich sehr, dass das Powerduo EAN und Jon1st sich im Studio zusammengefunden hat und eine fette EP mit vier Tracks produziert hat. Spielt sich alles im höheren BPM Bereich ab, es gibt eine gelungene Mischung aus Halfstep Beats und Juke Nummern, wobei mir die Clubnummer Move Back am besten gefällt, erinnert sie mich doch an die erste EP von EAN auf Cosmic Bridge. Die EP kann man bei Bandcamp digital kaufen.

FFRW – Send In The Wolf (September 2018)

Das Duo FFRW und ihre Eat The Bass Crew machen schon seit langer Zeit Parties in Berlin und legten als DJ Duo auf diversen Festivals auf. Mit ihrer Partyreihe sorgen sie dafür, dass die Underground- und DIY-Kultur dem Berliner Partyleben nicht ganz abhanden kommt, jeder der schon einmal auf einer ihrer Sausen war, wird das sicherlich bestätigen können.

Dazu tragen auch ihre Mixe bei, die ich mir immer regelmäßig bei erscheinen anhöre. Jedes mal sind sie vollgestopft mit genreübergreifender, genialer Bassmusik, bei der selbst ich alter Nerd öfter mal nach einer ID fragen muss. Und dazu dann noch trotz der vielen vertretenen Stile immer schön im Flow gemixt, alles handselektiert, auf 2 Plattenspielern und mit Vinyl. Finde ich ja heutzutage schon erwähnenswert… ;) Ihre neueste Mische ist mal wieder ein wunderbares Beispiel, weshalb ich sie euch auch wärmstens empfehle.

Tim Parker – Solid Steel Radio Show (24.08.2018)

Tim Parker, seines Zeichens Resident DJ beim 20/20 Label von Ivy Lab, wird demnächst seine erste Solo EP auf genau diesem Label veröffentlichen. Wir kennen ihn sonst ja eher als DJ, sehr häufig hatte ich hier schon seine Radioshow You’ll Soon Know verbloggt. Stilistisch ist er tief im Hip Hop verwurzelt, konzentriert sich da aber eher auf die Newschool Sachen aus der Beatmaker Szene in LA oder eben Tracks von Leuten auf dem 20/20 Label.

Genauso klingt dann auch sein Mix für die Solid Steel Radioshow wo Beats von Flying Lotus oder Samiyam auf Tracks von Deft, Ivy Lab oder Dolenz treffen.

Tracklist:

Up High Collective – All Ending
Jonwayne – Gumbo Baby
Samiyam – Jerky
Jonwayne – NeckBrokesBlues (ft. Mndsgn)
Josip Klobucar – Potatoes (Forthcoming Izwid)
Captain Murphy – Between Villains
Milkavelli – Rotten Milk Instrumental (Beattape edit)
Hekla – Picked Fruit Curry
Hast – Lucky
No Puls – Sandpaper
No Puls – All in The Details
Flying Lotus – Data Entry (Forthcoming Izwid)
FilosofischeStilte – People Are Acting Like (Dagger DX VIP)
Deft, Tehbis & Touchy Subject – Sesame Street VIP
Elias Zaidan – Forsaken Dreams VIP
Crimes! – 559 Drip
Ivy Lab – Fortune Teller
Deft – Rollon (20/20)
Ivy Lab – Voltage
Ivy Lab – Hotel Motel (Forthcoming Critical)
Darkhouse Family – Mein Atari (Dibiase Reflip)
Dolenz – Hey
Dza – Finger Snaps
Dolenz – Jvsr
Crimes! – Hevee
Shlomo – Shitface
Tim Parker – Warped Wing
Quasimoto – The Exclusive

Chrizpy Chriz – Scattered [VALE]

Das VALE Label entstand aus einer Zusammenarbeit von Fans der düsteren Seite der Bassmusik, die irgendwann beschlossen jungen Talenten eine Chance zu geben und ihre Tracks einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Mehr zu den Hintergründen könnt ihr in diesem Interview nachlesen. Vom neuen Release des Künstlers Chrizpy Chriz gefallen mir zwei Tracks außerordentlich gut, die eher in Richtung Hip Hop schielen. Einflüsse von Künstlern wie EPROM oder Ivy Lab lassen sich nicht leugnen, aber trotzdem behält Chrizpy Chriz einen eigenen Stil und ist keine schlechte Kopie. Bleepige Melodien, ein leicht versetzter, kopfnickender Beat und dicker Bass zeichnen seinen Track Scattered aus, den es als “name your price-Download” via Bandcamp zu erwerben gibt.

Thieves Of Happiness schlägt in eine ähnliche Kerbe, auch wenn es hier noch einen Ticken weirder zugeht. Der Rest der EP ist mir leider zu “Neurohop” mäßig, aber ihr könnt ja trotzdem gerne reinhören! ;)

Various – Worst Behavior Vol. 1

Anna Morgan und Bell Curve, zwei DJs, Producer und Veranstalterinnen aus New York haben nun auch ihr eigenes Label und eine Partyreihe gegründet, die den Namen Worst Behavior trägt. Die erste Veröffentlichung ist eine Compilation mit sieben Tracks von befreundeten Produzenten und Produzenten, von denen euch einige sicherlich bekannt sind. DJ Madd liefert mal wieder einen Hit ab, der sich irgendwo zwischen Dub und Jungle bewegt, Bell Curve herself, soon und PlayPlay liefern zuckende Juke Tracks ab, die aber immer auch Einflüssen von anderen Genres beinhalten und Hendy liefert für mich den besten Track des Releases ab: ein Halfstep Monster namens What Herbie Said.

Die sieben Nummern sind wirklich abwechslungsreich und alle für sich wirklich gut. Ich freue mich schon auf die nächsten Releases aus dem Hause Worst Behavior.