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Various – Worst Behavior Vol. 1

Anna Morgan und Bell Curve, zwei DJs, Producer und Veranstalterinnen aus New York haben nun auch ihr eigenes Label und eine Partyreihe gegründet, die den Namen Worst Behavior trägt. Die erste Veröffentlichung ist eine Compilation mit sieben Tracks von befreundeten Produzenten und Produzenten, von denen euch einige sicherlich bekannt sind. DJ Madd liefert mal wieder einen Hit ab, der sich irgendwo zwischen Dub und Jungle bewegt, Bell Curve herself, soon und PlayPlay liefern zuckende Juke Tracks ab, die aber immer auch Einflüssen von anderen Genres beinhalten und Hendy liefert für mich den besten Track des Releases ab: ein Halfstep Monster namens What Herbie Said.

Die sieben Nummern sind wirklich abwechslungsreich und alle für sich wirklich gut. Ich freue mich schon auf die nächsten Releases aus dem Hause Worst Behavior.

RBYN – Live at Fusion 2018 (Triebwerke)

Viele befreundete Künstler von mir fahren jetzt erst hin, ich blicke bereits auf zwei Tage Fusion zurück. Es war mal wieder eine sehr schöne und intensive Zeit in Lärz, das Wetter war perfekt und auch sonst war alles wieder professionell und einfach gut. Der Unterschied zu den Jahren davor war diesmal nur, dass ich wirklich einen Haufen Leute vor Ort kannte und auch bei meinem Set einige bekannte Gesichter in der Crowd erblickt habe, was mich sehr gefreut hat!

Ich habe von 4-6 auf der Triebwerke Bühne gespielt, die dieses Jahr in den Hangar hinein gebaut worden war und einen halboffenen Charakter hatte. Gen Morgen hin kam man als DJ so auch in den Genuss des Sonnenaufgangs, immer ein ganz besonderer Moment auf Festivals. Ich spielte nach 4 Stunden Hard Tek, aber glücklicherweise blieben viele Teile der Crowd und tanzten auch zu meinen Drum & Bass und Jungle Sounds. Vorneraus also etwas intensiver, juke-infizierter und zum Ende hin dann (Old School) Jungle Vibes passend zum Sonnenaufgang.

Nicht alle Übergänge sind 100% perfekt, aber wie schrieb Ronny so passend: Live ist live.

Lynch Kingsley – Echosystem EP [RUA006]

Nächste Woche erscheint die nächste EP auf dem Rua Sound Label, diesmal aus der Feder von Lynch Kingsley. Der hat diesmal seine breaklastigen Drumworks mit dubbigen Einflüssen vermischt und damit genau den Sound von Rua getroffen. Mit Eternal Sunset startet der 4-Tracker aber zunächst etwas ruhiger, Lynch Kingsley rollt eine warme Melodie über einen Bassteppich aus, der von rollenden Percussions begleitet wird. Die VIP Version von Wild Obsession ist dann schon düsterer, die Vocals von Block Mameli werden von flirrenden Breakbeats umgarnt und dazu gesellt sich dann noch ein wütender Subbass, der dem ganzen Track noch mehr Drive gibt. Echosystem ist dann Dub auf 85 BPM, organische Sounds, ordentlich Hall und Echo und dazu ein steppender Beat runden meinen Lieblingstrack auf der EP ab. Den letzten Track, eine Kollaboration mit Neve von The Dreamers, habe ich in letzter Zeit häufiger in DJ Sets gehört. Kein Wunder, das eingängige Vocal Sample gepaart mit altbekannten Drums sorgen für ein gewisses Nostalgie Feeling, aber der Tune macht dennoch schnell klar das er aus dem Jahre 2018 stammt. Irgendwie halfsteppig zurückhaltend aber dann doch wieder schnell und nach vorne gehend, genau der richtige Hybrid Sound für den Dancefloor eben.

Mal wieder ein sehr gelungenes Release auf Rua, die derzeit wirklich eine gute 12″ nach der anderen releasen. Pre-order wie immer bei Bandcamp.

SISTER MARY – 7th Incision EP [AUFP004]

Mark Instinct hat ein neues Alias am Start, unter dem er gerade eine ziemlich geile EP auf Greazus’ Aufect Platinum Label veröffentlicht hat. Als SISTER MARY kümmert er sich weiterhin um Tracks mit viel Subbass, diesmal aber auch auf anderem Tempo als 140 BPM. Die vier Nummern auf der 7th Incision EP haben alle einen düsteren, melancholischen Touch, der perfekt zum Cover selbst passt. Coalescence, diese dubbige Trap Nummer, hat mich sofort von den Socken gehauen, aber die drei schnelleren Tracks dürften sicherlich auch einige Clubwände zum Wackeln bringen. Hier sticht für mich ganz klar der 7th Incision raus, bei dem sich ein eindringliches Vocal Sample mit einer düsteren Melodie paart und so eine ganz besondere Stimmung entsteht. Kaufen könnt ihr die EP bei Bandcamp.

Shu, RBYN – Sub.FM (16.05.2018)

Gestern erfreuten sich alle Beteiligten bester Gesundheit und ich konnte mich auf den Weg einmal quer durch die Stadt in Shu‘s Studio machen. Die erste Stunde gibt es von ihm Soundtrack Musik, Hip Hop Beats und danach dann den gewohnt guten Sound um die 140 BPM. Ich habe die zweite Stunde übernommen und das Tempo ein wenig angezogen, bin dem Vibe aber treu geblieben. Nachhören könnt ihr die Show nun auf Soundcloud (wo Shu sie schneller hochgeladen hatte als ich zu Hause sein konnte…).

Various – Future Sound of Leipzig [DICC001]

Beim letzten Release auf Defrostatica (die EP von Schmeichel) schrieb ich noch, dass TINA und Booga sich nun wieder vermehrt um die lokale Szene ihrer Heimatstadt kümmern. Prompt kommt das nächste (Mutanten) Mammut-Projekt an den Start. Eine Compilation namens Future Sound of Leipzig, auf der 17 Tracks von 19 Artists zu finden sind. Da so viele Tracks schwer auf Vinyl unterzubringen sind, gibt es dieses Mal CDs oder halt den Download zu kaufen.

Zu hören gibt es also die Zukunftsmusik aus Leipzig, Defrostatica hat sich bei einigen Newcomern aber auch alteingesessenen Artists umgehört und dort wahre Schätze entdeckt. So gibt es Footwork Tracks von Alec, DJ YumYum, Mute-ation oder SicStyle, Jungle von Maltin Worf oder RUZ oder Halfstep von KJUBI oder BRKN1. Und dazwischen immer mal wieder mutierte Bassmusik, die sich nirgendwo so recht einordnen lassen will, aber trotzdem wunderbar ihren Platz findet. Abgerundet wird die Compilation durch zwei Remixe von LXC und Labelchef Booga, die die ersten Releases auf Defrostatica im Remixgewand noch einmal neu auferstehen lassen.

Das Release wird heute in der Distillery zelebriert, wo eine Record-Release-Party stattfindet, auf der nahezu alle Künstler/innen der Compilation vertreten sind. Supporten könnt ihr das Release via Bandcamp, wo ihr die Compilation als CD und im digitalen Download kaufen könnt.

 

Noh Vae – Infinite Sequence Podcast #019 (Mai 2018)

Genau passend zum Release seiner EP ist Noh Vae heute auch mit einem Mix bei meinen Dresdner Freunden von Infinite Sequence am Start. Auf 40 Minuten stellt er uns seine Soundwelt vor, bei der die fiesen Breaks immer ein wenig unter der Oberfläche brodeln, aber immer mal wieder durch den Subbass hervorblitzen. Natürlich gibt es auch die Tracks seiner The Flow EP zu hören, neben Dubs und aktuellen eigenen Produktionen, die noch nicht einmal Namen haben weil sie so frisch sind.

Tracklist:

Oliver Yorke – The Chamber
Mark Kloud – Turn The Cycle
Vortex – Flood
Bredren – The Sewers
RoyGreen & Protone – Speak The Truth (Bladerunner Remix)
Root For The Villain & Calculon – Collusion
Solace – Absolute
J.nomad – Twelve Miles
Lewis James – Lomp
Lungz – Buoyant Jarvis
Noh Vae – Double Standards
Kid Kun x Redraft x HP Ritch – Awake
D-Code & Psylence – Forever
Margari’s Kid – Pwd
DJ Madd – Badboy Selection
Doctor Jeep – Jawbreaker (DJ Madd Remix)
Lynch Kingsley & Neve – ??
Noh Vae – Flow
Metafloor – Mo Power
Metafloor – Chompa
Lewis James – Clash
Groves – Isopod
Noh Vae – Shaka (Digid Remix)
Noh Vae – ??
Noh Vae – ??