Category: Release

Lynch Kingsley – Echosystem EP [RUA006]

Nächste Woche erscheint die nächste EP auf dem Rua Sound Label, diesmal aus der Feder von Lynch Kingsley. Der hat diesmal seine breaklastigen Drumworks mit dubbigen Einflüssen vermischt und damit genau den Sound von Rua getroffen. Mit Eternal Sunset startet der 4-Tracker aber zunächst etwas ruhiger, Lynch Kingsley rollt eine warme Melodie über einen Bassteppich aus, der von rollenden Percussions begleitet wird. Die VIP Version von Wild Obsession ist dann schon düsterer, die Vocals von Block Mameli werden von flirrenden Breakbeats umgarnt und dazu gesellt sich dann noch ein wütender Subbass, der dem ganzen Track noch mehr Drive gibt. Echosystem ist dann Dub auf 85 BPM, organische Sounds, ordentlich Hall und Echo und dazu ein steppender Beat runden meinen Lieblingstrack auf der EP ab. Den letzten Track, eine Kollaboration mit Neve von The Dreamers, habe ich in letzter Zeit häufiger in DJ Sets gehört. Kein Wunder, das eingängige Vocal Sample gepaart mit altbekannten Drums sorgen für ein gewisses Nostalgie Feeling, aber der Tune macht dennoch schnell klar das er aus dem Jahre 2018 stammt. Irgendwie halfsteppig zurückhaltend aber dann doch wieder schnell und nach vorne gehend, genau der richtige Hybrid Sound für den Dancefloor eben.

Mal wieder ein sehr gelungenes Release auf Rua, die derzeit wirklich eine gute 12″ nach der anderen releasen. Pre-order wie immer bei Bandcamp.

Dissident – Apnoea / Anabasis [NSY028]

Dissident definiert Tiefe für None60 noch einmal neu und kreuzt auf Apnoea gekonnt Dubtechno mit Drum & Bass. Er holt die ganz langen Flächen raus und lässt sich mit dem Aufbau auch schön viel Zeit. Die ersten Beats vernimmt man nämlich erst nach 1 Minute und 40 Sekunden, danach geht der Trip in die Tiefen von Dissident’s Sound dann los. Vocal Samples und immer mehr Elemente bahnen sich den Weg in den Tune, bis das ganze dann zum Ende hin richtig böse wird.

Ganz im Gegensatz dazu steht die B-Seite, auf der eine wunderbare Melodie von Subbass und lockerem Drumwork getragen wird. Auch hier wird eher der Kopf als das Tanzbein angesprochen, aber die Reise lohnt sich! Kaufen kann man das Release bei Bandcamp.

SISTER MARY – 7th Incision EP [AUFP004]

Mark Instinct hat ein neues Alias am Start, unter dem er gerade eine ziemlich geile EP auf Greazus’ Aufect Platinum Label veröffentlicht hat. Als SISTER MARY kümmert er sich weiterhin um Tracks mit viel Subbass, diesmal aber auch auf anderem Tempo als 140 BPM. Die vier Nummern auf der 7th Incision EP haben alle einen düsteren, melancholischen Touch, der perfekt zum Cover selbst passt. Coalescence, diese dubbige Trap Nummer, hat mich sofort von den Socken gehauen, aber die drei schnelleren Tracks dürften sicherlich auch einige Clubwände zum Wackeln bringen. Hier sticht für mich ganz klar der 7th Incision raus, bei dem sich ein eindringliches Vocal Sample mit einer düsteren Melodie paart und so eine ganz besondere Stimmung entsteht. Kaufen könnt ihr die EP bei Bandcamp.

Tinkah – A Dream In The Life Of [PS 007]

RUZ aus Leipzig hat sich in letzter vermehrt um sein Tinkah Alias gekümmert und unter diesem Namen erschien auch jüngst ein Tape Release auf dem Pattern//Select Label.

Der Titel lässt es bereits erahnen, Tinkah vertont auf dem Tape einen Traum und jedes Segment / jeder Track repräsentiert eine eigene Traumphase. So klingen die Tunes dann manchmal auch tiefenentspannt oder eben etwas düsterer, hypnotischer oder aufgeregter. Man fühlt sich vom ersten Track an sofort mit auf eine Reise genommen, gerade da die sphärischen Melodien und genialen Sounddesigns selbst zum Träumen einladen und die Tracks sich in perfekter Reihenfolge aneinander schmiegen.

Zu dem Tape gibt es noch ein spezielles Booklet, welches für jeden Track mit einem eigenen Artwork daherkommt. Davon gibt es auch noch einige bei Bandcamp zu kaufen, wo man aber auch nur die einzelnen Lieder digital kaufen kann.

Maltin Worf – City of Meth I EP [Defrostatica]

Maltin Worf war ja bereits mit einem Track auf der Future Sound of Leipzig Compilation des Defrostatica Labels vertreten, nun gibt es eine eigene EP mit fünf Tracks direkt hinterher. Auf der City of Meth I EP verbindet er gekonnt verträumte Melodien und diese gewisse “LA Beats”-Ästhetik mit Breakbeats und Footwork Rhythmen. Wieder einmal haben TINA und Booga es geschafft einem Artist Tracks in seinem Trademark Sound zu entlocken, die aber dennoch voll und ganz zu der Breakbeat Vision von Defrostatica passen. Mein Geheimtipp ist Warp, der vielleicht am wenigsten von den fünf Tracks auf den Dancefloor schielt, mir aber gerade deshalb so gut gefällt! Die EP ist ein Appetizer für Maltin’s zweite EP für das Leipziger Label, die dann im Sommer auf 12″ erscheinen wird. Diese hier gibt es als “pay what you want”-Download exklusiv bei Bandcamp.

2 Bad Mice – Gone Too Soon (Sully Remix)/Limit Of Paradise (FaltyDL Remix) [SNKR014]

Endlich, endlich kommen diese beiden 2 Bad Mice Remixe, bei denen zwei der 2016 für  Sneaker Social Club produzierten Tracks ein neues Remix Gewand bekommen. Sully muss logischerweise nicht lange fackeln bis sein Track klingt wie anno ’93, FaltyDL entscheidet sich für Jungle Breaks auf einem langsameren Tempo, macht so aber auch Spaß.

Die Vinyl ist bei Sneaker Social Club im Shop bereits ausverkauft, ich denke aber sie wird in regulären Plattenläden noch erhältlich sein. Den Download bekommt man logischerweise aber noch. ;) Release Date ist der 28. Juni 2018.