Category: Grime

Last Japan – ATB Block Mix 005 (Mai 2019)

Last Japan hat immer eine extrem gute Selection, gerade wenn es um diesen Graubereich irgendwo zwischen Dubstep, Grime und Trap geht. Sein Mix für Attack The Block ist dann auch mal wieder eine echte Bombe von einem Mix, (gelungene) Remixe von alten Klassikern, Specials (was zur Hölle ist dieser Roll With The Punches Remix mit AJ Tracey Vocals drüber??) und ein paar eingestreuten Hits. So macht 140 BPM definitiv Spaß!

Yung Bingles & Lil Chimpz – YBLC001

Das mysteriöse UK Duo Yung Bingles & Lil Chimpz hat gerade eine White Label am Start, bei der die beiden Künstler sich ein paar Hits der UK Bass Musik Szene geschnappt haben und diese auf ihre eigene Art als Jungle Remixe / Mashups durch den musikalischen Fleischwolf gejagt haben. Wie unschwer zu erkennen ist, gibt es auf der Mango Seite den Joy Orbison Klassiker im Mix mit dem Devil Mix von East Connection’s früher Grime Anthem We’re Ready, die sogenannte Sceptre Seite enthält einen Remix von Skepta’s Man. Die beiden haben es ja in diversen DJ Sets bereits unter Beweis gestellt, wenn sie ein’s können, dann ist das zeitgenössische Hits mit wenigen Handgriffen in Dancefloor Bomben zu verwandeln, die jeder spielen möchte. Nun haben wir die Gelegenheit dazu, auch wenn es das Release aus logischen Gründen nur als Vinyl geben wird. Unten könnt ihr beide Seiten anhören, es gibt derzeit noch ein paar Kopien bei Unearthed.

Mrshl feat. Grim Sickers – The Crown EP [SUBALT 019]

Der Name Mrshl war mir bis jetzt nicht geläufig, sein Sound konnte das Team von Subaltern Records aber so begeistern, dass sie ihm gleich eine ganze EP gewidmet haben. Die The Crown EP startet für Subaltern ungewohnt grimig, darf sich auf dem Titeltrack doch erstmal Grim Sickers austoben, den manch einer vielleicht durch seine Kollabos mit Mike Skinner kennt. Mrshl verknüpft hier sehr gut die Soundwelten aus UK und den USA und würzt seine Beats immer mit der nötigen Portion weirdness, es wird also nie langweilig oder eintönig. Sehr eindrucksvoll beweist er das bei Death Dealer, bei dem es so klingt als sei der komplette Subbass einmal im Purple drank baden gegangen. Ein Soundcloud Kommentator bringt es mit “this part made me drunk” ziemlich gut auf den Punkt. Endless Mirrors, mit seiner verspielten Harfen Melodie und steppenden Garage Beats kommt etwas fröhlicher und emotionaler daher, bietet also einen guten Gegenpart zu den beiden eher düsteren ersten Nummern. Für die digitalen DJs gibt es noch Concussion als Bonus obendrauf, auch dieser Tune schlägt eher in die dunklere Trap-infizierte Kerbe, dürfte sich auf den 140er Dancefloors dieser Welt also sicher wohl fühlen. Digital gibt es dann zusätzlich noch das Instrumental von The Crown, was ich bei Releases von Vocal Tracks immer eine super Geste finde.

Subaltern ist also mal wieder ganz vorne dabei wenn es um basslastigen Sound um 140 BPM geht. Den Pre-order für die Vinyl gibt es bei ihnen im Shop, der Plattenshop eures Vertrauens hat sie aber sicher auch im Angbeot. Release Datum ist der 10. Mai 2019.

GREAZUS – Golden Hour [AUFLP001]

Wahnsinn, was GREAZUS da derzeit schon wieder über Aufect / Aufect Platinum raushauen. Ich komme mit dem Schreiben gar nicht hinterher, ich denke sie wollten aber auch einige EPs noch vor ihrem Album veröffentlichen. Das ist seit heute via allen gängigen Download und Streaming Portalen erhältlich und enthält eine wirklich gelungene Mischung an allen Genres mit viel Bass, die mir viel Freude bereiten.

Ihre tief verwurzelte Liebe zu Hip Hop kommt sehr gut in Boom Bap / Kopfnicker Tracks wie Smooj, Tearz oder IKC rüber aber auch moderne Hip Hop Einflüsse gibt es in Halfstep Bangern wie Gap The Mind VIP, Fuck Em oder der Kollaboration mit Shield zu hören. Apropos Kollabos. GREAZUS schwören auf die gemeinsame Arbeit mit befreundeten Produzenten und deshalb gibt es auf Golden Hour auch gleich mal 9 Feature Tracks mit 7 verschiedenen Artists zu hören. Die Philosophie geht voll auf, bringt doch jeder der Künstler seine eigene Soundpalette mit und lässt das Album so sehr interessant und divers klingen. GREAZUS gelingt es mit ihrer Debüt LP ihren Hybrid Sound auf 16 Tracks zu manifestieren, ohne sich dabei strikt auf ein Genre festlegen zu müssen bzw. zu wollen. So muss das sein, finde ich!