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RA Exchange EX.443 – Mantra (Januar 2019)

Eventuell ist Mantra nicht der erste Name, der einem in den Sinn kommt, wenn man an Drum & Bass/Jungle DJs aus London denkt. Eher im Hintergrund managt sie aber schon seit langer Zeit das Rupture Label und die dazugehörigen Parties und ist auch immer mal wieder als Produzentin aktiv. Schön das sie ihr Treiben in neuesten Exchange Podcast von Resident Advisor dann gleich selbst erläutern kann.

RA Exchange EX.434 – dBridge (November 2018)

Was ich an dem Exchange Podcast von RA so gut finde, hatte ich neulich bei der Ausgabe mit Ivy Lab schon beschrieben, nun darf Exit Chef dBridge ran. Interviewt wird er von Joe Muggs, der als Profi bereits für FACT oder eben RA schon so einige Interviews oder Artikel verfasst hat. Logisch das also auch diese 56 Minuten weniger Promo Gebabbel zum neuen Album sind sondern wir vielmehr ein bisschen in die Welt von dBridge eintauchen dürfen.

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Resident Advisor Origins: Martyn

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Ich wusste bisher nichts von der Nahtoderfahrung von Martyn und seinen Schritten zurück in die Musik, aber diese halbstündige Doku von RA erzählt seine Geschichte sehr tiefgehend und wirklich gut.

One day, while working in his studio, Martyn Deijkers’ heart stopped. It was an experience the Dutch artist feared may someday happen: he has a genetic heart defect, which caused his father, a former professional footballer, to die suddenly of a heart attack aged 56. That day in the studio, Deijkers collapsed on the floor and lay there for a full minute before his pacemaker kicked in and saved him. It was a moment that caused him to reflect on his life, his family and his music. When he was able to return to the studio, he realised something had changed. “It was clear I had to musically go back to where I came from”.

RA Exchange EX.417 – Ivy Lab (August 2018)

Ich mag den Interview Podcast “RA Exchange” von Resident Advisor sehr gerne, besonders natürlich wenn dort meine Lieblingskünstler zu Wort kommen. Nun habe ich mir die Tage auch endlich mal den mit Ivy Lab angehört und der ist mal wieder gutes Kontrastprogramm zu den üblichen Promo Interviews. Wer mit dem Namen Ivy Lab gar nichts anfangen kann, wird hier erstmal vorher ein wenig Substanz aufbauen müssen, alle anderen steigen dann gleich mit den interessanten Fragen ein.

Überrascht war ich, dass selbst Künstler auf einem Level von Ivy Lab sich Geld für ein Label beiseite legen müssen und zunächst nichts sich selbst bezahlen, sondern alles in das Label stecken. Die Frage nach den Veränderungen vom Trio zum Duo waren auch recht aufschlussreich, witzig auch das Kapitel über Jump Up (und das sie ihre Musik als Jump Up auf 85 BPM bezeichnen). Nur das Jump Up besonders in Ostdeutschland besonders angesagt sein soll konnte ich jetzt noch nicht so beobachten…

Real Scenes: London

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Bei Resident Advisor gibt es schon etwas länger die Real Scenes Serie, bei der eine Stadt, ihre Sub- und Partykultur, Promoter und Produzenten der lokalen Szene zu Wort kommen und vorgestellt werden. In 45 Minuten wird versucht die Geschichte, Meilensteine, Akteure und wichtige Orte unter einen Hut zu bekommen, was für so Städte wie Los Angeles, Detroit, Paris oder Berlin ja schon eine Herausforderung ist. Meine Heimatstadt bekommt dann auch direkt den Stempel “Techno Capital” aufgedrückt, was ja nicht falsch ist, nur meinem Verständnis nicht ganz gerecht wird. “Mein Sound” wird ja sowieso eher in die Straßen von London als in die von Berlin verortet, weshalb mir das Feature über die englische Hauptstadt auch gleich viel besser gefällt.

Und auch Menschen, die bereits jahrelang in London leben oder gelebt haben, konnten mir bestätigen, dass die Doku den Vibe und die Akteure sehr gut trifft.

Interview: Calibre: A river alone

Nach der Fragerunde an Shed kommt hier das nächste großartige Interview von Resident Advisor. Ich freue mich immer über ein Lebenszeichen von Calibre, sei es in der Form eines Mixes oder eines neuen Releases. Denn wie es im Einleitungstext zum Interview schon richtig heißt:

He’s media shy. He’s selective about DJ bookings. He’s never been remixed, and has no online profile whatsoever.

So bekomme ich von Calibre’s Leben wirklich nur etwas mit, wenn er neue Musik veröffentlicht. Und das ist in Zeiten von Facebook, Instagram, Snapchat und Blogs schon eine Kuriosität auf die man hinweist, aber eigentlich sollte es bei Produzenten ja genau so sein.

Das er noch nie von einem anderen Künstler geremixed wurde, ist mir bis dato gar nicht aufgefallen. Aber irgendwie auch ein interessanter Fakt, der zu der Person Calibre passt. Das er bisher noch nie einen schlechten Track veröffentlicht hat (und das bei bald 14 Alben!) gehört weiterhin zum Drum & Bass Allgemeinwissen. Und das er mittlerweile in Deutschland wohnt und die Einsamkeit von Irland vermehrt zum Tunes produzieren aufsucht, wusste ich auch noch nicht.

Das Interview steckt voll von Weisheiten und Erfahrungen, die ehrlich und bodenständig rüberkommen und sich nie nach Kalenderspruch anhören und da Dominick Martin eben so medienscheu ist, hat er einiges zu erzählen. Und es ist eins von diesen Gesprächen, bei dem man dabei instinktiv in seiner (digitalen) Plattensammlung diggt und die Musik raussucht, über die da gerade gesprochen wird.

https://www.residentadvisor.net/features/2943