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Blackdown über das Pro und Contra von Vinyl im Jahr 2018

DVS1 und seine Plattensammlung. Bild via RA.

Neulich machte ein etwas komischer Blog Artikel von The Flashbulb die Runde, in dem er auf die negativen Eigenschaften von Vinyl auf die Umwelt aufmerksam machen wollte. Seine Kritik wollte bei mir allerdings nicht so ganz ankommen, endete er seinen Artikel doch mit den Worten: Naja, und ich schreibe diesen Artikel aus einer Wohnung mit Klimaanlage und fahre einen SUV, der ordentlich Benzin schluckt. Vinyl bleibt im Gegensatz zu Benzin erstmal als Produkt erhalten (und verpestet nach der Umwandlung der Energie nicht die Luft) und man schmeißt es nicht sofort nach einmaliger Benutzung weg. Ganz unrecht hatte er natürlich nicht, PVC besteht nun mal aus Öl und besonders das Plastik der Schallplatten lässt sich schlecht bis gar nicht recyclen, was besonders bei Fehlpressungen ärgerlich ist. Darüber gab es hier neulich einen Artikel von The Vinyl Factory.

Blackdown, Chef des Keysound Labels aus London und Dubstep Pionier seit Tag 1, hat sich nun seine eigenen Gedanken zum Thema Vinyl im Jahre 2018 gemacht. Ich verfolge seine Diskussion schon länger auf Twitter und finde es sehr interessant, dass er öfter mal die Zahlen auf den Tisch legt, die zeigen mit welchem Medium er am meisten an seiner Musik verdient. Ganz vorne standen dabei in 2017 Streaming Dienste wie Spotify oder Apple Music. Auch wenn die einzelnen Streams dort nur Cent Beträge abwerfen, summiert sich das anscheinend recht schnell, wenn die Musik oft gehört und geklickt wird. Und die Produktionskosten sind natürlich gering bzw. gehen gen Null. Anders als bei Vinyl, wo man heutzutage schon schnell 1500 € für 300 Platten auf den Tisch legen muss. Und die muss man dann auch erstmal noch verkaufen. Denn wie Blackdown richtig schreibt: 90% der Künstler auf seinem Label wollen ein Vinyl-Release, allerdings ist es fraglich ob ihre Fans das auch kaufen wollen. Und am Ende kommt man dann bei +/- 0 raus, wo bei Downloads oder Streaming im Gegenzug tatsächlich Geld an Label und Künstler zurückfließen. Plastician hat mit seinem Terrorhythm Label ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, ebenso Blu Mar Ten.

Ich selbst verweigere mich (bisher) noch Streaming Diensten, anscheinend bin ich dann doch zu old school. Aber wenn jetzt selbst Om Unit, Fracture oder Last Japan Playlisten kuratieren gibt’s bald wohl kein Entkommen mehr.

In einem langen Blogpost widmet sich Blackdown nun dem Thema Vinyl releasen oder nicht und spricht dabei wichtige Punkte wie Übersichtlichkeit, Minimalismus, Selektion durch Algorithmen oder das DJing an sich an.

http://blackdownsoundboy.blogspot.de/2018/01/the-case-for-and-against-vinyl-in-2018.html

Plastician – Wavepool 2 (August 2017)

Ein Jahr nach seinem Wave Pool Mix, bei dessen Veröffentlichung Plastician sich noch nicht sicher war, ob der Sound, den er da entdeckt hatte, ein eigenes Genre ist, folgt nun eine Compilation namens Wavepool 2. Ich schrieb es bereits an anderer Stelle: Wave hat sich meiner Meinungn nach seine Daseinsberichtigung durchaus verdient, mit so vielen verschiedenen Produzenten weltweit, die mittlerweile ihre eigenen Labels am Start haben, Parties veranstalten und weltweit touren. Was könnte es also Besseres geben, als eine Sammlung von neuen Tracks vom Meister selbst ausgewählt und zusammengestellt.

In diesem Mix stellt Plastician uns alle Tracks des Releases vor, den Download gibt es via Bandcamp (Release Date: 22: August 2017).

Tracklist:

kavern-beats – In The Ether
Onhellmusic – Cinco Anos
pinknokia – Specify
4by4 – Hurt
KTNG – Here
Brothelmusic & @jakeleeismyname – Dissolution
KYO_uk – S14
WRCKTNGL – Descend
greeze-team – Tears
Yedgar – Meteo
Fyoomz & @jMingo – Rebirth
Celestialbh – Ectoplasm
Klimeks – Darkest Hour
deadcrxw – Lunar Escape
Sorsari – Be Peace
Dyzphoria – Discipline
Harukasuka – Tombstones
Clfrd – Expansion
Fyoomz & @fivesunsonvenus – Descend
Karefuluk – Mothership
anubiiis – Nada
ayyjaay – Respire
Skit – Ajna
user-654513457 – Be True
fivesunsonvenus – Solis
Hnrk93 – Air Room
justconnornyc – Winter Wave
thisisnoahb – Nylon
collalovesspar – Lavochka

Plastician – The Final Rinse FM Show (25.07.2017)

Das war sie also, die finale Rinse Show von Plastician. Nachdem er in den letzten Sendungen einen Blick in die Vergangenheit geworfen hatte und die Grime und Dubstep Szene im Fokus hatte, richtet er für die letzte Sendung seinen Blick gen Zukunft und hat sich dazu diverse Wave Artists ins Studio geholt. Weiter geht es wohl mit einer Art interaktiven 360° VR Video Format, wie auch immer das aussehen mag…

Plastician – Grime Special on Rinse FM (11.07.2017)

Nach 14 Jahren mit einem wöchentlichen Slot auf Rinse, hängt Plastician seinen “Job” dort an den Nagel und beendet seine Zusammenarbeit mit der legendären Radiostation aus London. In der Zeit hat er natürlich einiges miterlebt, unzählige Musikstile mitgeprägt und war genauso dabei als Rinse noch aus dem Untergrund als Piratensender unterwegs war, wie heute als offizielle FM Radiostation mit Label, Zentrale und Management. Er geht nicht im Streit, sucht einfach neue Herausforderungen und arbeitet derzeit an einem neuen Format, in dem er seine Lieblingsmusik präsentieren wird. Sein komplettes Statement kann bei facebook nachlesen.

Uns bleiben aber noch drei Shows mit ihm auf Rinse, die er natürlich nicht “einfach so” runterspielt. Für die Show gestern beispielsweise hat er sich D Double E, Scratchy, Footsie Newham, Discarda Mc, Uncle Mez, Young Yizzy und Mic Ty eingeladen um ganz in alter Pirate Station Manier das Studio abzureissen.

Doku: Wave

youtube

Die TripleB Doku von der BBC beschäftigt sich in der neuesten Ausgabe mit dem sehr neuen Genre “Wave”, dass ich hier auch schon das ein oder andere Mal im Blog besprochen habe. Die Produzenten kommen nicht aus einer bestimmten Region oder einer Stadt, sondern connecten sich vermehrt über das Internet und tauschen ihre Tunes via Soundcloud. Plastician ist da mit seinem Terrorhythm Label und seiner Show auf Rinse recht früh dabei gewesen, vielleicht hat er der Geburt dieses Genres durch seine Radioshow auch den entscheidenden Kick gegeben.

Deshalb wird er auch zusammen mit Kareful und Skit in der Doku interviewed und es wird die Frage geklärt, ob Wave denn nun wirklich ein neues Genre ist und bleibt.

Wer noch nach weiteren Soundbeispielen sucht, kann sich ja mal die erste Stunde von meinem letzten Mix anhören. Dort gibt’s Material von Plastician, Skit, Kareful und weiteren Wave Artists.

via BTTB

JD. Reid, Plastician – Rinse FM (12.12.2016)

JD. Reid feiert mit seiner Show einjährigen Geburtstag auf Rinse und hat sich dazu Plastician als Gast eingeladen. Ich mag seine Show sehr gerne, er durchwandert einige meiner derzeitigen Lieblingsgenres ohne sich auf einen jeweiligen Stil zu sehr festnageln zu wollen. Plastician und seinen Wave Kram hatte ich ja in einem anderen Post schon ausführlich gelobt, auch er liefert hier wieder eine gute Selection ab.