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Banzulu – In Transit EP [NSY 039]

Banzulu aus Denver gefällt mir mit seinem Crossover Sound irgendwo zwischen Drum & Bass und Footwork sehr gut, besonders seine Tracks für das None60 Label passieren hier eigentlich immer ohne Probleme die bloginterne Qualitätskontrolle. Seine In Transit EP ist mal wieder ein Paradebeispiel für seinen Sound, der den Dancefloor immer im Fokus hat, aber trotzdem noch Platz zum Atmen und schöne Melodien lässt. Die Gesamtrichtung der EP wird auf Aéroport schon gut deutlich, bei der die Melodie direkt von Beginn an eine übergeordnete Rolle bekommt und sich dann wunderbar mit einem stotterndem 2 Step Beat anfreundet. Auf Gulfstream und Taxi geht es wenig mehr nach vorne, weitere Soundwelten in Richtung Jungle und Drum & Bass werden erforscht, der Bass wummert aber weiterhin schön tief und warm. Babylon Dead! macht dann mit dem Titel gleich klar, welche Referenzen hier zum Einsatz kommen und bietet mit seinen schnellen, geschuffelten Breakbeats einen guten Abschluss. Der Promotext sagt etwas von Good Looking meets Footwork und besser kann man es nicht formulieren, finde ich.

Jaskin & Uneven – Safe Edge EP [NSY038]

Das Produktionsduo Jaskin & Uneven aus London begeistern mich mit ihren Produktionen derzeit immer wieder, wenn es um deepen Drum & Bass geht spielen die beiden definitiv in der Champions League von 170 BPM mit. Ihre Safe Edge EP für Silent Dust’s None60 Label startet dann auch gleich mal mit so einem Beweisstück. Again besticht durch eine wunderschöne Melodie, die von einem tiefen Bass und eleganten Drums umgarnt wird. Auf Fiction brechen dann ab und an mal kurz die Jungle Breaks durch, was für eine gelungene Abwechslung bei dem sonst eher reduziert gehaltenen Halfstep Beat sorgt. Der Titeltrack ist eine von Jaskin & Uneven’s hypnotischen Steppern, die einen einfach immer tiefer mit in die Soundwelt hineinziehen und nicht mehr loslassen. Wie mit der ganzen EP beweisen sie hier ihr Können Musik für den Dancefloor und für Kopfhörer Sessions zu Hause zu erschaffen, bei der man loslassen und träumen kann. Als vierter Track ist Signal der düsterste Track der EP, bei dem der Vibe durch die distorted Drum Kicks und einer weirden Melodie noch zusätzlich unterstützt wird. Die EP könnt ihr ab heute bei None60’s Bandcamp Store kaufen.

Silent Dust – Jupiter [free]

Silent Dust haben einige ihrer Tracks, Ideen und Loops, die so auf ihrem Rechner rumflogen, auf einem Album namens Relic zusammengefasst. Das Release gibt es in zwei Varianten, entweder als name your price Download bei Bandcamp oder als Kassette. Unten mal mein Lieblingstrack vom Release namens Jupiter, irgendwo zwischen Footwork, Halfstep und Drum & Bass.

Various – None of the Above [NSY035]

Mit so Compilations ist das ja immer so eine Sache. Oftmals hat man als Konsument das Gefühl sich erstmal durch eine Menge Beiwerk hören zu müssen, bevor man an die wahren Perlen gelangt nur um sich dann am Ende die Frage zu stellen, ob eine EP nicht vielleicht auch ausgereicht hätte.

Silent Dust treten zum Gegenbeweis an und präsentieren uns 13 Tracks, die ihr None60 Label repräsentieren. So gibt es also “emotive, daring, intricate and sometimes challenging music” von bereits bekannten Namen des None60 Rosters auf die Ohren. Lewis James visiert gleich mal wieder die Kopfkino Leinwand an und präsentiert uns ein wunderbar verträumtes Stück Musik, aber auch Hathor, Dissident oder Altitude halten sich mit tiefgehenden, emotionalen Melodien nicht zurück. Teilweise gibt es Ausflüge in Richtung Jungle (Dominic Ridgway) oder Halfstep (Quentin Hiatus), aber nie ohne diesen gewissen Touch, den None60 eben ausmacht.
Mein Highlight ist der Track von Jaskin & Uneven, der sich wunderbar hypnotisch entfaltet und Elemente aus Autonomic und düsteren Steppern zu einem grandiosem Klangteppich verwebt. Genau in der Nummer findet sich dieser von mir beschriebene Vibe perfekt wieder, sie funktioniert auf Kopfhörern zu Hause ebenso gut wie auf dem Dancefloor im Club.

Wer keine Lust auf ein reines Digital Release hat kann sich bei Bandcamp noch eine von 50 Dubplates gönnen, auf der die Tracks von Lewis James und Oliver Yorke zu finden sind.

Silent Dust & Dominic Ridgway / Silent Dust & Hathor – Don’t Think / Mirrored [NSY032]

Für das nächste Release auf ihrem eigenen None60 Imprint haben sich die Labelbosse Silent Dust mit dem Londoner Drum & Bass Produzenten Dominic Ridgway und (für die B-Seite) mit Hathor aus Litauen zusammengetan. Die beiden Kollaborationen entstanden komplett online in einem “virtuellen Studio” wie Silent Dust es formuliert haben. Zu hören gibt es tiefen Drum & Bass mit vielen Flächen und inspirierenden Vocal Samples, bei denen schöne Melodien vom tiefen Bass getragen werden. Wie immer werden die kurzen Clips auf soundcloud den tatsächlichen Tracks nicht gerecht, die auf knapp sechs Minuten dann noch einmal einen ganz anderen Klangteppich ausrollen und eine tiefere Atmosphäre verbreiten können, als auf zwei Minuten Spielzeit.

Silent Dust haben gerade auch einen neuen Podcast am Start, den ich auch wirklich an’s Herz legen möchte, nimmt er einen doch auch so richtig schön mit auf eine tiefe Reise durch die Welt des Drum & Bass.

 

 

Dissident – Apnoea / Anabasis [NSY028]

Dissident definiert Tiefe für None60 noch einmal neu und kreuzt auf Apnoea gekonnt Dubtechno mit Drum & Bass. Er holt die ganz langen Flächen raus und lässt sich mit dem Aufbau auch schön viel Zeit. Die ersten Beats vernimmt man nämlich erst nach 1 Minute und 40 Sekunden, danach geht der Trip in die Tiefen von Dissident’s Sound dann los. Vocal Samples und immer mehr Elemente bahnen sich den Weg in den Tune, bis das ganze dann zum Ende hin richtig böse wird.

Ganz im Gegensatz dazu steht die B-Seite, auf der eine wunderbare Melodie von Subbass und lockerem Drumwork getragen wird. Auch hier wird eher der Kopf als das Tanzbein angesprochen, aber die Reise lohnt sich! Kaufen kann man das Release bei Bandcamp.

Lewis James – Searchtower / Templar III [NSY 027]

Wie gut das Lewis James sich irgendwann wieder dazu entschieden hat auch (Club) Musik zu produzieren und sein Talent nicht nur beim Film und Computerspiel Sounddesign asuzuleben. Was hättem wir für tolle Releases verpasst?! Auch seine neueste Single auf dem None60 Label hat in Sachen Sounddesign und Epicness einiges zu bieten.

Searchtower weckt mit seinem Titel direkt diverse Assoziationen, Lewis James schickt dazu dann eine kickende Snare über einen fetten Subbass und das alles wird immer wieder von einer mitreißenden Melodie begleitet. Ist irgendwie ein sehr typischer Track von ihm, der immer mal wieder an mit Referenzen an frühere Produktionen aufwartet aber trotzdem ein gewisses neues Certificate 18 Feeling in das Jahr 2018 holt. Auch in Templar III steht die Melodie ganz klar im Fokus des Tracks, der sich zunächst mal ganz viel Zeit und Raum für den Aufbau nimmt. Nach dem kurzen Break lässt Lewis James dann eine subtile Bassline vom Stapel, die die übrigen Sounds perfekt ergänzt und dann um ein paar Chöre in der Ferne ergänzt wird. Lewis James kann bei mir nix falsch machen, wirklich jedes seiner Releases ist meiner Meinung nach grandios und wie oben geschrieben einzigartig gut.

Kaufen könnt ihr die Single (in digitaler Form) ab Freitag, am besten direkt bei None60 im Shop.