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RBYN – Best of 2019

Jahresrückblicke und Best-of-Listen sind ja eigentlich allerorts spätestens vor Weihnachten schon durch, hier kommt mein ganz persönlicher Rückblick auf das Musikjahr 2019. Wie immer schon ist der Mix nicht das Ergebnis einer Analyse der meistgespielten Tracks in Rekordbox, sondern ich beschäftige mich traditionell mit Tracks eher abseits des Dancefloors und Musik die ich einfach oft gehört habe ohne sie im Club oder DJ Sets zu spielen. Es soll eben auch ein Mix sein, den man sich so gut anhören kann, ohne das man das Gefühl bekommt gleich vom Stuhl in den Club rennen zu müssen.

Ich wünsche euch nun viel Spaß mit dem Mix, sind irgendwie dieses Jahr mehr Tracks als sonst (43), auch wenn die Gesamtspielzeit nicht viel länger geworden ist (87 Minuten). Ich habe mir diesmal die Mühe gemacht und neben einem kleinen Text, warum genau dieses Lied im Mix ist, auch eine Buy Music Club Liste erstellt. Alle Tracks, die es auf Bandcamp zu kaufen gibt, könnt ihr also auch hier einsehen und kaufen bzw. streamen. Zwei Kandidaten haben es nicht in den finalen Mix geschafft (Special Request, Konx-Om-Pax), auch wenn ich sie furchtbar gern drin gehabt hätte, haben mich ihre Alben doch dieses Jahr stetig begleitet. Aber so ist das dann…

DOWNLOAD (bei DnBShare, das Teil wird also bei Inaktivität gelöscht)

Tracklist:

Jaccques Greene – Drop Location
Deft – Forme
Shlohmo – The End
Benny Mails – High On Stress
Silk Road Assassins – Saint
OAKK – Durt Remix
Mr. Carmack – Croydon
Silk Road Assassins – Armament
Stormzy – Wiley Flow
S-Type – Adi
S-Type – Wario
Flowdan – Grime (Fyoomz Remix)
Glume & Phossa – Opal
Sir Hiss – Rolling (feat. Emz)
Mind Of A Dragon – Q.L.F
Alix Perez – Melodrama
Skee Mask – Rzz
Martyn – Frozen Bread Snaps
Shed – Menschen und Mauern
Headie One – 18Hunna (Four Tet Remix)
Bonobo – Recurring (lovewithme Edit)
Tessa Thompson – Grip (Ivy Lab Edit)
JD.Reid – Praise Da Oochie
Sporting Life – La Sportiva (feat. Taso)
A.Fruit – Please, Arrive
Mad Zach – No Past Lives
OAKK – Drop Remix
Flatbush Zombies – Palm Trees (HØST Remix)
Client_03 – Hope Repeater
Coco Bryce – Gunna
Tamtam – Rise (Machinedrum Remix)
Sam Binga – It’s You (Weird Mix)
Tinkah – Skylarking
Jaskin & Uneven – Change You
Kid Drama & Om Unit – Untitled 2
Instra:mental – Deep Night
Lewis James – Triangle
Lorn – Perfekt Dark
DJ Shadow – Been Use Ta (feat. Pusha T)
Clams Casino – Cupidwing
Gang Starr – From A Distance (feat. Jeru the Damaja)
Society of Numbers – Ellipsis
Calibre – Planet Hearth

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Dolenz, Lewis James & Venuq – Infinite Friends, Balamii Radio (Oktober 2019)

Dolenz hatte diesmal in seiner Radioshow zwei Gastmixe am Start, Lewis James war live im Studio und Venuq aus Leeds lieferte digital seinen Gast Mix ab. Dolenz spielt zu Beginn der Show viel beatlastigen, entspannten Hip Hop Kram, unter anderem die neue wirklich gute Mono/poly Single, Sachen vom neuen Blackpocket Album und neue Beats von Submerse. Venuq und Lewis James liefern dann auch ordentlich ab, ein perfekter Hip Hop Sonntags Mix.

Tracklist:

1. Christopher Scott – Wives and Lovers
2. Mono En Stereo – Fill’Er Up
3. Submerse – Ride Slow
4. Submerse – Power Stone
5. Mono En Stereo – Never Count’Em Out
6. MonoPoly – Teach You All A Lesson
7. Hapa ft Jon Casey & Adix – Float
8. Hapa ft. Jason Wool – Voodoo
9. Mad Zach – What is this place?
10. Blackpocket – Wake Up Feel Good
11. Blackpocket – Organic Tech
12. Dale & Corrupted – Untitled
13. SONIC – Word Play. My Mind Spray
14. Venuq Guest Mix
15. Lewis James Guest Mix

Lewis James – The Death Of Habit EP [EXIT 087]

Sie war ja schon seit längerem angeteasert, hier ist sie nun: Lewis James Solo EP für Exit. Die letzten Releases waren jetzt ja auch nicht gerade Standard DnB (Gantz, Blackpocket), schön zu sehen das dBridge anscheinend immer noch wenig vom Szenedenken hält und einfach das veröffentlicht, worauf er Lust hat. So hören wir dann auch Lewis James Detailverliebtheit und Händchen für Melodien, tiefgehende, modulare Halftime Stepper zusammen mit dBridge, den Autonomic Vibe in’s Jahr 2019 geholt (Triangle) und die Kollabo mit Lorn, bei der es beide perfekt schaffen Trademark Sound der jeweiligen Soundpaletten zu kombinieren und daraus einen ganz neuen Track zu machen. Release Datum ist der 15.11.2019.

Various – Turbo [APHALP 003]

Was ist Turbo?

Genervt von einem kleinen Writers Block und dem Ausbleiben von frischen Impulsen, setzte sich Fracture vor einiger Zeit dann doch noch einmal an den PC. Beim Anhören des vom ihm produzierten, kleinen Loops kam ihm dann auf einmal eine Idee: Wie wäre es mit deinem düsteren, vom Berghain-Techno-inspirierten Track auf 160 BPM, der trotzdem noch nach Fracture und Astrophonica klingt? Auf einmal machte es klick und er produzierte gleich 5 Tracks in diesem Stil. Aus dieser Session entstanden unter anderem Dropping You oder Turbo Toms, der dann auf dBridge’s Exit Records erschien. Ich erinnere mich noch gut an die Rinse FM Show, die Fracture in der Zeit zusammen mit Om Unit spielte, wo er viele von diesen Tracks zum ersten Mal spielte. Als ich Dropping You dort hörte, wusste ich sofort: Da hat jemand etwas ziemlich frisches und neues entdeckt, und das in Zeiten wo man denkt, dass jede Musik ja irgendwie schon einmal produziert wurde und alles eigentlich nur noch ein Remix ist. Man kann diesen Sound perfekt mit Footwork, Jungle oder schnellem Electro mixen, ohne dass es sich jetzt ohne weiteres in eins dieser Genres einordnen ließe. Und nur um das klar zu stellen: Ich will hier kein neues Genre aufmachen, das ist irgendwie schon alles Drum & Bass oder Juke, aber eben auf eine ganz eigene Weise interpretiert. Auf seinen nächsten Tunes wie Chal Dub oder der Big Up The Ladies EP explorierte Fracture diesen Sound weiter und ließ in auch in andere Bereiche abdriften.

Und wie das dann immer so ist, gibt es dann auf einmal noch andere Produzent*innen, die, ohne das man mit ihnen direkt im Austausch steht, einen ähnlichen Vibe verfolgen. Beispiele aus der Zeit sind zum Beispiel Meiotic Drive von Killawatt oder der Kram von Response & Pliskin. Fracture entdeckte im Austausch mit anderen Produzenten noch mehr solcher Beispiele und alle vereinte ein gewisser treibender Sound von Electro jenseits der 150 BPM Marke.

Angespornt dadurch wollte Fracture eine Compilation veröffentlichen, um den Turbo Sound auf seinem Astrophonica Label zu manifestieren. Herausgekommen sind diese acht Tracks von Moresounds, Sam Binga, ONHELL, Addison Groove, Hyroglifics, Lewis James, Philip D Kick und natürlich Fracture himself. Jeder geht den Sound auf seine eigene Art an, aber alle acht sind wirklich verdammt gut. Unten hört ihr einen powerplay von allen Tracks, die Vinyl oder den Download könnt ihr auf Bandcamp vorbestellen, offizielles Release Datum ist der 25.10.2019.

Client_03 – Hope Repeater [APHA018]

Fracture präsentiert uns auf seinem Astrophonica Label vier (schnelle) Electro Tracks vom mysteriösen Client_03 Account. Der kommt als anonyme KI Chatbot/ Programmoberfläche daher und impliziert menschliche Gefühle wie Hoffnung, Interesse oder Wohlstand und “sucht einfach seinen Platz hier”.

Die Spekulationsmaschinen laufen mal wieder auf Hochtouren, ich tippe auf eine Solo Nummer von Fracture himself oder in Kombination mit Lewis James.

Aber wie immer gilt bei mir die Devise das der/die Künstler*in hinter dem Namen nicht so wichtig ist, hauptsache die Musik ist gut. Und das ist sie in diesem Fall hundertprozentig. Die Einflüsse aus Detroit bzw. Düsseldorf sind klar erkennbar und das Tempo passt halt einfach mega gut, um es mit aktuellen Sachen von Sinistarr oder Sun People zu mixen. Die EP erscheint diesen Freitag, unten gibt’s alle vier Tracks im Powerplay. Kaufen wie immer über Bandcamp wo es auch wieder zahlreiche Bundles (T-Shirt, Poster…) zu erwerben gibt.

Various – None of the Above [NSY035]

Mit so Compilations ist das ja immer so eine Sache. Oftmals hat man als Konsument das Gefühl sich erstmal durch eine Menge Beiwerk hören zu müssen, bevor man an die wahren Perlen gelangt nur um sich dann am Ende die Frage zu stellen, ob eine EP nicht vielleicht auch ausgereicht hätte.

Silent Dust treten zum Gegenbeweis an und präsentieren uns 13 Tracks, die ihr None60 Label repräsentieren. So gibt es also “emotive, daring, intricate and sometimes challenging music” von bereits bekannten Namen des None60 Rosters auf die Ohren. Lewis James visiert gleich mal wieder die Kopfkino Leinwand an und präsentiert uns ein wunderbar verträumtes Stück Musik, aber auch Hathor, Dissident oder Altitude halten sich mit tiefgehenden, emotionalen Melodien nicht zurück. Teilweise gibt es Ausflüge in Richtung Jungle (Dominic Ridgway) oder Halfstep (Quentin Hiatus), aber nie ohne diesen gewissen Touch, den None60 eben ausmacht.
Mein Highlight ist der Track von Jaskin & Uneven, der sich wunderbar hypnotisch entfaltet und Elemente aus Autonomic und düsteren Steppern zu einem grandiosem Klangteppich verwebt. Genau in der Nummer findet sich dieser von mir beschriebene Vibe perfekt wieder, sie funktioniert auf Kopfhörern zu Hause ebenso gut wie auf dem Dancefloor im Club.

Wer keine Lust auf ein reines Digital Release hat kann sich bei Bandcamp noch eine von 50 Dubplates gönnen, auf der die Tracks von Lewis James und Oliver Yorke zu finden sind.