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Tinkah – A Dream In The Life Of [PS 007]

RUZ aus Leipzig hat sich in letzter vermehrt um sein Tinkah Alias gekümmert und unter diesem Namen erschien auch jüngst ein Tape Release auf dem Pattern//Select Label.

Der Titel lässt es bereits erahnen, Tinkah vertont auf dem Tape einen Traum und jedes Segment / jeder Track repräsentiert eine eigene Traumphase. So klingen die Tunes dann manchmal auch tiefenentspannt oder eben etwas düsterer, hypnotischer oder aufgeregter. Man fühlt sich vom ersten Track an sofort mit auf eine Reise genommen, gerade da die sphärischen Melodien und genialen Sounddesigns selbst zum Träumen einladen und die Tracks sich in perfekter Reihenfolge aneinander schmiegen.

Zu dem Tape gibt es noch ein spezielles Booklet, welches für jeden Track mit einem eigenen Artwork daherkommt. Davon gibt es auch noch einige bei Bandcamp zu kaufen, wo man aber auch nur die einzelnen Lieder digital kaufen kann.

Various – Future Sound of Leipzig [DICC001]

Beim letzten Release auf Defrostatica (die EP von Schmeichel) schrieb ich noch, dass TINA und Booga sich nun wieder vermehrt um die lokale Szene ihrer Heimatstadt kümmern. Prompt kommt das nächste (Mutanten) Mammut-Projekt an den Start. Eine Compilation namens Future Sound of Leipzig, auf der 17 Tracks von 19 Artists zu finden sind. Da so viele Tracks schwer auf Vinyl unterzubringen sind, gibt es dieses Mal CDs oder halt den Download zu kaufen.

Zu hören gibt es also die Zukunftsmusik aus Leipzig, Defrostatica hat sich bei einigen Newcomern aber auch alteingesessenen Artists umgehört und dort wahre Schätze entdeckt. So gibt es Footwork Tracks von Alec, DJ YumYum, Mute-ation oder SicStyle, Jungle von Maltin Worf oder RUZ oder Halfstep von KJUBI oder BRKN1. Und dazwischen immer mal wieder mutierte Bassmusik, die sich nirgendwo so recht einordnen lassen will, aber trotzdem wunderbar ihren Platz findet. Abgerundet wird die Compilation durch zwei Remixe von LXC und Labelchef Booga, die die ersten Releases auf Defrostatica im Remixgewand noch einmal neu auferstehen lassen.

Das Release wird heute in der Distillery zelebriert, wo eine Record-Release-Party stattfindet, auf der nahezu alle Künstler/innen der Compilation vertreten sind. Supporten könnt ihr das Release via Bandcamp, wo ihr die Compilation als CD und im digitalen Download kaufen könnt.

 

Schmeichel – Alteration EP [DICA 006]

Nach Exkursionen in die weltweite Drum & Bass- und Footwork-Szene und der Suche nach Einflüssen der B-Boy Kultur in heutigen Produktionen von Artists wie Digital, Fanu oder Sinistarr, kehrt das Defrostatica Label wieder in seine Homebase zurück. Und die liegt ja bekanntermaßen in Leipzig. Dort ist nämlich auch Schmeichel beheimatet, der für die nächste EP auf dem Label von TINA und Booga verantwortlich ist. Wenn man sich aufgrund der Studionähe oder im Lieblingsplattenladen (wo heute auch das Release gefeiert wird) öfters über den Weg läuft ist das anscheinend kein Nachteil und so war ein Release auf Defrostatica unausweichlich.

Auf seinen fünf Tracks fusioniert Schmeichel Einflüsse aus Footwork, Electro und Ghetto House genauso wie breakbeatgeschwängerte UK Tracks oder cleane Ambient Nummern.
Letzteres wird besonders auf dem Opener Evidence deutlich, der sich ganz viel Raum und Zeit nimmt und von einer wunderbaren Melodie getragen wird. Immer mal wieder nimmt er Anlauf und es wird ein wenig hektischer, nur um dann wieder langsam runterzufahren und eine entspannte Grundstimmung aufrecht zu halten. Bei IKillWantU wird ganz genretypisch ein Vocal Sample zerhackstückelt, durch Filter gejagt und welches uns durch die ganzen sieben Minuten des Tracks begleitet. Zusammengehalten wird das ganze durch zischende Hihats und einen taktegebeneden Rimshot. Bei Talkin und Uhhhwheeee (das Om Unit bereits als Intro seines Minirig Mixtapes diente) gilt mal wieder die alte Faustformel: Weniger ist mehr. Schmeichel verlässt sich auf die gezielte Wirkung einiger Samples und erschafft damit Tracks, die eine Geschichte erzählen. DoInIt passt perfekt ans Ende der EP, ist es doch quasi die musikalische Vertonung einer durchfeierten Clubnacht. Ganz dumpf und düster rollt der Bass direkt von Anfang an los, nur um sich dann ein paar Noten höher zu schrauben und von sonnendurchtränkten Pads abgelöst zu werden.

Irgendwo hatte ich was von “throwaway titles” gelesen, ich finde Schmeichel integriert hier perfekt die Footwork-Ästhetik (in der schon immer die Regel Sample=Tracktitel galt) in seine modernen Tracks und schafft somit perfekt eine Brücke zwischen abstrakten Chicago Sounds und (eventuell) leichter zugänglicheren Klängen aus dem Rest der Welt. Ich musste beim Durchhören unweigerlich an die DICA002 von Kator denken. Auch dort war so viel Raum und Platz und trotzdem funktionieren die Teile im Club. Kein Wunder eigentlich, war die EP doch der Auslöser für Schmeichel auch selbst 160 BPM Tracks für Defrostatica zu produzieren. Schön, dass wir sie das Ergebnis nun anhören dürfen!

Vertex Chant – Oracle [VRTXCHNT001]

Vertex Chant aus Leipzig kennen manche vielleicht noch unter seinem Skwee Alias V.C., mit dem er unter anderem auf Donky Pitch released hat. Nun hat er seinen Namen etwas verlängert und seinem Sound ein Update verpasst. In der ersten Single unter seinem neuen Pseudonym, welche er am 27.03.2018 selbst veröffentlichen wird, hört man nun karibische Rhythmen und dubbige Vibes gepaart mit melancholischen und finnisch-kühlen Melodien. Oracle behält dabei den Dancefloor auf jeden Fall immer im Blick und gefällt mir aufgrund dieser Ambivalenz im Sound sehr gut!

Various – Rogue Style 2 EP [DICA 005]

Das Defrostatica Label aus Leipzig macht sich weiter auf die Suche nach Verknüpfungen und Brücken von internationaler B-Boy Kultur in modernen Drum & Bass und Footwork Tracks. Fündig geworden sind sie diesmal bei Tracks von Jungle Urgestein Digital, der mit seinem Uprock einen treibenden Drum & Bass Tune mit ordentlich Old School Referenzen abliefert. 6Blocc, Calculon und Shamanga lassen dann ordentlich die (Breakbeat) Fetzen fliegen und liefern damit für mich den heimlichen Hit der EP ab. Fanu konzentriert sich ganz auf die Kraft der Machinedrum als Drummachine, ohne deren Einsatz als “Instrument”, Hip Hop und B-Boy Tracks wohl undenkbar wären. Dazu gibt es dann eine finnisch unterkühlte Understatement Melodie und das ein oder andere bekannte Sample. Agzilla beginnt seinen Tessellation Track ganz ruhig und melodiös, nur um dann ab 2 Minuten ein Drumfunk Feuerwerk vom Stapel zu lassen, dass sich gewaschen hat.

Am besten unterstützt ihr das Label und kauft eure 12″ oder digitale Version direkt bei Bandcamp, von der Platte sind aber nur noch 5 Stück im hauseigenen Shop vorhanden. Man sollte also schnell sein! Und das Design mit der weißen Vinyl und dem oldschooligen Design passt so perfekt, da muss man nicht lange überlegen!

 

M E T A . – Eclectic Podcast 003 (Januar 2018)

Super Mische von M E T A . aus Leipzig für den Eclectic Podcast. Wie man bei Defrostatica schon ganz richtig lesen konnte: “160 bpm state of the art mix”. Dem habe ich nix hinzuzufügen.

Tracklist:

1) Mr. Bill & Holly – Geen Idee
2) Synymata – nvr gve a fk
3) Gold Standard – Aqua Thief
4) Samurai Breaks & Johnathan Thomas – Terminal
5) Desto – 504 Gateway Timeout
6) Cesrv – shut it down
7) Bndt72 -Money
8) J(ay).A.D – White Gurl
9) Meta – No Fucks Given
10) Chango & Moondoctor – WTF
11) Meta – Acid Cocktail
12) Andrew Juke – Jerk Off
13) DIODE – Crime Scene
14) Andrew Juke – Remorse 02
15) Rattraps – Dutty Dutty
16) Andrew Juke – Dark

Das Kraftfuttermischwerk – At Shell Beach at 34C3 (Dezember 2017)

Wunderschönste Mische aus Dub, Downbeats und Dubstep, die Ronny da in Leipzig gemischt hat. So lass ich das Jahr dann mal ganz entspannt ausklingen.

Tracklist:

Paul St. Hilaire & Rhauder – Not Saying Much
Dubspeeka – Walk With Me
Corporeal & Chris Kim – Distance
Brimstone – Dawn
Brimstone – Reminiscence
Vacant – Serenity
James Murray – Ghostwalking
Soular Order – Keyframes
Kisnou – Cycle
Amba – Moonbathing
Carbon Based Lifeforms – Derelicts
Koresma – Sessions
Rift – Breathe
Enzalla – Somewhere
Kant Sleep – At Night
Tim Schaufert & Cashforgold – Awake
Phelian – Elysium
Phaeleh – Galaxies
Emiliano Secchi – Ignition
Vacant – Leaving You
Eikona & Nare – Call Your Name
Carbon Based Lifeforms – 780 days
Sven Weisemann – Seperate Paths
Sieren – Lost You
Kosikk – Try to hear my voice
Himalia – Don’t Drown Boy
Kant Sleep – Asthmå
Massive Attack – Teardrop (Stillhead Remix)
BT Gate X-138 – Distant Pulse Wavelength Emulator
Kosikk – Tears
Sieren – U8
Scuba – Cognitive Dissonance
Das Kraftfuttermischwerk – Downunder The Moon
Aphex Twin – Alberto Balsalm (Istota & Alegria Bootleg)
Blame – Oceans Of Hope
Makuda – Adventure
Zander One – Glowing (Afterglow)
myk. – Tuscon
Scann-Tec – Parsec (live edit)
Desolate – Blessedness
The Future Sound of London – My Kingdom
Soular Order – Aperture
Feverkin & Koresma – Folds
Austin Plaine – Only Human