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OTHER WORLDS – Auf dem Weg zu DAVE 2018

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Ich verfolge das DAVE Festival aus Dresden bereits seit der ersten Ausgabe 2014 sehr genau und bin jedes mal wieder begeistert, was die (ehrenamtliche) Crew da jedes Jahr wieder auf die Beine stellt. Schon von Anfang an wollte das Festival kein reines “Party”festival sein und kümmerte sich schon früh um besondere Kollaborationen, Bühnen oder innovative Formate. Auch darum genießt das Festival mittlerweile einen guten Ruf bei Subkulturinvolvierten, Politik, den Menschen in Dresden und Partybegeisterten. Und genau deshalb gab es auch schon die ein oder andere Auszeichnung für das Festival.

Und weil die Crew eben immer nach neuen Ideen sucht, gab es zum DAVE 2018 eben mal kein Aftermovie, sondern man ließ sich 8 Monate von Filmemacher Thomas Wätzold begleiten und der schaute bei den Vorbereitungen mal hinter die Kulissen.

Wer steckt eigentlich hinter DAVE? Der Filmemacher Thomas Wätzold wollte genau dieser Frage auf den Grund gehen. Dafür hat er das Team hinter dem Festival acht Monate lang begleitet. Er beantwortet die Frage dabei aus einer internen Perspektive, ist er doch selbst von Anfang an bei DAVE dabei, wobei er für die Reviewfilme nach dem Festival verantwortlich ist. Deutlich wird, dass das Festival kein Selbstläufer, sondern ein hartes Stück ehrenamtliche Arbeit ist.

Der Soundtrack stammt dann auch gleich von Künstlern, die auf dem DAVE 2018 vertreten waren.

Deep Sequence w/ RBYN & tbats Aftermovie

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Ich hatte viel Spaß in Dresden und es war wirklich super so viele alte Bekannte neben neuen Fans von Dubstep zu dem Sound auf 140 abgehen zu sehen. Dazu dann noch eine top eingepegelte Anlage und perfekte Sets der Locals haben die Party echt zu etwas Besonderem gemacht. Aufgenommen wurde auch und mal sehen, vielleicht lade ich mein Set ja dann die Tage auch noch hoch…

heute: Deep Sequence w/ RBYN and [tbats] @ Chemiefabrik, Dresden

Heute ist es endlich soweit und ich setze mich gleich in den Zug Richtung Dresden um gemeinsam mit [tbats] und Deeper Access und Infinite Sequence die Wände der Chemiefabrik ein wenig zum Wackeln bringen werde. Ihr wisst es ja bereits: Das Motto des Abends lautet Dubstep, ich habe auf jeden Fall eine Menge frischer Tunes sowie Klassikern am Start. Mehr Infos wie immer bei facebook.

AK47-11 – dpr_xs Podcast 74 (Januar 2019)

dpr_xs‘s very own AK47-11 (bester Artist Name seit langem meiner Meinung nach) mit einem deepen Drum & Bass Mix, der hier und da auch gerne mal “über den Tellerrand” schaut. Genau meine Art von Vibes auf 170BPM.

Tracklist:

ätna – walls
calibre – let it rain
andyskopes – heroin wash feat. coerce
submarine – blur feat. rimmi
no rules, dailiv, loucura – bugaboo
concealed identity – disclosure
artilect – evolution
lewis james – shapeshifter
margaris kid – titan
om unit – what i can be feat. amos (a dbridge modification)
artilect – something else
zed bias – lost souls feat. drs
artilect – lost
margaris kid – lost brightness
gremlinz & j.robinson – warlock
redraft x dave owen x calculon – kill & collect
bungle – back n forth
thing – link to the past
om unit – twilight
kabuki – whiplash
mefjus – if i could (rebrth remix)
ivy lab – spooky dub
fixate – rickety cricket
fracture & deft – i just
tension & mystic state – slip away feat. lucy kitchen
pvris – empty

23.02. – Deep Sequence w/ RBYN and [tbats] @ Chemiefabrik, Dresden

Kleine Vorschau auf nächsten Monat, wenn ich zusammen mit [tbats] und Artists der Crews Deeper Access und Infinite Sequence die Chemiefabrik in Dresden beschallen werde. Das Motto des Abends lautet Dubstep, für mich also zurück zu den Wurzeln, startete ich doch auf 140 BPM meine Laufbahn als DJ. Und da in dem Segment heutzutage wieder so einiges geht und frische Sounds aus allen Ecken der Welt zusammenkommen ist es mir ein inneres Blumenpflücken mal wieder tief in diesem Genre zu diggen und einige Perlen zu Tage zu fördern. Wie gut auch, dass ich bereits für beide Crews einen Podcast gemixt habe (1,2), irgendwo dazwischen wird die Reise also hingehen. Mehr Infos wie immer bei facebook.

Interview: Maltin Worf [Defrostatica Records]

Am 24. August erscheint die zweite EP von Maltin Worf auf Defrostatica. Der Dresdner Produzent liefert damit seinen ganz eigenen Soundtrack zum Leben in der Stadt und den Einflüssen die uns dabei umgeben. Ich habe mir mal die Zeit genommen ein bisschen genauer nachzuhaken, was es damit auf sich hat.

 

Du hörst sicherlich viele Komplimente zu deinem Artist Namen. Wie kamst du darauf? Bist du ein “Trekkie”?

Neulich bekam ich sogar erst eine Mail mit „hottest name in the game“ haha. Eines Abends kam ich auf die Idee zwei Buchstaben meines Namens zu tauschen. So war der Name Maltin Worf geboren. Ich fand das echt spacey. Die Brücke zu Worf fiel mir dann auch auf. Ich habe als Kind gern mal Star-Trek geschaut und hatte auch eine Worf-Actionfigur. Aber ich muss gestehen, dass ich leider kein Trekkie bin.

In vielen Promotexten zu dir liest man von dem ominösen Laptop Battle an dem du teilgenommen hast. Wie lief das ab? Was hat dich dazu bewegt mitzumachen? War es eine harte Herausforderung?

2012 bekam ich eine Teilnahmeinladung von den Veranstaltern des Laptopbattles Dresden. Ein Bekannter hatte mich empfohlen. Ich war ziemlich hungrig und hatte schon eine Weile Bock auf diese Sache, da ich schon früher gern gebattled habe. Erst waren es Freestylerapbattles, später Online-Beatbattles und 2011 war ich durch einen Homie auch mal beim Beat M Up in Rotterdamm. Also zögerte ich nicht lange, fragte nach dem Reglement und wurde darüber aufgeklärt: 8 Teilnehmer bekommen eine Woche vor der Veranstaltung ein Samplepack, welches ausschließlich benutzt werden darf. Jeder Produzent muss/ sollte dann 3 Tunes à 3 Minuten produzieren. Für die Performance am Veranstaltungsabend darf ein Midikontroller der Wahl eingesetzt werden. Die Kontrahenten treten dann nach der Auslosung im K.O.-Verfahren gegeneinander an. Die Jury entscheidet wer eine Runde weiter kommt. Die ersten beiden male schaffte ich es nur auf den zweiten Platz, weswegen ich nochmal Teilnehmen durfte. Schließlich gewann ich dann 2014 bei meiner dritten Teilnahme. (Da Cuthead die ersten Laptopbattles in Folge gewonnen hat, gab es die Regel dass Gewinner nicht mehr Teilnehmen können haha.) Es war auch tatsächlich eine harte Herausforderung, da ich die Sounds in meinen musikalischen Kontext bringen musste und es nur eine Woche Zeit gab. Allerdings konnte ich dadurch auch eine ordentliche Portion dazu lernen was Sound-Design mit Samplern angeht. Es hat meinen Produktionshorizont enorm erweitert.

Du bist ja sowohl „live“ als auch als DJ unterwegs. Was ist dir lieber? Ein Live Set oder ein DJ Set? Wo sind die Vorteile?

Mittlerweile spiele ich lieber DJ-Sets. Da habe ich musikalisch mehr Möglichkeiten und bin nicht nur auf meine eigenen Sachen angewiesen. Meine Live-Sets waren ansich auch wie DJ-Sets, nur mit eigenen Tracks die ich als Stems “mixte” und dadurch mehr Eingriffsmöglichkeiten hatte. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass die Tunes gar nicht fertig sein müssen und es auch weniger auffällt, wenn der Sound nicht sooo tight ist. Mein Launchpad triggerte die Stems und meine MPD32 war dann sozusagen das Effektboard. Da ich aber nicht der schnellste Mensch im produzieren bin/ war, musste ich dadurch sehr oft die gleichen Sachen hören und spielen. Irgendwie hat mich das auf Dauer nicht mehr so befriedigt. Das brachte mich zu dem Entschluss nicht nur zu produzieren sondern auch aufzulegen. Ich musste mir auch die Frage stellen, was ich Live machen will und was ich machen kann. Da hat mir das bisherige nicht so sehr ausgereicht und ich wollte auch schon bei meiner Linie bleiben. Ein weiterer Grund für das Auflegen war, dass es nur wenig Leute gibt die “meinen Film” auflegen, haha. Da kam wieder der DIY-Gedanke insSpiel. Ich dachte auch so hätte ich die Möglichkeit ein wenig mehr Musik zu spreaden. Aber ich werde in Zukunft sicherlich auch mal wieder den einen oder anderen Live-Act spielen. Jedoch habe ich mehr Lust das eher losgelöst vom klassischen Partykontext zu machen, um mich da auch freier zu fühlen und eher als Musiker verstehen. (Mit welchem Begriff ich mich auch am meisten identifizieren kann. 😊) Aber unter’m Strich lässt sich sagen, dass ich sehr viel Liebe für beide Dinge habe.

 

Der Pressetext zum Defrostatica Release beschreibt dich als “B-boy at heart”. Damit passt du ja perfekt zu dem Label und seiner Suche nach B-boy Einflüssen in der elektronischen Musik, oder?

Ich freue mich darum sehr darüber dass ich ein Label und ein musikalisches zu Hause gefunden habe, mit dem ich mich sehr identifizieren kann und das auch nicht nur auf musikalischer Ebene. Tina & Rob sind zwei wirklich tolle Menschen und ich freue mich, dass ich auf diesem Wege auch neue Freunde gefunden habe. Meinen B-Boying-Backround habe ich sogar erst letztens erwähnt. Es war also auch keine „Zugangsvoraussetzung“ haha. Aber manche Dinge ziehen sich ja bekanntlich an.

Aber um auch mal kurz auf den Backround einzugehen: Breakdance war mein Tor zur Hip-Hop-Welt. Da erfuhr ich auch erstmal dass es sowas wie Battles gibt. Das fand ich ganz schön geil. Von da an spazierte ich durch die verschiedenen Elemente und cypherte, forderte andere heraus, forderte mich heraus, gewann und verlor. Das fühlt sich heute an wie ein kleines Heiligtum. Nach meiner kleinen, beendeten B-Boying Episode war ich trotzdem immer wieder fasziniert von verschiedenen Tanzformen mit Hip-Hop-(Kultur)-Charakter von Clowning & Krumping, über Blood- & Cripwalking, bis ich dann auch irgendwie auf Footwork gekommen bin. Ich hoffe das beantwortet die frage, haha!

“City of Meth” ist jetzt nicht der schönste Titel für deine Heimatstadt Dresden. Wie kamst du auf den Titel?

Die Bezeichnung schwirrte schon lange in meinem Kopf herum. Ich war inspiriert von den städtischen Umständen und die sich häufenden Nachrichten zum Thema Meth in Dresden. Der Artikel über die hohen Crystal-Rückstände im Dresdner Wasser hat mir den Namen letztendlich zufliegen lassen. Zu dieser dystopischen Vorstellung einer Stadt haben dann noch die montaglichen „Spaziergänge“ Perfekt gepasst. Ich kam mir vor wie ein Beobachter, der nichts machen kann, gefangen in einer ziemlich düsteren Stadt. Mein persönlicher Struggle hat die ganze Sache dann noch abgerundet.

Warum die Einteilung in zwei EPs? Gab es da ein Konzept? Ihr hättet ja auch ein Album draus machen können… ;)

Ursprünglich war nur eine EP geplant. Als ich dann am Anfang des Jahres von Rob & Tina nach einem Tune für die „Future Sound of Leipzig“- Compilation gefragt wurde, habe ich gleich ein Paar hingeschickt. Dann habe ich mal ‘ne Runde mit Robert geskyped und er machte mir den Vorschlag die neuen Tunes auch zu Releasen und für die Platte zu nehmen. Daraus machten wir dann am Ende Teil I und Teil II. Das bot sich auch an, da die Tracks mit sehr verschiedenen Mindsets entstanden sind. City of Meth I stammt aus einer Zeit in der ich mich etwas außerirdisch fühle. Ich lebte einen Struggle mit mir und meiner Umwelt. Wohingegen Teil II in einer Zeit meiner persönlichen Versöhnung und von Neubeginn entstanden ist.

Was denkst du können Drum & Bass Producer von Footwork lernen? Was können Footwork Producer von Hip Hop lernen?

Ich kann garnicht mal sagen wer von wem was lernen könnte. Ich habe das Gefühl, dass sich diese Genres ohnehin gegenseitig an einigen Ecken beeinflussen. Wobei für mich gefühlt Hip-Hop die Base ist. Bei mir entscheidet meistens auch eher der Vibe und auf welche Riddims ich gerade mehr bock habe. Das bezieht sich sowohl auf mein Hören als auch mein Produzieren (wo ich gern dazu lerne).

Siehst du dich mit deinem Sound in einer Nische? Frustriert das manchmal?

Für mich ist das was ich mache eigentlich immernoch Hip-Hop, nur in einer aufgebrochenen Form. Das ist das, was ich früher auch an der LA Beatscene so geil fand. Dass ich mich in einer Nische befinde merke ich dann nur durch das, was musikalisch um mich herum passiert oder eben nicht passiert. Das hat mich auch lange Zeit sehr frustriert und mir viel Energie geraubt, auch gerade im Bezug auf Dresden. Ich hatte ein starkes Gefühl von musikalischer Einsamkeit (was meinen Geschmack und das Produzieren angeht). Doch dank dem Internet und meinen Anschluss an Leipzig wusste ich auch stets dass ich kein Alien bin. Heute beschäftige ich mich auch nicht mehr mit dem was nicht ist und sehe das Negativ, sondern beschäftige mich mit dem was ist , sehe das Positiv um meine Energie daraus zu schöpfen. Also zumindest gebe ich mein bestes das zu versuchen, haha. Mittlerweile sehe ich es als etwas Besonderes mich in einer „kleinen“ Nische mit einer coolen Community zu bewegen.

Meinst du Footwork wird es noch weiter in den Mainstream / deutsche Clubs schaffen? Im Moment geht meiner Meinung in der Richtung nur was  wenn Teklife drauf steht…?!

Ich würde mich echt darüber freuen. Aber ich kann da echt keine Prognose treffen. Ich rätstel da schon seit ein paar Jahren. Wir sollten aber die Hoffnung nicht aufgeben.

Wie sieht das mit Parties in Dresden in der Richtung aus?

Leider sieht das auch eher Mau aus. Aber Dresden verhält sich da auch sehr schwer mit Parties, die sich nicht im (derzeitigen) subkulturellem Mainstream oder den altbewährten Genres bewegen. Eine Entwicklung sehe ich da leider auch nicht. Der Мainstream möchte leider keinen Raum schaffen (z.B. durch Bass-Sidefloors). Das macht es der Musik auch noch schwerer sich mehr zu etablieren. Es gibt aber auch ein paar Crews die ab und an etwas davon beimischen. Das ist sicherlich der auch Platz für Shout outs haha. Also gehen die raus an Funkey Monkey, Deeper Access, FormerCity Records, das N-ICE Kollektiv und Infinite Sequence. <3

 

Die neue 12″ auf Defrostatica könnt ihr wie immer bei Bandcamp pre-ordern und anhören.

 

 

 

Scratchynski – Infinite Sequence Podcast #020 (Juli 2018)

Ich bringe hier fast jeden Mix vom Podcast von den Infinite Sequence Jungs aus Dresden, da sie einfach einen super Geschmack haben was Musik und DJs angeht. Nummer 20 stammt dann auch gleich von Initiator Scratchynski himself, der sich einmal durch seine Lieblingsmucke in Sachen Bassmusik spielt. Und das klingt nach einer Mischung aus Hip Hop, Trap, Grime, Juke und Breaks. Immer mit dabei: der ganz tiefe Subbass. Eben genau das was Infinite Sequence ausmacht.  Und da Online Mixe rar von ihm gesät sind, freue ich mich umso mehr über einen neuen Mix aus dem Hause Scratchynski!

Tracklist:

01 – Snoop Dogg – Doesn’t Like Migos
02 – Die Achse – Nicolas Cage (feat. Ghetts & Assassin)
03 – Alloy – Rumpin’
04 – Commodo – Set It Straight
05 – JME – Integrity
06 – Wiley – And Again (feat. Gods gift)
07 – Fkky & Dizzee Rascal – Still Sittin Here
08 – JME – Man Don’t Care
09 – Ivy Lab – Jet Lag
10 – Migos – Pipe It Up
11 – C-Trox – My Crew (feat. Arizona Zervas)
12 – Faze Miyake – Rezzie
13 – Danny Brwon – Break It
14 – Big Boi – Kill Jill (feat. Killer Mike & Kurupt)
15 – Snoh Aalegra – Nothing Burns Like The Cold (feat. Vince Staples)
16 – Tyler, The Creator – OKRA
17 – Earl Swaetshirt – (feat. Vince Staples & Casey Veggies)
18 – Up High Collective – Rainbow
19 – Die Achse – Anthem
20 – C-Trox – Blacked Out (fat. Ryan Oakes)
21 – Lethal Bizzle – Rari Workout (feat. JME & Tempa T)
22 – Ocean Wisdom – Revvin’ (feat. Dizzee Rascal)
23 – Pusha T – If You Know You Know
24 – Maltin Worf – S.O.S.
25 – Vorace – Stairway To Nothing
26 – Up High Collective – Opus Nimbus
27 – Maltin Worf – Dream