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Goldie – Inner City Life (Burial Remix) [Metalheadz]

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Die Ankündigung des Burial Remixes von Goldie’s Inner City Life löste ja bei vielen Schnappatmung aus, ich war da etwas zurückhaltender. Der Sound von Burial hat sich dann in den letzten Jahren doch zu sehr verändert, als das ich da jetzt sofort ein Lieblingslied drin gesehen habe. Obwohl die Kombination aus Burial und Jungle eigentlich erst mal super und nach “Arsch auf Eimer” klingt. Also habe ich zunächst abgewartet und Tee getrunken. Nun ist das Lied offiziell auf dem Youtube channel von Metalheadz und was soll ich sagen… Naja. Klingt für mich nach Temple Sleeper mit dem Original Vocals von Inner City Life im Offbeat drüber. Irgendwie nix für das ich mich jetzt Samstag in den Plattenladen bewegen muss. Insgesamt klingt der Remix ein wenig lieblos und einfach gestrickt, einzig diese zusätzlichen Vocals bei 1:16 finde ich schön und clever gesetzt.

Der Vollständigkeit halber hier noch Goldie’s 2017er Rebuild, der auf der B-Seite zu finden sein wird.

Zomby – Multiplayer [Ogritch Tapes]

UPDATE: Auf Bandcamp wurde das Album gelöscht, Ogritch beschwerte sich auf Twitter darüber, er wüsste davon nix und wurde auch nicht gewarnt, mittlerweile existiert auch sein Twitter Account nicht mehr…

Ich kann gerade nich verifizieren ob das hier echt ist, aber ein Typ namens Ogritch aus Hawaii hat gerade sein eigenes Label gestartet und darauf eine EP mit Jungle Tracks von Zomby veröffentlicht. Sogar eine Kollaboration mit Burial hat es in die Tracklist geschafft, was die ganze Sache noch ominöser macht.

Die meisten Tracks sind recht kurz und manche sind einfach “verlangsamte” Versionen bekannter Jungle Hits von Goldie oder Dillinja. Von Zomby habe ich bis jetzt nichts gegenteiliges zu der EP gehört, ich glaube es wäre schon schräg 2017 eine EP zu veröffentlichen, die überhaupt nicht von dem Artist stammt.

UPDATE:Scheint wohl real zu sein, zumindest folgt Zomby dem Twitter Account von Ogritch.

Gibt’s als “Name your price” Download bei Bandcamp.

Hat Burial gerade eine neue 12″ auf Hyperdub veröffentlicht?

Das würde zumindest dieses Bild dort oben bestätigen, das von einem Eintrag auf Discogs stammt. Dort wird eine neue 12″ von ihm angegeben, die die Katalognummer HDB100 trägt und anscheinend als “Surprise Release” zum Black Friday Record Store Day 2016 releast wurde. Was auch immer dieser Tag sein soll. Im Hyperdub Store gibt’s die (natürlich) noch nicht, aber das Bild da oben sieht schon ziemlich real aus. Außerdem sind die bei Discogs eigentlich immer ziemlich genau und übeprüfen die Releases, die dort eingetragen werden…

Es würde halt auch perfekt zu ihm (und Hyperdub) passen ein neues Release komplett ohne Ankündigung und Werbung “einfach so” in die Plattenläden zu geben. Mal sehen, vielleicht spielt er ja dieses Jahr wieder den “Weihnachtsmann” und die Platte bekommt im Dezember noch mal ein richtiges Release.

UPDATE: Trusik sagt die 12″ wird regulär am 2. Dezember veröffentlicht!

UPDATE2: Da wurden wohl aus Versehen fünf Platten in einem Shop in Toronto verkauft, obwohl die 12″ eigentlich erst ein paar Tage später als Überraschung erscheinen sollte.

via FACT

Global Pop Classics – Burial

Nettes kleines Feature vom Funkhaus Europa über Burial und seine Musik. Sein erstes Album feiert ja mittlerweile mit Skream! auch zehnjähriges Jubiläum, da kann man gerne noch einmal daran erinnert werden, was seine Musik so großartig macht. Und auch wenn es ja eigentlich ein ganz normales Feature ist, fühlt es sich für mich immer noch surreal an, wenn über Dubstep in solchen Sendungen berichtet wird.

Burial – Truant [Hyperdub]

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Der Track ist jetzt schon 3 1/2 Jahre alt, ich bin aber erst neulich wieder mal auf ihn gestoßen, da Thom Yorke ihn in einer aktuellen Radioshow als seinen derzeitigen Lieblingstrack bezeichnet hat. Truant war der erste Burial Track, der diese Skizzenhaftigkeit und eine Laufzeit von über 10 Minuten aufwies, nachdem die vorherige EP mit Stolen Dog und NYC für seine Verhältnisse schon sehr zugänglich war.

Als ich den Track im Dezember 2012 das erste Mal hörte, konnte ich auch nicht so recht was damit anfangen. Klar, man hört den “alten” Burial noch raus, aber diese aneinandergereihten Skizzen und wechselnden Geschwindigkeiten haben mich irgendwie verwirrt und mein vorgefertigtes Bild davon, wie ein Track zu sein hat, zerstört.

Natürlich habe ich mir die EP immer mal wieder angehört und bin tiefer in die Musik eingedrungen. Und erst jetzt kann ich glaube ich sagen, dass ich den Track komplett verstanden habe. Auf 11 Minuten und 48 Sekunden arbeitet Burial hier einmal komplett die urbane Dancemusik der 90er Jahre ab. Von Trip Hop und Garage aus Bristol, bis hin zu Trance (der Part ab 6:30) oder Jungle (die Melodie, die er gesamplet hat, stammt aus einem Aphrodite Track von ’95). Dazu dann noch Samples aus Spielen wie Doom II und dann obenrauf der Titel. “Truant” kann man zu deutsch als “Schwänzer” (wie in Schule schwänzen) übersetzen. Und die Stories von Musik Produzenten, die lieber im heimischen Studio an Tracks geschraubt haben anstatt die Schulbank zu drücken, ziehen sich durch die Interviews der 90er Jahre wie ein roter Faden.

Das Ende des Tracks klingt dann wie ein Mashup aus seinen beiden Alben, was für mich auf einen Abschluss dieses Sounds für ihn bedeutet. Es ist quasi ein Best-of seiner Garage Sounds, die er auf Burial und Untrue zur Perfektion gebracht hat und die wir (vermute ich jetzt mal) so nie wieder hören werden. Die bisherigen Releases geben mir da ja auch recht.