Category: Interview

Crypticz x Itoa – Mix Exchange TME008 (Mai 2017)

Für das Mix Exchange Format von Rudimentary Records haben Crypticz und Itoa sich gegenseitig Interview Fragen gestellt und dann jeweils noch einen kurzen Mix mit einer Menge an eigenem Material zusammengestellt. Da beide gerne auch im Studio zusammen arbeiten und an Tracks schrauben, finden sich in den 33 Minuten natürlich auch einige Kollaborationen. Den Mix gibt es unten im Stream, zum Interview geht’s hier lang.

Itoa

  • Doc Daneeka & Abigail Wyles – Tobyjug (Itoa bootleg)
  • Spectrasoul – Organiser (Ramadanman remix) (Itoa edit) [dub]
  • Itoa – Strange Attractor
  • Itoa – Snake Pass
  • Itoa – Nobody
  • Itoa – Haunt U
  • Itoa – Wet Brain [dub]
  • Crypticz & Itoa – MTD (Itoa VIP) [dub]
  • DJ Madd – Cachit (Itoa Remix VIP) [dub]
  • Itoa – Darline

Crypticz

  • Crypticz – Mariana [dub]
  • Crypticz – Forever [forthcoming]
  • Brian Eno – 2/1 (Crypticz Edit) [dub]
  • Crypticz – Thunder (Space Dub) [Lowrise Sounds]
  • Crypticz – Echo Sound [31 Recordings]
  • Crypticz – Rhymes VIP [dub]
  • Crypticz & Itoa – Manatata [forthcoming]
  • Crypticz & Itoa – Currently Untitled [unfinished/unreleased]

Artist Tips: Machinedrum

Bild via XLR8R.

Was mich an Machinedrum schon immer sehr beeindruckt hat, ist sein ständiger Wechsel von Wohn- und Lebensort. Berlin, New York, North Carolina – er baut sich einfach sein Studio auf und produziert dann mal eben ein Album. Genau um diesen Minimalismus und die Limitierung in seinem Setup geht es auch in diesen (sehr ausführlichen) Artist Tips, die er für XLR8R zusammengefasst hat.

Es sind eben nicht nur ein paar Tips für Ableton oder empfehlenswerte Presets, sondern vielmehr Herangehensweisen und Arbeitstechniken um sich als Künstler selbst auf kleinstem Raum groß entfalten zu können. Sehr lesenswert auch für Nichtproduzenten! ;)

https://www.xlr8r.com/features/2017/05/artist-tips-machinedrum/

Interview: Kabuki (V Recs, New Forms, Frankfurt)

Bild © Robert Winter.

Kabuki. Seit den frühen 90ern als DJ und Produzent aktiv, Album und Singles für Labels wie Reinforced, V Records oder das Hard:Edged Label des Watergate Clubs, als dort noch regelmäßig Drum & Bass aus den Boxen schallte und man noch nicht das doppelte an Miete zahlen musste. Und nebenbei mal eben mitverantwortlich für einen der Techstep Klassiker mit Ghost in the Shell Sample. Und dann immer noch so hungrig nach neuer Musik und aktuellen Einflüssen, das er es nicht nötig hat seinen alten Sound zu recyclen sondern sich immer weiter entwickelt. So greifen seine neuen Tracks für Defrostatica, Vandal LTD oder Through My Speakers gerne die “alten” Jungle Sounds wieder auf, werden von Kabuki aber mit frischen Ideen und Samples aus Juke, Hip Hop oder Dubstep aufgefrischt.

Ein spannder Charakter also, dem ich in diesem Interview mal ein paar Fragen gestellt habe, die ihn laut eigener Aussage “lange zum Grübeln” gebracht haben. Von daher geht es auch direkt ohne viel Vorgeplänkel los, wie er seinen Tag verbringt oder woher sein Artist Name stammt könnt ihr in zahlreichen anderen Interviews nachlesen.

 

Du hast als Produzent schon auf namenhaften Labels wie Reinforced oder V Records veröffentlicht, waren das “Träume” von dir? Continue reading

Kareful – Emotional Roller Coaster Mix (April 2017)

Das Mixmag hat sich jetzt auch dem Thema Wave gewidmet und dazu einen langen Artikel über die Entstehung und die Artists veröffentlicht, der am Ende auch einen Ausblick in die Zukunft wagt. Als Experten haben sie sich Kareful eingeladen, der neben einigen Zitaten auch einen zweistündigen Mix abliefert, der vielleicht am defenitivsten das Genre abbildet.

Tracklist:

Deity – Celestial Haven
Laire – Nobodies
Elavidid x Valleyz – Corridors
Five Suns – Jupiter
Sorsari – Luna (Unreleased)
Fox Wedding – Ghost Life
Skit x CVRL – Nova
2nervous2be – Worthless
Blank Body – Highrise
Trash Lord ft Madi Larson & Glo – Ghost Chant
Kareful – Remember This If Anything
Mbe – Masked Virgin
Elk & Stu – Amset
sorrysines – Walker
Sorsari – Children of Gaia
Deadcrow – Yawn (Forthcoming on Liquid Ritual)
Klasey Jones – Cement
Kavern – Eb and Flow
Spoze x Klimeks – Directors Cut
4by4 – High Risk, High Reward
Yedgar x Harukasuka – Silk
Clfrd – Portent
Spirit Bomb – When You’re Gone
Trash Lord – Howls (deadcrow remix)
Plastician – Windwalker (Unreleased)
Spoze x Kareful – Day by Day
Deity – Glass Summit
Clfrd – Expansion (unreleased)
Hnrk – Tidalic
Klimeks – Sine
Skit x Kareful – Luminoscity
White Katana – Revelations
Deity – Arrowhead
Klimeks – Eternally Yours
Blank Body x Glocque – Find Privacy
Kareful x Deadcrow – Night Skies
Kareful – See Through Her (Unreleased)
Harukasuka – Coves
Elk – Abstraction
Lwkgd – Wonderlust
Abbi Press – Stretched Out (prod by Blank Body x Drip-133)
Kareful x Lthl – Fractals (Unreleased)
Mbe – Charming Victim
Skit x Kareful – Lotus
Glacci x Kareful – Spirals (Unreleased)
Kyddiekafka – Delusions
Mystxrivl – Sokos – Pixel (Unreleased)
Noah B x Jess Audrey -Divided
Enjoii – Obsess
Kareful – H2o (Unreleased)
Deadcrow – Wings
Juss B – Lean
Sorsari – Differences
Kareful – How Do You Know (Unreleased)
Hefu – Commas (Unreleased)
Torai x Alto – Power
Deadcrow – Blade
Zgjim – Bae (Pope Remix)
Dirty Chocolate – Crystal Caverns

The Vinyl Factory Interview mit Objekt

Bild via TVF.

The Vinyl Factory hat Objekt in seinem Wohnzimmer besucht und der hat ein wenig über seine Plattensammlung gequatscht. Ist nen ziemlich interessantes Interview mit einem (Musik) Nerd wie er vielen von uns wohl sehr ähnlich ist. Und nebenbei gibt es auch noch Tipps, wie man Turntables im Club richtig aufbaut. Aber irgendwie auch traurig zu lesen, dass selbst ein DJ seiner Größenordnung am Ende doch selbst dafür verantwortlich ist…

Crate Diggers: Objekt

 

Interview: dreadmaul (Boundless Beatz, Mainz)

dreadmaul. Dieser Name steht wohl gerade wie kein zweiter für ganz besonderen, rhythmischen und düsteren Drum & Bass. Als Jugendlicher hat der Mainzer Produzent die Trip Hop Beats von Portishead, Massive Attack oder Glen Porter aufgesogen und bindet diese speziellen Stimmungen und Arrangements nun immer wieder in seine eigenen Produktionen ein. Zunächst produzierte Dennis auch Trip Hop und es dauerte einige Jahre, bis er sich an Drum & Bass wagte. Als dann die ersten Tunes auf 174 BPM entstanden, war aber recht schnell klar wo die Reise hin gehen wird. Seine Produktionen sind bekannt für ihre atmosphärischen Intros und lange (Vocal-) Samples. So kann es passieren, dass man sie am liebsten gar nicht in andere Songs reinmischen möchte, damit diese Stimmung erhalten bleibt und sich ohne Störung aufbauen kann. dreadmaul gelingt es dann aber auch perfekt diese Atmosphäre den ganzen Track lang zu halten, so dass man sich komplett darin verlieren und von der Dunkelheit aufsaugen lassen kann.

 

Seine neue EP auf dem Boundless Beatz Label ist mal wieder ein perfektes Beispiel für den oben beschriebenen Sound, Grund genug ihm zwischen dem Auspacken von Umzugskisten und dem Einrichten der neuen Wohnung ein paar Fragen zu stellen.

Ich habe ja eingangs schon über deinen Weg von Trip Hop zu Drum & Bass gesprochen. Nun bist du schon ein paar Jährchen in dieser Geschwindigkeit zu Hause. Wie gehst du beim Produzieren vor? Fließt deine Kreativität ständig oder brauchst du gewisse Rituale/bevorzugst du bestimmte Tageszeiten?

Ich bin schon seit jeher eher eine Nachteule. Ich finde nachts ist es einfach leichter einen Flow zu finden. Aber generell kann ich nich sagen, dass ich besondere Rituale oder so habe. Und wenn keine guten Initialzündungen stattfinden gibt es immer Projekte an denen man weiterarbeiten kann.

Ist das die beste Maßnahme für Situationen in denen nichts mehr geht und der „”Writers Block“” eintritt?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen kann, je nach Situation. Gegen generelle Ideenlosigkeit hilft mir häufig, einige Tage keine Musik zu machen und mich auf Inspirationssuche zu begeben. Manchmal lohnt es sich auch einfach mal einen Abend lang Samples zu recorden und zu editieren anstatt das 54359. neue Projekt anzufangen.

Und was macht man dann mit dem 54359. neuen Projekt das nicht 100% fertig gestellt wurde? Immer mal wieder in Ableton/Fruity Loops/whatever laden und dran rumschrauben oder einen Ordner mit dem Namen “Friedhof” anlegen und sie dort sterben lassen?

Ich habe tausende angefangene Projekte, mittlerweile nach Jahren sortiert. Aber diese zu löschen traue ich mich nicht, es könnte ja doch eine gute Idee dabei sein.

Hast du irgendwelche Ziele auf welchen Labels du deine Tracks sehen willst?

Viele! Man kann sich dazu ja gerne die Tracklists meiner Mixe anschauen. Einige Namen, wie beispielsweise ThirtyOne Recs oder CX:Digital wird man sicherlich häufiger lesen. Und dieses Jahr wird es voraussichtlich sogar zwei Releases auf Labels geben, die definitiv unter diese Kategorie fallen.

Wo wir gerade bei Labels sind: audite und Dubbalot waren ja (mit) die ersten, die deine Musik rausgebracht haben. Fühlst du dich dem Boundless Beatz Label „verpflichtet“?

Die Verbindung zu Boundless Beatz und insbesondere zu Jan ist natürlich eine ganz besondere. Dass die Jungs meine “Herzblut”-Projekte releasen und mir die Möglichkeit geben, mich ohne große Anleitungen mein Ding machen zu lassen ist nichts Selbstverständliches und dementsprechend groß ist meine Wertschätzung für die beiden.

 

Woher stammen eigentlich diese “Voodoo”-Einflüsse? Und: Muss man einen Ayahuasca Trip selbst mitgemacht haben um ihn vertonen zu können? ;)

Die Inspiration für den Ayahuasca Tune kam mir während einer Doku (überrascht natürlich wenig bei der Samplewahl ;) ). Ich bin schon seit langer Zeit sehr interessiert an allem Voodoo-Assoziierten. Darüber hinaus ist es eine tolle Welt um sich künstlerisch auszutoben.

 

Manch einer könnte annehmen bei so viel düsteren Drum & Bass Tracks braucht man irgendeinen Ausgleich. Produzierst du nebenbei lockere Ambient Stücke oder bist als Ghostwriter an fröhlichen House Tracks beteiligt?

Also, die meisten Projekte werden von sich aus schon irgendwann düster. Und grade die Darkness hat mich damals so zum Drum & Bass gezogen.

 

Denkst du es geht heute als Produzent nicht mehr ohne Youtube/Snapchat/Instagram/Twitter/Facebook Account? Oder helfen lustige Memes auch nicht dabei gute Tracks zu schreiben und gesigned zu werden?

Ich denke, dass muss jeder Künstler für sich entscheiden. Ich hab sowohl Calibre, der keine eigenen Social Media Profile hat, als auch Nomine, der jeden Tag Videos postet, auf dem Schirm.

Hörst du privat nur Drum & Bass oder lässt du dich auch von anderen Musikstilen beeinflussen?

Privat stellt Drum & Bass manchmal sogar nur einen kleinen Anteil der Musik, die ich höre. Es ist ganz wichtig, seinen musikalischen Horizont breit zu halten.

Im Moment gründet ja gefühlt jeder zweite Produzent sein eigenes Label. Hast du auch schon ein dreadmaul Label in Planung?

Ich glaube dafür muss ich erstmal noch etwas bekannter und etablierter werden, bevor ich mir darüber Gedanken mache.

 

Auch wenn da erst mal kein Label geplant ist, bin ich gespannt was dreadmaul noch so für uns auf Lager hat. So lange könnt ihr erst mal sein neuestes Release auf Boundless Beatz auschecken oder euch in die Tiefen seines Deeper Access Mixes ziehen lassen.

Interview: Calibre: A river alone

Nach der Fragerunde an Shed kommt hier das nächste großartige Interview von Resident Advisor. Ich freue mich immer über ein Lebenszeichen von Calibre, sei es in der Form eines Mixes oder eines neuen Releases. Denn wie es im Einleitungstext zum Interview schon richtig heißt:

He’s media shy. He’s selective about DJ bookings. He’s never been remixed, and has no online profile whatsoever.

So bekomme ich von Calibre’s Leben wirklich nur etwas mit, wenn er neue Musik veröffentlicht. Und das ist in Zeiten von Facebook, Instagram, Snapchat und Blogs schon eine Kuriosität auf die man hinweist, aber eigentlich sollte es bei Produzenten ja genau so sein.

Das er noch nie von einem anderen Künstler geremixed wurde, ist mir bis dato gar nicht aufgefallen. Aber irgendwie auch ein interessanter Fakt, der zu der Person Calibre passt. Das er bisher noch nie einen schlechten Track veröffentlicht hat (und das bei bald 14 Alben!) gehört weiterhin zum Drum & Bass Allgemeinwissen. Und das er mittlerweile in Deutschland wohnt und die Einsamkeit von Irland vermehrt zum Tunes produzieren aufsucht, wusste ich auch noch nicht.

Das Interview steckt voll von Weisheiten und Erfahrungen, die ehrlich und bodenständig rüberkommen und sich nie nach Kalenderspruch anhören und da Dominick Martin eben so medienscheu ist, hat er einiges zu erzählen. Und es ist eins von diesen Gesprächen, bei dem man dabei instinktiv in seiner (digitalen) Plattensammlung diggt und die Musik raussucht, über die da gerade gesprochen wird.

https://www.residentadvisor.net/features/2943