Category: Dubstep

FilosofischeStilte – Secluded Island [STRTEP075]

Props an alle, die den Namen beim ersten Mal fehlerfrei aussprechen können, FilosofischeStilte macht sich aber nix draus und veröffentlicht einfach weiter gute Musik unter diesem Namen. Ich habe schon lange kein so gutes Release auf Saturate mehr gehört, gerade da die EP hier komplett ohne Remixe auskommt, die ja bei Saturate sonst fast schon standard mäßig mit dazueghören. FilosofischeStilte verlässt sich auf teils beatlosen, weightless Grime oder addiert zu seinen ausgeklügelten Synthie Melodien nur eine ordentliche Portion Subass um die Tracks zum Schwingen zu bringen. Gefällt mir wie gesagt sehr gut sein Sound, gerade auch weil er sich so schwer greifen und kategorisieren lässt!

Mat the Alien – Sleeveless Sessions 4 (Dezember 2019)

Mat the Alien ist so einer dieser Turntablists, die einfach mal 40 Tracks in 60 Minuten mixen können, ohne das am Ende Schwindelgefühle aufkommen oder nur noch Brei aus den Boxen kommt. Routiniert mixt er sich hier durch allerlei Spielarten der Bassmusik, wobei am Anfang ganz eindeutig Dubstep und Grime im Fokus stehen und hintenraus das Tempo leicht angezogen wird. Mit ein paar Scratch Einlagen und cleveren Übergängen lockert er Mat seinen Beitrag für die Sleeveless Sessions immer mal wieder auf und liefert so einen wirklich guten Mix ab.

Tracklist:

JD Reid – Clout Wont Do
Crowley – O Six Trib (TMSV Remix)
Loefah – Ginnocchio
Jake Robertz & Cthulhu Basscraft – Snake Charmer (OAKK Remix)
sumgii – morgue Flipped DUB
We Are IE (Caspa & Rusko Remix)
J Kenzo – Narky (Body Dem) ft Navigator
Cluekid & Cotti – The Legacy [VIP]
Cimm & Youngsta ft Riko Dan – Hear That
Retina – Hadrians Wall
Asher D, D Double E, Big Tobz feat. P Money – Top Boy (feat. P Money)
ENiGMA Dubz – Double 99 Dub
Sir Hiss feat. Emz – Rolling
Zygos – Sick As A Dog
Slay feat. Trigga (Prod. Zed Bias) – Dance Dun
I Get The Bag [Handsome Tiger Remix]
BKKHxDPRTNDRP – The Time Is
DISTINCT MOTIVE – ANXIOUS
TMSV – Revenge pt. 1
ColtCuts – Passage Of Arms VIP
Cadik – Banana Magic
EVA808 – EXCHANGE (Welcome To London Vocal)
TASO TEKLIFE – Tippin VIP
Sun People – Tackle it
Noh Vae – Look At U
Lamont & Redders – Walk No Plank (test1)
Calculon – Where I’m From
Fonzo & Riko Dan – Bushmaster (Sam Binga RMX)
Kid Kun – Earthturn
Jon1st & Shield – Squids
Document One – Vibration
Ed It – Can’t Stop Thinking
LOST CITY feat. NIYORAH – MEDIA PORTRAY (VIP)
Myth – Twist of Fate
Mr Benn ft Parly B – Heat Up – T-Kay remix
Clart – Primo
Zubotnik – Mr. Me Too Phuk Up
Kano – Can’t Hold We Down (feat. Popcaan)

Kode9 for Maharishi – Hyperdub 2014-2019 Drive By (Dezember 2019)

Kode9 lässt die letzten fünf Jahre seines Labels Hyperdub Revue passieren und da war wirklich eine Menge los. Ich habe in letzter Zeit viel Lobeshymnen auf Hyperdub gelesen und war ein bisschen so “meh…” aber habe mich dann doch noch mal intensiver mit den letzten Releases auseinandergesetzt und da war wirklich viel Neues, Gewagtes und Gutes dabei. Aber das geht eben manchmal bei Reissues von Burial Singles, Kollaborationen mit Adult Swim oder limitierten Sega Mega Drives unter. Nebenbei veröffentlich Kode9 dann aber eben auch Alben wie dieses, dieses oder dieses hier und pusht damit Genregrenzen oder hilft komplett neuen Musikrichtungen zu einer Plattform. So klingt dann auch sein retrospektiver Mix, eine sehr eklektische Mischung aus allen Ecken und Enden der Bassmusik, bei dem man aber immer wieder Konstanten wie Burial, Cooly G, DJ Rashad oder Kode9 himself trifft.

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Desmond Denker – Candy Shop [DP02]

Desmond Denker kommt hier mit einem Remix Paket von seinem And The Vague Theories Album um die Ecke des Candy Shops gebogen. Drei enge Freunde dürfen Tracks, der auf Modularfield veröffentlichten LP in ihren eigenen Kontext rücken und ihre persönlichen Einflüsse deutlich miteinfließen lassen. Obendrauf kommt dann noch ein Bassador Remix, der von der 10 Jahre Basspräsidium Compilation stammt. Death Trap verwandelt Over The Mountain in eine bleepige Grime Nummer, die mit den genau den richtigen, minimalen Elementen ein Gunfinger Gefühl erzeugt. Gearlad Mandl exploriert dann mit uns das Universum des Digidub Sounds und trifft auch hier genau die richtigen Töne. Bassador’s Version von Strawman liegt irgendwo zwischen den beiden, neigt mit seinem tiefen Bass und der verspielten Melodie doch eher Richtung Dubstep. Der No Insects Mix von Bassador’s Regenwald ist mein Favorit, kombiniert er doch perfekt organische, analoge Sounds mit runtergepitchten Jungle Breaks und rollendem Bass. Das komplette Release bekommt ihr digital via Bandcamp:

Various – Forever Ø

Im Juni diesen Jahres verstarb der Wave Produzent Øfdream aus Frankreich, ich hatte ihn gerade mal ein Jahr vorher durch die Anthology Pt. 1 EP entdeckt und mich schwer in seinen Sound verliebt. Nun haben befreundete Produzent*innen eine Compilation zusammengestellt um einerseits einen Tribut für Øfdream und seinen Sound herzustellen und andererseits geht der komplette Erlös der Einnahmen von Bandcamp an die Pierre Deniker Foundation, die sich um die Erforschung und Prävention von Problemen der psychischen Gesundheit kümmert. Auf der Tracklist finden sich logischerweise viele bekannte Namen aus der Wave Szene, aber auch ein exklusiver Track von Lorn ist dabei, mit dem Øfdream auch schon einmal zusammen auf der Bühne stand. Die Musik ist klasse, der Spendenerlös sowieso, lasst also ruhig mal ein bisschen Geld da.

Halogenix – DJ Set @ Keep Hush Live Critical Takeover (Dezember 2019)

Halogenix mit einem wunderbaren Set beim Critical Music Takeover / Keep Hush Live Stream. Da wir ja alle nix mehr mit eindimensionalen, festgelegten Genre Sets anfangen können arbeitet er sich richtig schön von Trap zu Dubstep zu Halfstep und Drum & Bass hoch und das macht richtig Spaß.

Helktram – Recoil EP [SUBALT 023]

Helktram ist kein unbekannter Künstler bei Subaltern Records, so steuerte der Dubstep Produzent aus Japan doch bereits für die Kaleidoscope Vol.1 einen Tune bei. Nun darf er noch einmal mit einer kompletten EP nachlegen, die heute auf Subaltern Records erschienen ist. Die EP startet recht grimig mit angedeuteten Streicher Samples und einer steppenden Bassline und klirrenden Percussions bei Recoil. Mineral mit seiner verzerrten Bassline und den drückenden Kicks schlägt dann maximaler ein, der pushende Sub erledigt dann den Rest! Beware ist auch so ein Brett, was mit wenigen Zutaten ein maximales Ergebnis erzielt. Hier sitzt jeder Sound am richtigen Fleck und Helktram erzeugt eine düstere und spannende Stimmung, was den Tune zu meinem Liebling auf der EP macht. Als digitalen Bonus gibt es Air, eine entspannte Nummer, bei der sich Subbass und Melodie perfekt umgarnen und eine wunderbare, warme Einheit bilden. Helktram gelingt hier es hier (und auch bei einigen der anderen Tracks) perfekt Old School Sounds aus der Anfangs- und Blütezeit von Dubstep neu zu interpretieren und sie in seinen Trademarksound einzuflechten. Gerade Air klingt auf eine ganz besondere Weise wie eine Melange aus bekannten “Hits” von DMZ, Deep Medi oder Tectonic und ist dabei doch eigenständig genug um keine bloße Kopie zu sein.

Kaufen könnt ihr das Release wie immer bei Subaltern direkt im Shop.