Was mit eurem Handy passieren kann, wenn ihr in die USA reist

Bild via xkcd.

Quincy Larson von der Website FreeCodeCamp hat den Entschluss gefasst, sein Smartphone nie wieder mit auf einen internationalen Flug zu nehmen. Denn das, was da so halb ironisch in dem XKCD Comic Strip abgehandelt wird, ist seit neuestem leider die Realität.

Vor ein paar Wochen flog der NASA Mitarbeiter Sidd Bikkannavar von Chile zurück in seine Heimatstadt Houston in Texas. Bei der Grenzkontrolle der Einreise wurde er in einen seperaten Raum geführt und die Mitarbeiter nahmen sein Smartphone an sich und ließen ihn warten. Zurück kamen sie dann mit der Bitte, er solle ihnen das Passwort für sein Handy geben oder es “unlocken”, dann würde er freigelassen. Bikkannavar betonte das das Handy der NASA gehöre und somit sensible Daten auf ihm seien und er den Beamten das Passwort deshalb nicht geben könnte. Das interessierte die Mitarbeiter der Customs and Border Patrol nicht weiter und irgendwann gab Bikkannavar nach und übergab ihnen das entsperrte Smartphone. Nach einer halben Stunde bekam er es einfach zurück und wurde entlassen.

Jurisitisch ist die Sache wasserdicht, da die Einreisezone im Flughafen theoretisch nicht auf US Boden liegt und deshalb die Gesetze dort nicht gelten bzw. die Beamten Personen nach ihren eigenen Gründen dort festhalten können.

Wenn man sich nun vorstellt, was in dieser halben Stunde passiert ist, kann einem schon richtig mulmig werden. Denn selbst auf einem Diensthandy finden sich wohl oft private E-Mails oder Chatverläufe und auch die Daten der Firma will man wohl nicht ganz so gern einfach an Dritte weitergeben.

Was bleibt also zu tun? Bei Reisen in die USA oder Kanada bleibt einem wohl in Zukunft nichts anderes übrig als sich ein “cleanes” Handy oder Notebook zu besorgen und die Daten die man braucht dann in eine Cloud zu verlagern. Obwohl das ja für viele auch immer ein komisches Gefühl ist. Oder man “leiht” sich ein Handy am Zielflughafen und reist komplett ohne ein. Denn das diese Einzelfälle bald zur Regel werden dürften, ist laut Larson sehr wahrscheinlich da einzelne Personen auf Diskriminierung klagen könnten, da nur sie “rausgepickt” wurden und ihr Handy abgeben mussten. Vielleicht muss man dann in Zukunft sein Handy einfach auf ein gesondertes Handgepäck Band legen und sich damit einverstanden erklären, dass die Daten ausgelesen werden. Meine Fingerabdrücke haben die bei der Customs and Border Patrol in den USA ja (leider) auch und ich habe es in Kauf genommen um dort Urlaub machen zu dürfen.

via FreeCodeCamp

 

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